Zeitschrift 

Europa wählt -
Europa wird größer!

Europa wählt

Europa wird größer

Europa wird anders

Perspektiven, Chancen und Probleme

 

Heft 1-2/2004, 
Hrsg.: LpB



 

Inhaltsverzeichnis

C5 - C16

Länderprofile: Die neuen Mitgliedstaaten


 

C5 

Bulgarien

Die Banybashi Moschee in Sofia ist eines von zahlreichen Beispielen islamischer Architektur in Bulgarien.

Aktuelle Politik:

Aktueller Konfliktpunkt ist das AKW Kosloduj. Wie von der EU gefordert, wurden zwei Blöcke abgeschaltet und die Stilllegung zweier weiterer Blöcke zugesagt. Brüssel macht davon eine Aufnahme Bulgariens in die EU abhängig. Das höchste Gericht Bulgariens entschied jedoch, dass die Zusage an Brüssel nicht mit geltendem nationalen Recht vereinbar sei. Der Verzicht auf die Stromgewinnung aus dem Atomkraftwerk ist unpopulär, weil hier 40% des Stroms in Bulgarien erzeugt und der Strom u.a. in die Nachbarländer exportiert wird.

In ihrem letzten Bericht bescheinigte die EU-Kommission Bulgarien eine funktionierende Marktwirtschaft und gute Fortschritte bei den Strukturreformen. Nur langsam aber schreitet die Privatisierung der Wirtschaft voran. Seit Anfang 2000 wird mit der EU über den Beitritt verhandelt. 2007 soll es so weit sein.

Historisches: Bulgarien wurde 681 gegründet und ist einer der ältesten Staaten Europas. 1878 wird das unter osmanischer Herrschaft stehende Land geteilt. Donau- und Hochbulgarien wird tributpflichtiges Fürstentum; Ostrumelien erhält Autonomie unter einem christlichen Gouverneur. 1879 und 1887 wird jeweils ein Deutscher zum Fürsten von Bulgarien gewählt. 1908 wird Bulgarien unabhängiges Zarenreich. 1946 wird nach einer Volksabstimmung die Monarchie abgeschafft und die Volksrepublik Bulgarien mit kommunistischer Prägung ausgerufen. 1971 tritt eine Verfassung nach dem Vorbild der UdSSR in Kraft. 1989 beginnt der Demokratisierungsprozess. 1991 wird eine neue republikanische Verfassung verabschiedet.

Besonderheiten: Zwei große Gebirgszüge gliedern das Land in vier Regionen: das Nordbulgarische Donauhügelland, das Balkangebirge, die Thrakische Niederung und die Rhodopen.

Republik Bulgarien (Republika Bulgarija)

Hauptstadt: Sofia (Sofija) PKW-Kennzeichen: BG
Fläche: 110.912 km2
Einwohner: 7,8 Mio. Einwohner pro km2: 70
Bevölkerungsgruppen: 84% Bulgaren, 9,5% Türken, 4,6% Roma u.a. Minderheiten (z.B. Armenier, Russen)
Sprachen: Bulgarisch (Amtssprache); daneben Türkisch und Umgangssprachen anderer Minderheiten
Religionen: 86% orthodoxe Christen, 13% Muslime u.a. Minderheiten
Urbanisierungsgrad: 68% Bev.wachstum 1980-2001: -0,5 %
Währung: 1 Lew = 100 Stótinki = ca. 0,52 EUR
BIP gesamt: 15,2 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 14%, Industrie 28%, Dienstleistungen 58%

 

 

C6 

Estland

Die Altstadt von Tallinn.

Aktuelle Politik:

Das Fehlen dominierender Parteien hat seit 1991 zu einem zehnmaligen Regierungswechsel geführt. Alle bisherigen Regierungen waren sich jedoch im Bemühen um eine schnelle Integration Estlands in die euro-atlantischen Strukturen einig. Mit der estnischen Unabhängigkeit bekam die russischsprachige Minderheit den Status von Nicht-Staatsangehörigen mit eingeschränkten politischen Mitwirkungsrechten. Aufenthaltsberechtigte Nicht-Esten haben nur das aktive Kommunalwahlrecht.

