Zeitschrift 

Kinder in Deutschland
Familie - Freizeit - Konsum

Kinder und Familie

Kinder in der Freizeit- und Erlebnisgesellschaft

Kinder und Konsum

 

Heft 3/2004, 
Hrsg.: LpB

 



 

Inhaltsverzeichnis

C1 - C7

Wie entsteht das Konsumverhalten?


C1

Quelle: Globus Infografik GmbH


 

C2  "Taschengeld bei Bedarf"

Die Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben immer mehr Geld zur Verfügung (...). Wichtigste Einnahmequelle der Sechs- bis Vierzehnjährigen ist das Taschengeld (...). Bei den Einnahmen der Sechs- bis Neunjährigen sei eine Verlagerung vom regelmäßigen Taschengeld hin zum "Taschengeld bei Bedarf" und zu unregelmäßigen Geldzuwendungen zu beobachten, heißt es in einer Studie. "Es scheint, als ob die Eltern mit einem regelmäßigen Taschengeld bei dieser Altergruppe eher negative Erfahrungen gemacht hätten, dass das Geld sinnlos für Dinge ausgegeben wurde, ohne dass die Eltern Einfluss auf die Kaufentscheidung gehabt hätten", so die Projektleiterin (...). Da bei Kindern aber weiterhin ein "erheblicher Mehrbedarf" an Produkten und Markenprodukten bestehe, bekämen sie das Geld bei Bedarf. "Damit riskieren die Eltern nicht, dass ihre Kinder als Außenseiter dastehen, behalten aber trotzdem die Kontrolle über die Ausgaben" (...).

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24. Juli 2000

 

 

Fragen zu C 1 und C 2:

  1. Wofür bekommst du das Geld, über das du verfügen kannst? Und wofür gibst du dein Geld aus?
  2. Welche Vor- und Nachteile hat ein regelmäßiges Taschengeld gegenüber dem "Taschengeld bei Bedarf" für dich?

 

 


 

C3  Werbestrategien

 

 

Fotos: picture-alliance/dpa

 

Fragen zu C 3:

Betrachte die drei Fotos genau. Welche Werbestrategien werden genutzt, um das Interesse für ein bestimmtes Produkt zu wecken? Kennst du andere Werbestrategien und wo begegnen dir diese?

 

 


 

C4  Hab ich doch schon alles!

Zeichnung: Mester


 

C5  Statussymbole

Statussymbole machen auch bei Kindern Eindruck und verschaffen Prestige. Wie stark erhöhen welche Statussymbole deiner Meinung nach das Ansehen bei den anderen?

  nicht wenig sehr
Besitz (Spielzeug, Bücher, Comics, Kleider, Sportausrüstung usw.)      
Familienbesitz (Haus, Garten, Spielzimmer, Auto usw.)      
Beliebtheit bei Altersgenossen      
Erfolg bei Sport und Spiel      
Erfolg in der Schule      
Berufe der Eltern      
Reisen (Häufigkeit und Ziele)      

 


 

C6

Foto: Baumann


 

C7  Handy-Besitzer

Kinder im Alter zwischen sechs und neun Jahren haben ein Lieblingseis und einen Lieblings-Schokoriegel (...). Sie haben auch einen Lieblingsbrotaufstrich (...) und sogar ein Lieblingsshampoo (...). Das ist alles nicht verwunderlich, sind doch schon die Kinder im Grundschulalter beliebte Opfer der Werbeindustrie, und viele Eltern geben den Konsumwünschen der Kleinen nach, damit der Haussegen nicht schief hängt. Dass aber diese Kinder, die gerade erst das Fahrrad fahren gelernt haben und noch viele Jahre mit ihrer Mutter zum Zahnarzt gehen werden, schon eine eindeutige Markenvorliebe bei Mobiltelefonen haben, ja sogar einen Netzanbieter vorziehen, gibt Kulturpessimisten Futter (...).

Nach jeder Fahrt in einem Regionalexpress weiß man, dass Mobiltelefone eine unglaubliche Faszination auf Kinder und Jugendliche ausüben. (...) Das Handy, so folgern die Autoren der Studie, gehöre inzwischen zum Alltag der Kinder und Jugendlichen wie das Fahrrad, die Inline-Skates oder der Fotoapparat. Wer kein Handy als Kommunikationsmittel oder Prestigeobjekt besitzt, ist bald "out". Die meisten jungen Handy-Besitzer benutzen Telefonkarten mit einem darauf geladenen Betrag. Wie viel Taschengeld für das Telefonieren und für Botschaften verschicken ausgegeben werden, erfasst die Studie nicht. (...)

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. Juli 2001

 

Foto: picture alliance/ZB


 


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