Zeitschrift 

Der Seminarkurs
 

Ein Weg zur Methodenkompetenz

Methodentraining als Vorbereitung
Ein Erfahrungsbericht: Neue Armut
Die Präsentation und ihre Bewertung

Heft 3/2002 , Hrsg.: LpB

 



 

Inhaltsverzeichnis


A1-A13 Methodentraining als Vorbereitung
A 1 Methodenblume

Als Ergänzung zur Methodenblume können die auf den Blütenblättern genannten Methoden in einem Methodenkompendium beschrieben werden (A 2 bis A 13). Die hier vorgestellte Auswahl berücksichtigt zum Beispiel nicht die in der Langzeit- und Projektarbeit benötigten Methoden (hierzu: Seminarkursbuch, LEU 99/14). Das Kompendium wurde zusammengestellt von Michael Bach, Ursula Kolberg, Kerstin Wattenbach und Roland Knoblauch.

 

A 2  Aktiv lesen


Warum? Meist bleibt wenig oder gar nichts hängen: Blasses und eintöniges Unterstreichen mit Bleistift oder Kugelschreiber, wahlloses oder flächendeckendes Markieren. Die Alternative heißt:

Systematisches Lesen mit der Fünf-Schritt-Methode

1. Überfliegen und Überblick gewinnen
2. Fragen an den Text richten
3. Gründlich lesen
4. Abschnitthaft zusammenfassen
5. Den Gesamttext wiederholen oder im Überblick rekapitulieren

Einprägsames Markieren
Markierungsregeln beachten:


• Nur Wichtiges hervorheben
• Nicht ganze Sätze unterstreichen, sondern Hauptbegriffe und Schlüsselwörter
• Unbekannte Begriffe markieren
• Mit Farbstiften systematisieren
• Randnotizen machen, zum Beispiel:

? = Frage
! = gute Anregung
+ = Vorteil
- = Nachteil
A 3  Informationen aus Fachtexten erschließen


Fachtexte gehören zu den wichtigsten Informationsquellen - auch im Zeitalter des Internets. Im systematischen Umgang mit dem Medium Text fühlen sich viele Schüler aber unsicher. Es ist deshalb eine gezielte Einübung von rationellen Arbeitstechniken nötig, die helfen können, selbstständig Fachtexte auszuwerten - als Voraussetzung für das tiefere Verständnis von Texten im Unterricht.

Zu solchen Arbeitstechniken gehören die Lesetechnik (unterstreichen und Randzeichen) und die eigenständige Wiedergabe des Inhalts und der Struktur des Textes (=exzerpieren). Vgl. A 2: Aktiv lesen

Exzerpieren

1 Das gedankliche Gerippe des Textes sichtbar machen durch Unterstreichung von:
• Hauptbegriffen (Schlüsselwörtern)
• und ihren Erläuterungen
• sowie den Kerninformationen.
2 Die einzelnen Sinnabschnitte des Textes mit Hilfe von Überschriften zusammenfassen. Dabei die Bedeutung der Sinnabschnitte für das Textganze berücksichtigen:
- Einleitung, Überleitung, Fragestellung, Hauptteil, Lösungen, Schluss; oder:
- die Argumentationsstruktur des Textes verdeutlichen: Behauptung,                Begründung, Beispiel, Fakten, Schlussfolgerung, Zusammenfassung, Definitionen
3 Anschließend den Textinhalt in eigenen Worten zusammenfassen und dabei die gedankliche Ordnung des Textes sichtbar machen. Bewährt hat sich folgende Einteilung des DIN-A4-Blattes:

 

A 4 Texte visualisieren

 Visualisierungen bieten sich an, um Texte und Textinhalte zu ordnen, Verbindungen zu erkennen und Zusammenhänge herzustellen. Visualisierungen können Zeichnungen, Diagramme, Tabellen oder Skizzen sein. Eine besondere Form ist das Mindmap.