Historisches: 1230 wird Reval durch den Schwertbrüderorden mit Hilfe deutscher Kaufleute von der Insel Gotland gegründet. In der Blütezeit der Hanse gehören dieser die fünf bedeutendsten Städte des Landes an. Im 16. Jahrhundert ist Estland unter schwedischer Herrschaft. Im 19. Jahrhundert beginnt die Russifizierung des Landes. Erst nach 1918 wird Estland unabhängig. Eine demokratische Verfassung sichert den nationalen Minderheiten (Deutschen, Russen, Schweden) weit gehende kulturelle Autonomie. 1940 wird das Land gewaltsam in die UdSSR eingegliedert. 1990 proklamiert Estland den stufenweisen Übergang zur Unabhängigkeit. Die neue Verfassung tritt 1992 in Kraft.

Besonderheiten: Estland, der nördlichste und am dünnsten besiedelte der drei baltischen Staaten, ist nicht größer als Niedersachsen. Zu Estland gehören rund 1.400 Seen und ca. 1.500 Inseln. Fast die Hälfte des Landes ist von Wald bedeckt. Besonders eng sind die Verbindungen zu Finnland. Die beiden Hauptstädte Helsinki und Tallinn sind über den Finnischen Meerbusen nur einen Katzensprung voneinander entfernt. Tallinn gilt als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte in Europa. In der IT-Branche gilt Estland als eine der führenden Nationen in Europa. Ein Gesetz garantiert jedem Bürger als Grundrecht einen Internetzugang.

Republik Estland (Eesti Vabariik)

Hauptstadt: Tallinn (Reval) PKW-Kennzeichen: EST
Fläche: 45.100 km2
Einwohner: 1,4 Mio Einwohner pro km2: 31
Bevölkerungsgruppen: 65% Esten, 28% Russen; Minderheiten: Ukrainer, Weißrussen und Finnen
Sprachen: Estnisch (Amtssprache), daneben Russisch (rund 30% der Bev.)
Religionen: überwiegend Christen (Lutheraner), Minderheiten von Katholiken, Muslimen und Juden
Urbanisierungsgrad: 69% Bev.wachstum 1980-2001: -0,4%
Währung: 1 Estnische Krone = 100 Senti = ca. 0,06 EUR
BIP gesamt: 6,2 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 6%, Industrie 28%, Dienstleistungen 66%

 

 

C7 

Lettland

 

Das Freiheitsdenkmal in Riga symbolisiert die drei historischen Regionen Lettlands: Kurland, Livland und Lettgallen.

Aktuelle Politik:

Rund 30% der Einwohner Lettlands sind Russen. Für die Beobachtung der Minderheitenfrage wurde bis Ende 2001 eine OSZE-Mission eingesetzt. Die lettische Regierung hat durch die Schaffung eines Ministeriums für Integration ihren Willen zu weiteren Fortschritten in diesem Bereich deutlich gemacht. Ab 2004 wird dennoch Lettisch als einzige Unterrichtssprache eingeführt. Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Lettland betreffen vor allem Lettlands Funktion als Transitland für Erdöl und Erdgas. Im März 2003 unterbrach Russland seine Öllieferungen, weil es die russische Minderheit im Land diskriminiert sieht. Riga versucht derzeit zu verhindern, dass dieser wichtige Wirtschaftszweig unter die Kontrolle einer russischen Staatsfirma gerät. Jetzt soll die EU vermitteln.

