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Zeitschrift Europa wählt - Europa wählt
Heft
1-2/2004, |
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Nicht ganz einfach war ... die Schulpartnerschaft, die die Realschule Oberesslingen (RSO) 1996 mit der ZSP Nr. 2 in der Schwesterstadt Piotrkòw Trybujnalski einging. "Wir hatten mit Vorurteilen zu kämpfen, nicht bei den Schülern, aber bei den Eltern", gestand Realschulrektor Hartmut Selke. Dass die Jugendlichen keinerlei Berührungsängste hatten und haben, bestätigen die beiden RSO-Schülerinnen Annalena Kolb und Ursula Brutscher. "Alle Leute in Piotrkòw sind sehr nett und gastfreundlich und wir haben bis heute Kontakt zu unseren Austauscheltern", schildern sie ihre Erlebnisse und beantworten damit zugleich die Frage, ob die Begegnungen die Menschen einander näher gebracht haben. "Auf jeden Fall sind wir uns näher gekommen", unterstrich Wladylaw Adaszek von der Piotrkòwer Ost-West-Gesellschaft. "Wir konnten neue Formen des Lebens und neue Dinge kennen lernen." Für Adaszek ist die Partnerschaft "das Fundament für den Bau des europäischen Hauses, und deshalb legen wir auch großen Wert darauf, dass sich unsere Jugend begegnet." Dass Fahrten nach Polen aber noch weit davon entfernt sind, ein "Selbstläufer" zu werden, weiß Elke Demirbas von der Esslinger West-Ost-Gesellschaft. "Es gelingt nur dann Jugendliche einzubinden, wenn es von oben, also im Rahmen einer Schulpartnerschaft iniziiert wird." Esslinger Zeitung, 21. Juni 2002.
Schüleraustausch zwischen allgemein bildenden und beruflichen Schulen in Baden-Württemberg und Schulen in den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern (Stand 2002)
Quelle: Mitteilung des Ministeriums für Kultus und Sport Baden-Württemberg.
Die Schulpartnerschaft mit der Éltes-Mótyás-iskoláközpont in Pécs/Ungarn wurde am 20. November 1999 mit einem offiziellen Partnerschaftsvertrag beim Lebkuchenfest in Fellbach besiegelt. Als Paten unterstützen die Landräte und Oberbürgermeister beider Städte die Partnerschaft. Inzwischen fanden mehrere Schüler- und Lehreraufenthalte sowohl in Pécs als auch in Fellbach statt. Auch auf Elternebene wurden Kontakte geknüpft. Zahlreiche Freundschaften und Bekanntschaften wurden geschlossen und in Telefon- bzw. Briefkontakten weitergeführt. Ministerium für Kultus und Sport Baden-Württemberg (Hrsg.): Begegnungen über Grenzen hinweg. Stuttgart 2000, S. 17f.
Seit über 25 Jahren bestehen bereits Kontakte zwischen Singen am Hohentwiel und der Stadt Celje im Nordosten Sloweniens. Die ersten Kontakte gehen in die 1970er-Jahre zurück. Damals baute die IG-Metall Singen Beziehungen zu den Gewerkschaften in Celje auf. Die nach 1945 verstaatlichten Wirtschaftszweige, aber auch einzelne Betriebe, sollten zum Thema Dezentralisierung beraten werden. Zeitgleich … entstand eine Chorfreundschaft zwischen dem Singener Männerchor Konkordia und dem Kammerchor Celje. Im Laufe der Jahre entwickelte sich somit ein Austausch im Sport- und Kulturbereich. Diese Verbreiterung in unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche hinein führte schließlich zur Besiegelung der Städtepartnerschaft, die 1989 in Singen und 1990 in Celje unterzeichnet wurde. Die erste Bewährungsprobe musste die Partnerstadt gleich im ersten Jahr beweisen: Celje wurde von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht. Die Singener Feuerwehr, das Rote Kreuz und das Krankenhaus leisteten Hilfe - ein Freundschaftsdienst, der die Institutionen bis heute sehr eng zusammenführte. Insbesondere das Rote Kreuz war in den vergangenen Jahren immer wieder gefordert, die Flüchtlinge aus den Krisengebieten (zunächst aus Kroatien, später dann aus Bosnien), die in Celje untergebracht waren, mit zu versorgen. Viele Begegnungen und Hilfstransporte fanden seither statt. Im Gegensatz zu den anderen Singener Partnerstädten gibt es hier auch Ansätze zu einem wirtschaftlichen Austausch: So präsentieren sich beispielsweise einige Singener Betriebe und die Industrie- und Handelskammer auf der jährlich in Celje stattfindenden Gewerbemesse. Quelle: www.in-singen.de (Partnerstädte)
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