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Zeitschrift Kinder in
Deutschland Kinder
und Familie
Heft
3/2004,
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Statt eines VorwortsDer Abschied fällt mir schwer! Nach über achtundzwanzig Jahren trete ich am 1. Oktober als Leiter der Landeszentrale in den Ruhestand. Die Aufgabe hat mir insgesamt viel Freude gemacht. Ganz besonders ans Herz gewachsen aber ist mir die Zeitschrift "Politik & Unterricht". In der gesamten Zeit bin ich Chefredakteur der Zeitschrift gewesen. Es sind viele, viele Hefte gewesen, die wir von 1976 bis 2004 in die Schulen und andere Bildungseinrichtungen geschickt haben, um die politische Bildung zu beleben. In keinem Fach verändern sich Sachverhalte und Daten so stark und schnell wie in Gemeinschaftskunde. Die Lehrerinnen und Lehrer sind für einen qualifizierten Unterricht auf Hilfe angewiesen. Diese Hilfe möchte die Zeitschrift anbieten. Sie greift deshalb wichtige Themen auf, die in den Lehrplänen ausgewiesen sind. Bei Veränderungen im schulischen Bereich versucht sie die Prozesse zu erleichtern, indem sie gangbare Wege aufzeigt. Immer wieder hat die Zeitschrift aber auch ganz bewusst Fragen aufgegriffen, die nicht in den Lehrplänen standen, die aber die Fantasie beflügeln konnten, die in unseren Schulen ja nicht zu kurz kommen soll. Auch kreative Methoden hatten immer Platz in "Politik & Unterricht". Unsere Zeitschrift hatte immer die Absicht, für alle Schularten Angebote zu machen. Dieser Spagat ist nur selten gelungen. Die Hauptschulen und das berufliche Schulwesen kamen zu kurz. Hier sind weitere Anstrengungen notwendig. Zum Gelingen einer Zeitschrift gehören viele. Die geschäftsführende Redaktion hat alle Fäden in der Hand. Darum ist es wichtig, wer diese Position inne hat. Hier haben wir Glück gehabt mit Wolfgang Pohl, Otto Bauschert und Reinhold Weber, der diese Aufgabe erst vor kurzem übernommen hat. Ein richtiger Segen ist die Redaktion der Zeitschrift, die kompetent und streng, aber immer fröhlich und in gutem Geist den Kurs festlegt und viel zur Qualität der Zeitschrift beiträgt. Zu den Gründungsvätern gehören - neben dem unvergessenen Ernst Jung - die noch aktiven Ernst-Reinhard Beck und Horst Neumann, zu denen bald Ulrich Manz stieß. Später kamen Karin Schröer, Jutta Ernst-Schmidt und Angelika Schober-Penz hinzu. Nicht vergessen dürfen wir die vielen Autorinnen und Autoren, die der Zeitschrift Gesicht und Profil geben. Wir hatten fast immer Glück, qualifizierte Leute zu finden, die auch bereit und willens waren, auf die Bedürfnisse der Zeitschrift und der Schulen einzugehen. Auch der Verlag verdient Erwähnung. Die ganze Zeit über konnten wir mit dem Neckar-Verlag zusammenarbeiten. Das war eine feine Sache, weil das nicht nur eine ökonomische oder bürokratische Liaison war. Immer hatten wir den angenehmen Eindruck, dass der Verlag die Zeitschrift auch als sein Kind betrachtete. Auch das Kultusministerium hat die Zeitschrift stets mit Wohlwollen begleitet und hat das durch die Vorworte immer unterstrichen. Alle Mühen richten sich schließlich auf die Leserinnen und Leser, die das Heft bzw. einzelne Bausteine und Materialien in den Unterricht hineintragen. Wir haben immer wieder versucht, durch Leser-Seminare und Umfragen die Meinung der Nutzer zu erfahren und die Anliegen aufzunehmen. Wir haben den Eindruck, dass uns das im Großen und Ganzen gelungen ist. Auch die starke Nachfrage zeigt, dass die Leserschaft zufrieden ist. Auch in Zukunft benötigen wir "Politik & Unterricht" - noch mehr als in der Vergangenheit. Ich danke von Herzen allen, die mit der Zeitschrift verbunden waren und sind. Ich hoffe und wünsche, dass es "Politik & Unterricht" auch künftig gelingt, am Puls der Zeit und der Bedürfnisse zu bleiben und den so wichtigen politischen Unterricht in den Schulen wirksam zu unterstützen. Dr. h. c. Siegfried Schiele
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