Historisches: Um 1180 entdecken deutsche Kaufleute die von Liven besiedelte Düna-Mündung und nennen die Gegend Livland. Im 13. Jahrhundert wird Livland durch den Deutschen Orden christianisiert. Eine deutsche Ober- und Bürgerschicht ("Deutschbalten") herrscht über die einheimische Bauernbevölkerung. Es entsteht eine Konföderation feudaler Kleinstaaten als Bestandteil des Heiligen Römischen Reiches. Bis zum 15. Jahrhundert sind zehn altlivländische Städte Mitglieder der Hanse. Im 18. Jahrhundert kommen Livland und Estland als "deutsche Ostseeprovinzen" unter russische Herrschaft. 1940 wird der Anschluss Lettlands an die Sowjetunion erzwungen. Auch nach 1945 wird die massive Sowjetisierung fortgesetzt. 1990 proklamiert das Parlament die Wiederherstellung der souveränen Republik Lettland. Eine Volksbefragung bestätigt die Unabhängigkeit. Erst 1994 ziehen die letzten russischen Truppen ab.

Besonderheiten: Lettland ist der mittlere der drei baltischen Staaten. Es ist Teil der osteuropäischen Tiefebene und wird von der Düna (Daugava) durchschnitten, die in Riga in die gleichnamige Bucht mündet. Zahlreichen Seen machen fast 2% der Landesfläche aus, weitere 40% sind bewaldet und 5% sind Sümpfe und Moore. Riga wurde 1201 gegründet und ist die größte baltische Stadt. Die vorteilhafte geografische Lage im Zentrum des Baltikums macht Lettland zu einer Drehscheibe für den Handel. Der infrastrukturelle Ausbau (v.a. Verkehrswege) ist in vollem Gange. Die wasserreiche Landschaft, die mittelalterlichen Städte, Museen und Volksparks machen das Land auch für Touristen besonders attraktiv.

Republik Lettland (Latvijas Republika)

Hauptstadt: Riga PKW-Kennzeichen: LV
Fläche: 64.589 km2
Einwohner: 2,3 Mio. Einwohner pro km2: 37
Bevölkerungsgruppen: 58% Letten, 30% Russen u.a. Minderheiten (Weißrussen, Polen)
Sprachen: Lettisch (Amtssprache); 62% sprechen Lettisch, daneben spielt Russisch bei 36% eine wichtige Rolle
Religionen: 55% Lutheraner, 24% Katholiken, 9% Russisch-Orthodoxe
Urbanisierungsgrad: 60% Bev.wachstum 1980-2001: -0,4 %
Währung: 1 Lats = 100 Santims = ca. 1,52 EUR
BIP gesamt: 8,5 Mrd. EUR (2001), davon Landwirtschaft 5%, Industrie 26%, Dienstleistungen 69%

 

 

C8 

Litauen

 

Die historische Altstadt von Vilnius bei Nacht.

Aktuelle Politik: 

Probleme haben die Litauer vor allem mit der Energieversorgung. Denn nach den EU-Richtlinien muss das AKW in Ignalina, das ca. 80% der Elektrizität liefert, bis 2009 abgeschaltet werden. Dann wird Litauen von russischem Erdöl und Erdgas abhängig. Vertreter der russischen und polnischen Minderheiten (ca. 15% der Bevölkerung) protestierten gegen die sprachenpolitische Entscheidung von 1989, Litauisch zur Amtssprache zu machen.

Historisches: Nach der dritten polnischen Teilung zwischen Österreich, Preußen und Russland wird Litauen 1795 russisches Gouvernement. Die brutale Russifizierungspolitik bewirkt eine starke Auswanderungsbewegung nach Nordamerika und eine litauische Nationalbewegung. 1918 wird die unabhängige Republik Litauen proklamiert. 1941-1944 ist Litauen unter deutscher Besetzung. 1944 marschiert die russische Armee ein. Als erste sowjetische Unionsrepublik erklärt Litauen 1990 seine Unabhängigkeit. Die neue Verfassung tritt 1992 in Kraft. Das Land beginnt mit dem Aufbau eines eigenen Wirtschaftssystems. Heute ist die Privatisierung der bis 1990 staatlich gelenkten Wirtschaft nahezu abgeschlossen.

