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Zeitschrift Globalisierung Aspekte einer Welt ohne Grenzen Globalisierung:
Kulturelle Globalisierung
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Die Globalisierung der Wirtschaft Globalisierung in der Kritik:
Heft 4/2003
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C 10 bis C 13 IWF, Weltbank und G 8
Der IWF Der Internationale Währungsfonds (IWF) wurde 1945 mit der Unterzeichnung eines Übereinkommens durch 29 Länder offiziell ins Leben gerufen. Ausgearbeitet wurde das Übereinkommen auf einer Konferenz in Bretton Woods im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire im Juli 1944. Derzeitige Mitgliedschaft: 182 Länder. Im Übereinkommen verankerte Ziele: Der IWF wurde geschaffen, um die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Währungspolitik zu fördern; die Ausweitung und ein ausgewogenes Wachstum des Welthandels zu erleichtern; die Stabilität der Wechselkurse zu fördern; bei der Errichtung eines multilateralen Zahlungssystems mitzuwirken; den Mitgliedsländern in Zahlungsbilanzschwierigkeiten die allgemeinen Fondsmittel zeitweilig und unter angemessenen Sicherungen zur Verfügung zu stellen und die Dauer und das Ausmaß der Ungleichgewichte der internationalen Zahlungsbilanzen der Mitgliedsländer zu verringern. Tätigkeitsbereiche: Überwachung ist das Verfahren, mit dem der IWF die Wechselkurspolitik seiner Mitgliedsländer im Rahmen einer umfassenden Analyse der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der wirtschaftspolitischen Strategie eines jeden Mitgliedslandes beurteilt. ... Finanzhilfen schließen Kredite und Darlehen ein, die der IWF Mitgliedsländern in Zahlungsbilanzschwierigkeiten zur Unterstützung ihrer wirtschaftlichen Anpassungs- und Reformmaßnahmen gewährt. Technische Hilfe besteht aus Fachkenntnissen und Unterstützung, die der IWF seinen Mitgliedsländern in mehreren Bereichen zur Verfügung stellt.
Die Weltbank Die Weltbank ist eine Sonderorganisation der UNO und wurde 1944 auf der Grundlage des Abkommen von Bretton Woods gegründet. Ihre amtliche Bezeichnung lautet Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Sie ist Teil einer weltweit organisierten und agierenden Bankengruppe, der so genannten Weltbankgruppe. Organe: Jedes der mehr als 180 Mitgliedsländer entsendet einen Gouverneur in das oberste Gremium der Weltbank, den Gouverneursrat. In der Regel sind dies die Wirtschaftsminister oder Notenbankpräsidenten der Nationalstaaten. Die laufenden Geschäfte führt das Exekutivdirektorium, dem 24 Mitglieder angehören. Fünf Direktoren des Gremiums werden von den fünf Mitgliedstaaten mit den höchsten Kapitalanteilen ernannt. Das Gremium wählt für fünf Jahre den Präsidenten der Weltbank, der satzungsgemäß ein US-amerikanischer Staatsbürger sein muss. Das Stimmrecht der Mitgliedsländer entspricht ihrem Anteil am Weltbankkapital. Tätigkeit: Bis in die 1970er-Jahre förderte die Weltbank vorrangig die wirtschaftliche Infrastruktur der kreditnehmenden Länder. Seither fördert sie zunehmend Maßnahmen der ländlichen Entwicklung und der Grundbedürfnisstrategie ("armutsorientierte Strategie") unter Einbeziehung umweltpolitischer Aspekte. Die projektgebundenen Kredite und Strukturanpassungskredite laufen meist für 15 bis 20 Jahre und werden zu den an internationalen Finanzmärkten üblichen Zinsen vergeben. Nach: Der Brockhaus multimedial 2004 premium. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim 2004.
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