Regeln des Mind-Mappings

1. Thema in die Mitte eines Papierbogens schreiben

2. Hauptgedanken als Äste dem zentralen Thema hinzufügen

3. Fortführende Gedanken als Zweige der Haupt-äste darstellen

4. Linien möglichst waagrecht anordnen

5. Sich auf wenige Wörter beschränken

6. Gegebenenfalls Farben, Formen, Symbole, Pfeile verwenden

 

A 5 "Begriffsbäume"

 Mit Hilfe von Begriffsbäumen lässt sich der Zusammenhang von Begriffen durch ihre hierarchische Vernetzung, also die Unterscheidung von Ober- und Unterbegriffen veranschaulichen. Nach dem Prinzip der Zuordnung von Begriffen zu Ober- und Unterbegriffen werden Begriffe in Lexikonartikeln definiert. Begriffsbäume bilden auch die begriffliche Logik von Fachsprachen ab. Sie sind deshalb geeignet, um nach Phasen der Wissensvermittlung im Unterricht das Wissen übersichtlich und logisch zu ordnen.

Einen praktischen Nutzen hat die Anfertigung von Begriffsbäumen bei der strukturierten Internet-Recherche: Man kann leicht zugängliche Informationsquellen nutzen (Lehrbuch, Lexikon, Zeitschriften), um die Begriffe kennen zu lernen, die für ein bestimmtes Thema wichtig sind. Mit Hilfe des Begriffsbaumes lassen sich diese Begriffe in einen Zusammenhang bringen. Die so ermittelte Begriffsstruktur kann in eine Abfrage umgewandelt werden: Hierarchische Verknüpfungen lassen sich z.B. durch eine UND-Verknüpfung ("Pferd" UND "Einhufer") ausdrücken oder durch eine ODER-Verknüpfung ("Pferd ODER Pferdekrankheiten"). Bei der Suche nach einzelnen Begriffen im Begriffsbaum empfiehlt es sich, auf der mittleren oder unteren Hierarchieebene einzusteigen, um eine zu hohe Trefferquote zu vermeiden.

Nach: Steinhaus, Recherche im Internet; München 1998

 

              (Höhere) Wirbeltiere

 

A 6  Klassenarbeiten und Prüfungen vorbereiten

Prüfungsvorbereitung planen

Wenn der Termin feststeht, zuerst den Lernstoff bestimmen: Welches ist der genaue Lernstoff? Was wird gefragt? Was kann ich bereits? Was muss ich noch lernen? Dann Teilziele formulieren. Mögliche Teilziele beim Referatschreiben: Gedankensammlung, vorläufige Gliederung, Stoffsammlung, endgültige Gliederung, Niederschrift. Termine setzen! Beispiel: "Bis zum 25.02. Thema ‚Kostenrechnung' durcharbeiten". Teilziele und Termine aufschreiben.

Prüfungsvorbereitung durchführen

Den Stoff in Übungseinheiten zerlegen. Arbeit auf verschiedene Tage verteilen. Lernregeln beachten (viel schreiben und zeichnen). Schwierigen Stoff nochmals aufschreiben und öfter wiederholen. Zusammenhänge verdeutlichen (Mindmap). Auf dem Terminplan erreichte Ziele abhaken oder durchstreichen.

Vorbereitungsgruppe bilden

Nicht mehr als fünf Mitglieder. Alle Gruppenmitglieder sollten ungefähr den gleichen Lernstand haben. Gruppenzusammensetzung über längere Zeit beibehalten. Vereinbarten Lernstoff zu Hause erarbeiten und in den Gruppensitzungen Fragen, Probleme, Schwierigkeiten behandeln.

Der Tag vor der Prüfung

Nicht mehr für die Prüfung lernen. Etwas Schönes machen (eine Fahrradtour, ein Picknick mit Freunden, die keine Prüfung haben), sich erholen und gut schlafen

.

A 7  Schaubilder analysieren
1.  Um eine Grafik zu verstehen, sollten Sie sich mit ihrem Aufbau auseinander setzen.
Verschaffen Sie sich zunächst Klarheit über das Thema der Grafik, indem Sie deren Titel aufmerksam lesen.
2.  Informieren Sie sich anschließend über die Beschriftungen der X-Achse (Waagrechte) und Y-Achse (Senkrechte), um festzustellen, was überhaupt auf beiden Achsen abgetragen ist. Hierbei empfiehlt sich ein kritischer Blick auf die gewählten Achseneinheiten, denn auch Sachverhalte in Diagrammen können manipuliert dargestellt werden.
3. Klären Sie mit Hilfe der Legende, was die in der Grafik verwendeten Farben, Schraffierungen, Schattierungen oder Symbole bedeuten.
4.  Betrachten Sie nun die dargestellten Datenreihen (zunächst isoliert voneinander).
5. Die wesentlichen Aussagen eines Diagramms müssen dann noch schriftlich festgehalten werden.