Besonderheiten: Litauen ist flächenmäßig das größte der drei baltischen Länder. Es ist ein wasserreiches Land mit zahlreichen Flüssen und über 4.000 Seen. Nördlich von Wilna liegt der geografische Mittelpunkt Europas. Die Universität Wilna ist eine der ältesten Europas (1579 gegründet). Die mittelalterliche Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Litauer werden als "globales Volk" bezeichnet, weil ein Drittel der Litauer außerhalb Litauens über die Welt verstreut lebt.

Republik Litauen (Lietuvos Respublika)

Hauptstadt: Wilna (Vilnius)  
PKW-Kennzeichen: LT
Fläche: 65.301 km2 Einwohner: 3,5 Mio.
Einwohner pro km2: 53
Bevölkerungsgruppen: 81% Litauer, 8% Russen, 7% Polen und andere Minderheiten
Sprachen: Litauisch (Amtssprache), Russisch, Polnisch
Religionen: 80% Katholiken, andere Minderheiten (Protestanten und orthodoxe Christen)
Urbanisierungsgrad: 69% Bev.wachstum: 1980-2001: 0,1%
Währung: 1 Litas = 100 Centas = ca. 0,29 EUR
BIP gesamt: 13,4 Mrd. Euro (2001), davon Land- und Forstwirtschaft 8%, Produzierendes Gewerbe 31%, Dienstleistungen 60%

 

 

C9 

Malta

 

Die prächtige Kathedrale von St. Johann in La Valetta.

Aktuelle Politik:

Malta ist künftig das kleinste EU-Mitglied. Wirtschaftlich aber ist die Insel fit für den EU-Binnenmarkt. Malta fürchtet Brüsseler Umweltauflagen, denn trotz der größten Autodichte in Europa sind Katalysatoren, Müllrecycling oder Kraftwerkfilter fast unbekannt. Malta erkämpfte sich 77 Sonderklauseln gegenüber der EU. U.a. bleibt das Abtreibungsverbot dem katholisch geprägten Land erhalten.

Historisches: 1530 belehnt Kaiser Karl V. den Johanniterorden mit Malta. 1798 beendet Napoleon Bonaparte die Ordensherrschaft. Malta sucht daraufhin den Schutz Großbritanniens. 1814 wird die Insel britische Kronkolonie und wichtiger Flottenstützpunkt. Seit 1920 haben die Malteser eine eigene Regierung und ein eigenes Parlament. Unter dem Schutz der britischen Krone wird die Inselgruppe 1964 unabhängig und ist seit 1974 Republik. 1979 zogen die letzten britischen Truppen ab. Heute ist Malta eine parlamentarische Demokratie im Commonwealth. Es besteht ein Zweiparteiensystem mit ungefähr gleich starken Parteien. Dies hat eine stark polarisierende Wirkung auf alle Bereiche des Lebens. Die Wahlbeteiligung liegt regelmäßig deutlich über 90%.

Besonderheiten: Die Inselgruppe südlich von Sizilien besteht aus Malta, Gozo und Comino. Malta ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Die maltesische Sprache ist dem Arabischen eng verwandt. So betet die mehrheitlich katholische Bevölkerung zu "Allah", denn Gott heißt auf maltesisch "Alla". Allein der Tourismus erwirtschaftet auf der attraktiven Insel etwa ein Drittel des Sozialprodukts. In Malta werden täglich mehr als 30.000 Paar Jeans für den EU-Markt produziert. Mit dem Beitritt wird die Ferieninsel zu einem der wichtigsten Jeansproduzenten in der EU.

Republik Malta (Repubblika ta`Malta/Republic of Malta)

Hauptstadt: Valletta PKW-Kennzeichen: M
Fläche: 316 km2
Einwohner: 395.000 Einwohner pro km2: 1.250
Bevölkerungsgruppen: Malteser, ca. 5% Briten und Italiener
Sprachen: Maltesisch und Englisch (Amtssprachen), Italienisch
Religionen: 96% Katholiken
Urbanisierungsgrad: 91% Bev.wachstum1990-98: 0,9%
Währung: 1 Maltesische Lira = 100 Cents = ca. 2,18 EUR
BIP gesamt: 4,0 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 3%, Industrie 26%, Dienstleistungen 71%

 

 

C10 

Polen

 

Die Altstadt von Warschau.

Aktuelle Politik:

 Der EU-Verfassungsgipfel zur gemeinsamen Verfassung scheiterte Ende 2003, weil sich die Staats- und Regierungschefs nicht auf die künftige Stimmengewichtung der Mitgliedstaaten bei Mehrheitsentscheidungen verständigen konnten. Vor allem Polen und Spanien wollten am EU-Vertrag von Nizza festhalten, der beiden Ländern ein größeres Gewicht einräumt, als ihnen nach ihrer Bevölkerungszahl zustehen würde.

Historisches: Im 16. Jahrhundert war Polen einer der bedeutendsten Staaten Europas. Nach der ersten polnischen Teilung zwischen Preußen, Österreich und Russland im 18. Jhdt. wird die erste geschriebene Verfassung Europas (1772) in Polen verabschiedet. Polen wird noch weitere zwei Mal (1793 und 1795) geteilt. Auf dem Wiener Kongress (1815) entsteht das Königreich Polen ("Kongress-Polen") in Personalunion mit Russland. Alle Versuche zur Wiederherstellung des polnischen Nationalstaates im 19. Jahrhundert werden niedergeschlagen. 1918 wird Polen unabhängig. Am 1. September 1939 löst der deutsche Angriff auf Polen den Zweiten Weltkrieg aus. Polen wird zwischen Deutschland und Russland aufgeteilt. Der nationalsozialistische und sowjetkommunistische Terror sucht das Land heim. Das Potsdamer Abkommen vom August 1945 regelt die Grenzen Polens. Mit der Vertreibung der Deutschen und der Zwangsumsiedlung der Polen aus dem an die UdSSR gefallenen Ostpolen kommt es zu einer gewaltigen Bevölkerungsverschiebung.

1952 wird die kommunistische Volksrepublik Polen gegründet. Seit der Wahl des Krakauer Kardinals zum Papst Johannes Paul II. (1978) setzt in Polen eine religiöse Erneuerungsbewegung ein, die tief greifende Reformen fordert. 1980 muss die Regierung nach einer landesweiten Streikbewegung die unabhängige Gewerkschaft Solidarnosc unter Lech Walesa zulassen. 1989 wird die Bezeichnung Republik Polen wieder eingeführt. Die Solidarnosc erzielt einen überragenden Wahlsieg.

Besonderheiten: Polen ist größtenteils Flachland. Es gliedert sich von Norden nach Süden in fünf geografische Zonen. Die Bergregionen sind die Sudeten, die Hohe Tatra sowie die Karpaten im äußersten Süden an der slowakischen Grenze. Krakau hat eine der ältesten Universitäten Europas (1364 gegründet). Nach seinem EU-Beitritt hat Polen die längste Außengrenze der EU.

Republik Polen (Rzeczpospolita Polska)

Hauptstadt: Warschau (Warszawa) PKW-Kennzeichen: PL
Fläche: 312 685 km2
Einwohner: 38,6 Mio. Einwohner pro km2: 124
Bevölkerungsgruppen: 98% Polen, Minderheiten (Deutsche, Ukrainer, Roma, Tartaren)
Sprache: Polnisch
Religionen: 90% römisch-katholische Christen, Minderheiten (orthodoxe Christen, Protestanten, Juden)
Urbanisierungsgrad: 63% Bev.wachstum 1980-2001: 0,4%
Währung: 1 Zloty = 100 Groszy = ca. 0,23 EUR
BIP gesamt: 196,7 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 3%, Industrie 32%, Dienstleistungen 65%

 

 

C11 

Rumänien

 

Der Strand bei Constanta am Schwarzen Meer.