Nach: Volker Brumann, Peter Schwafferts: Deutsch in Aktion. Informationsmanagement, Bad Homburg 1999, S. 32,33

 

A 8 Internetrecherche

 Suchstrategien anwenden

1. Orientierungsphase
Mit Hilfe von Lexika und Fachtexten werden grundlegende Begriffe zum Thema gesammelt.

2. Vorbereitungsphase
Mittels eines Begriffsbaumes wird das Thema strukturiert. Suche nach weiteren Informationsangeboten zum Thema.

3. Suchphase
Jetzt beginnt die konkrete Suche im Internet. Man unterscheidet:Intuitive Suche: Suche aufgrund von Namensvermutungen

Kumulative Suche: Schneeballsystem: ein Buch als Ausgangspunkt - Literaturverzeichnis - dort genannte Autoren - deren Bücher - die dortigen Literaturverzeichnisse usw.

Systematische Suche: Suche nach Grundlageninformationen

Strukturierte Suche: "Begriffsbaum" zum Thema anfertigen, nach Begriffen suchen
Suchmaschinen nutzen: Suchworte eingeben

4. Auswertungsphase:
Nachbereitung der gefundenen Informationen

 

A 9  Informationen in Bibliotheken suchen

Katalogsysteme

Alphabetischer Hauptkatalog (Verfasserkatalog):Er ordnet die Schriften (keine Zeitschriften) nach dem Alphabet des Verfassernamens.

Schlagwortkatalog:Die Bücher sind ihrem Inhalt entsprechend unter bestimmten Schlagwörtern eingeordnet. Die Schlagwortkarten sind alphabetisch geordnet.

Zeitschriftenkatalog: Er gibt Auskunft über Zeitschriften, die in der Bibliothek vorrätig sind. Zeitschriften können in der Regel nicht ausgeliehen werden.

Bibliographien: Bibliographien sind Verzeichnisse von Büchern und Artikeln, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes zu einem bestimmten Thema erschienen sind. Sie sind in der Regel alphabetisch nach Verfassernamen und Schlagwörtern geordnet.

Nach Regula D. Schräder-Naef: Der Lern-Trainer für die Oberstufe, Weinheim und Basel 1992

 

A 10  Teamsitzungen effektiv gestalten


Sieben Fragen, die zu effizienten Teamsitzungen führen

1. Worum geht es? Tagesordnung aufstellen. Nicht zu viele Tagesordnungspunkte aufnehmen, weil es frustrierend ist, wenn nicht alle abgehakt werden können.

2. Hausaufgaben gemacht? Jeder sollte sich auf die Sitzung vorbereiten.

3. Zeitrahmen klar? Dauer der verschiedenen Tagesordnungspunkte und das Ende der Sitzung festlegen. Eine Teamsitzung sollte möglichst nicht länger als eine Stunde dauern, weil nach 45 Minuten die Konzentrationsfähigkeit abnimmt. Grobe Zeiteinteilung: ein Fünftel der Zeit für Zielformulierung; 40 Prozent für Problemanalyse; mindestens 30 Prozent für das Sammeln und Bewerten von Lösungsvorschlägen; Rest für Entschlussfassung. Mit Hilfe einer Uhr auf dem Tisch die Einhaltung des Zeitplans kontrollieren (eventuell einen Teilnehmer als Controller einsetzen).

4. Wer ist Gesprächsleiter? Der Gesprächsleiter organisiert den Besprechungsablauf (Tagesordnung und Zeitrahmen festlegen, Sprecherwechsel regeln), achtet auf eine zielgerichtete Themenbearbeitung und stellt eine konstruktive Besprechungsatmosphäre her (Vielredner bremsen, Streitgespräche schlichten, ruhige Teilnehmer einbinden).