Aktuelle Politik:

 Die innenpolitische Lage ist geprägt von dem Bemühen, die Last der Ceausescu-Diktatur weiter abzubauen und das Land auf demokratischer Grundlage zu reformieren. In den Berichten der EU-Kommission wird insbesondere die fortdauernde Korruption in Rumänien kritisiert.

Historisches: Rumänien war im Altertum eine wichtige Provinz des Römischen Reiches. Der Staatsname und die mit dem Lateinischen verwandte Sprache weisen noch heute darauf hin. Im 14. Jahr-hundert sind die Fürstentümer an der Moldau und in der Walachei gezwungen, die türkische Oberhoheit anzuerkennen. 1862 vereinigen sie sich unter dem Namen Rumänien. Auf dem Berliner Kongress (1878) erhält Rumänien seine volle Souveränität. 1947 rufen die Kommunisten die Volksrepublik aus. Vor allem der letzte Staats- und Parteichef Ceausescu errichtet ein diktatorisches Regime. 1989 kommt es zum Volksaufstand. Im Dezember 1991 verabschiedet das Parlament eine rechtsstaatliche Verfassung. Alle Regierungen seit 1996 setzen sich das Ziel, den wirtschaftlichen und politischen Rückstand gegenüber den anderen Transformationsländern abzubauen. Seit 2000 laufen die Beitrittsverhandlungen mit der EU. 2007 soll Rumänien der Union beitreten.

Besonderheiten: Tiefe Schluchten und Täler zergliedern Rumänien in einzelne Gebirgsmassive. Die hügelige Moldaulandschaft bedeckt den Nordosten Rumäniens. Die Walachei mit der Hauptstadt Bukarest verläuft südlich von den Transsylvanischen Alpen bis zur Donau hin. Im Osten liegt die Dobrudscha, ein Hügelland, das bis zum Schwarzen Meer reicht. Das Karpatenland lockt derzeit immer mehr deutsche Investoren. Hauptanziehungspunkt ist dabei die Region um das ehemalige Temeschburg - das Banat, Rumäniens westlichster Zipfel an der Grenze zu Ungarn und Serbien. Während anderswo auf dem Balkan die heftigen Konflikte zwischen verfeindeten Volksgruppen nachwirken, praktizieren hier Rumänen, Serben, Ungarn und Deutsche ein friedliches Miteinander.

Rumänien (România)

Hauptstadt: Bukarest (Bucureçti) PKW-Kennzeichen: RO
Fläche: 238.391 km2
Einwohner: 22,4 Mio. Einwohner pro km2: 94
Bevölkerungsgruppen: 90% Rumänen, 7% Magyaren (Ungarn) u.a. Minderheiten (Roma, Russen, Deutsche, Serben, Türken und Bulgaren)
Sprachen: Rumänisch (Amtssprache), Ungarisch, Deutsch
Religionen: 87% Rumänisch-Orthodoxe, 5% Katholiken u.a. Minderheiten
Urbanisierungsgrad: 55% Bev.wachstum 1980-2001: 0,0%
Währung: 1 Leu = 100 Bani = ca. 0,00003 EUR
BIP gesamt: 44,4 Mrd. Euro, davon Landwirtschaft 12%, Industrie 37%, Dienstleistungen 51%

 

 

C12 

Slowakische Republik

 

Das Schloss in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Aktuelle Politik:

 Die Slowakische Republik ist neben der Tschechischen Republik einer der beiden Nachfolgestaaten der Tschechoslowakei. Bald nach der "Samtenen Revolution" von 1989 setzten sich diejenigen Kräfte in der Slowakei durch, die für eine grundsätzlich neue Stellung der Slowakei eintraten. 1993 erfolgte die Gründung der Slowakischen Republik.

Auf dem Gebiet der Slowakei leben verschiedene Minderheiten. Die Kulturpolitik räumt ihnen Mitsprache ein. Die Roma sind die zweitgrößte Minderheit im Land. Vor allem im Osten der Slowakei sind sie aufgrund ihres geringeren Bildungsniveaus, der hohen Arbeitslosigkeit und der mangelnden Integration ein soziales Problem.