5. Wie geht's weiter? Aufgaben verteilen und Termine festlegen.

6. Alles verstanden? Das Besprochene und alle Ergebnisse in einem Protokoll zusammenfassen.

7. Wie war's? Um Gruppenprozess und Besprechungskultur zu verbessern, sollte eine Rückblende anhand der folgenden Fragen durchgeführt werden: Was ist gut gelaufen und warum? Was ist schlecht gelaufen und warum? Was wollen wir das nächste Mal beibehalten oder besser machen?

 

A 11  Arbeits- und Zeitplan erstellen

Arbeitsplan: In den Arbeitsplan werden laufende Termine eingetragen (z.B. Klassenarbeiten, Training). Einige Wochen oder Tage vorher Teilschritte (Arbeitspakete) überlegen (wie: Literatursuche, Exzerpte anfertigen, Gliederung erstellen, schriftliche Ausarbeitung) und über Tage verteilen. Mögliche Formen des Zeitplans: Terminplan (Taschenkalender) mit Übersicht; Terminposter als Arbeitsplan gut sichtbar aufhängen.

Wochenplanung: Basierend auf dem Stundenplan Lernblöcke festlegen. Dabei Zeiten, in denen man am leistungsfähigsten ist, beachten. Auch Freizeit und Erholung einplanen. Nach drei bis vier Stunden konzentrierten Lernens eine ein- bis eineinhalbstündige Pause reservieren.

Tagesplanung: Dafür kann die ALPEN-Methode (nach L. Seiwert) eingesetzt werden:

Aufgaben und Arbeiten notieren, die erledigt werden müssen.

Länge der Tätigkeiten einschätzen. Dabei Pausen berücksichtigen. Etwa 10 bis 30 Prozent der Lernzeit sollte für Pausen verwendet werden. Höchstens 90 Minuten am Stück lernen, dann 10 Minuten

Pause einlegen. Bei anstrengenden Arbeiten, die viel Konzentration erfordern (z.B. Vokabellernen), schon eher eine Pause machen.

Entscheidung treffen über die Reihenfolge der Arbeiten (Muss- und Kann-Arbeiten unterscheiden).

Notizen über die Aufgabenplanung machen, Tagesplanung schriftlich festhalten.

Selbstbeobachtung, Selbstbewertung, Selbstbelohnung

Lerntagebuch führen (Blatt mit drei Spalten: Datum, Zeit, Fach) und jeden Lerntag bewerten (z.B. mit Plus (+), wenn die eigene Lerntätigkeit gut war, mit Minus (-), wenn sie schlecht war und mit Null (0), wenn sie weder als gut noch als schlecht angesehen wird). Bei guter Lernleistung kann man sich belohnen (zum Beispiel mit einem Kinobesuch, einem T-Shirt, einer CD).

 

A 12 Phasen in der Gruppenarbeit

 "Gruppen wachsen wie eine Puppe zum Schmetterling." (Dave Francis) Aus diesem Leitzitat kann entnommen werden, dass es eine gewisse Zeit braucht, bevor eine Gruppe von Menschen zu einer funktionierenden Gruppe gereift ist. Dieses Wachstum der Gruppen umfasst die Beziehung der Gruppenmitglieder zueinander sowie die Arbeit an der Aufgabenstellung.

Gruppen durchlaufen gewisse Phasen, in denen diese Beziehung der Teilnehmer und die Standards ihrer Zusammenarbeit (meist unbewusst) geklärt werden. Dabei sind phasenweise auftretende Spannungen normal. Je bewusster Gruppen mit solchen Spannungen umgehen und sich über die Beziehung zueinander, die Erwartungen und Ziele immer wieder verständigen, um so effektiver ist die Zusammenarbeit.

Phase 1: Testphase

Beziehungsebene: Gespannte Erwartung, Einschätzen der Situation und der Gruppenmitglieder, vorsichtiges Abtasten
Inhaltsebene: Kennenlernen der Aufgabe, Suche nach geeigneten Wegen zur Lösung der Aufgaben- oder Problemstellung

Phase 2: Nahkampfphase

Beziehungsebene: erste Beziehungen werden geknüpft, bestimmte Mitglieder übernehmen Schlüsselrollen; Positionskämpfe, Spannungen und (unterschwellige) Konflikte treten auf
Inhaltsebene: Schwierigkeiten mit der Aufgabe, Widerstand gegen die Aufgabe, mühsames Vorwärtskommen

Phase 3: Organisierungsphase

Beziehungsebene: Entwicklung eines Gruppenzusammenhalts, Einigung auf Regeln und Standards der Zusammenarbeit
Inhaltsebene: Beginn der produktiven Arbeit

Phase 4: Verschmelzungsphase

Beziehungsebene: gefestigte, arbeitsfähige Gruppe, Konflikte werden angesprochen und es wird an ihrer Lösung gearbeitet
Inhaltsebene: Arbeit an der Aufgabe, Entwicklung von Problemlösungen

Nach: E. Philip: Teamentwicklung in der Schule; Weinheim, Basel: Beltz 1996, S.29 ff.

 

A 13  Rollen in der Gruppenarbeit

Überlässt man Gruppen sich selbst, übernehmen spontan einzelne Personen bestimmte Rollen, weitere Rollen werden im Lauf der Zeit besetzt, Rollen werden in Frage gestellt und vielleicht getauscht. Die Kenntnis und die Erfahrung über Rollenverteilung in Gruppen erleichtert die Teambildung und schafft die Einsicht in die Notwendigkeit, die wichtigsten Rollen zu Beginn einer Teamarbeit festzulegen. Wichtige Rollen sind:

Gesprächsleiter/Arbeitsleiter: Leitet das Gespräch, behält den Überblick, koordiniert die Arbeit, lädt zu weiteren Teamgesprächen ein.

Zeitwächter: Wacht über das Einhalten vorgegebener oder vereinbarter Zeit bei einzelnen Arbeitsschritten.

Aufgabenwächter: Achtet darauf, dass am Thema gearbeitet wird.

Regelwächter: Achtet darauf, dass vereinbarte Regeln eingehalten werden.

Protokollant: Schreibt die Ergebnisse so auf, dass sie für die Weiterarbeit oder die Vorbereitung der Präsentation dienlich sind. (Trotzdem sollten alle Gruppenmitglieder bei der Arbeit mitschreiben, damit die Arbeit auch fortgesetzt werden kann, wenn der Protokollant bei der nächsten Sitzung fehlt.)

Konfliktlotse: Hilft in Streitfällen zu einer für alle tragbaren Lösung zu kommen. Er selbst darf dabei nicht in den Streit verwickelt sein, sonst muss ein anderes Teammitglied diese Rolle übernehmen.

Auf die besondere Rolle eines Präsentators wird hier verzichtet. Geht es nur um den Bericht, zu welchen Ergebnissen die Gruppe gekommen ist, wird diese Rolle sinnvollerweise vom Protokollanten übernommen. Sind die Arbeitsergebnisse umfangreicher, sollten sie vom gesamten Team präsentiert werden. Dabei genügt es nicht, wenn die Gruppe vor dem Plenum steht und einer spricht, sondern jedes Teammitglied hat eine klare Präsentationsaufgabe.

Rangordnungen

Gruppen bilden nicht nur funktionelle Aufgabenverteilungen, sondern auch Rangordnungen heraus. Es ist nützlich, sein eigenes Verhalten und seinen Beitrag zur Gruppenarbeit kritisch zu prüfen.

Alpha: Leitung
Gruppeneigener Leiter, Gruppensprecher, Initiator von Aktivitäten, Vertreter von Gruppenwerten; jemand, der für Ausgleich und Konfliktlösung sorgt

Beta: Fachmann/ Fachfrau
Sachverständiger, Ideenträger, Initiator von Denkansätzen, Organisator

Gamma: Mitläufer
Helfer, der Humorvolle, der stille Treue

Omega: Außenseiter
Gruppenclown, Sündenbock, Schweiger

Nach: Gustav Keller/Wilhelm Hitzler: Schlüssel-Qualifikations-Training; Donauwörth: Auer 2001, S. 96 ff.; und Günther Gugel, Methodenmanual I; Weinheim und Basel: Beltz 1997, S. 36

 


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