Historisches: Bis 1918 steht die Slowakei unter ungarischer und damit ab dem 16. Jahrhundert unter habsburgischer Herrschaft ("Oberungarn"). Bis ins 19. Jahrhundert hinein bestimmen Einflüsse aus Ungarn und Österreich die kulturelle Entwicklung des Landes. 1918 wird das Land Teil der Tschechoslowakei. Von 1945 bis 1989 ist die Slowakei Teil der kommunistisch regierten CSSR. 1990 erfolgt die Umwandlung in eine föderative Republik innerhalb der Tschechoslowakei. Die Slowakei erlangt 1993 erstmals nach tausend Jahren wieder ihre völlige Souveränität und ist seitdem eine unabhängige Republik mit parlamentarischer Demokratie.

Besonderheiten: Im Zentrum der Slowakei liegen die parallel verlaufenden Gebirgszüge der Niederen und der Hohen Tatra sowie des Slowakischen Erzgebirges. In Pressburg findet man zahlreiche mittelalterliche und barocke Bauten. In der Kirche von Levoca steht der höchste gotische Altar der Welt. Die Burg Spissky besitzt das weitläufigste mittelalterliche Befestigungssystem in Mitteleuropa (UNESCO-Weltkulturerbe). Die Slowakei ist seit dem Abschluss der Beitrittsverhandlungen mit der EU zum Steuerparadies geworden: Reiche und Arme zahlen einheitlich nur 15% Steuern auf ihr Einkommen.

Slowakische Republik (Slovenská Republika)

Hauptstadt: Pressburg (Bratislava) PKW-Kennzeichen: SK
Fläche: 49.034 km2
Einwohner: 5,4 Mio. Einwohner pro km2: 110
Bevölkerungsgruppen: 86% Slowaken, 10% Magyaren (Ungarn), 9% Roma u.a. Minderheiten (Tschechen, Ukrainer, Deutsche)
Sprachen: Slowakisch (Amtssprache), Ungarisch, Tschechisch
Religionen: 69% Römisch-Katholisch, 8% Protestanten, 7% Evangelische Augsburger Kirche
Urbanisierungsgrad: 58% Bev.wachstum 1980-2001: 0,4%
Währung: 1 Slowakische Krone = 100 Heller = ca. 0,02 EUR
BIP gesamt: 22,3 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 4%, Industrie 30%, Dienstleistungen 66%

 

 

C13 

Slowenien

 

Die Altstadt der slowenischen Hauptstadt Ljubljana.

Aktuelle Politik:

 Slowenien gilt als Vorzeigekandidat unter den neuen EU-Mitgliedstaaten. Das Land hat ökonomisch den Anschluss an die EU geschafft, denn das Pro-Kopf-BIP erreichte bereits 2002 das Niveau von Griechenland und Portugal. Nicht unerheblich für den wirtschaftlichen Erfolg ist die politische Stabilität.

Historisches: Mit dem Ende der Habsburger Monarchie schließen sich die Slowenen 1918 mit den Serben und Kroaten zu einem Königreich (seit 1929 Jugoslawien) zusammen. Teile des Landes bleiben bei Österreich bzw. werden italienisch. 1945/46 wird Slowenien eine Teilrepublik der Volksrepublik Jugoslawien. 1990 erklärt sich Slowenien nach einer Volksabstimmung gleichzeitig mit Kroatien zum souveränen Staat. Damit beginnt die Auflösung Jugoslawiens. Im Dezember 1991 verabschiedete das slowenische Parlament eine neue Verfassung nach dem Vorbild westlicher Demokratien. Aufgrund des 1994 einsetzenden Wirtschaftswachstums kann sich Slowenien deutlich stärker konsolidieren als die anderen Nachfolgestaaten Jugoslawiens.

Besonderheiten: Slowenien nimmt eine Brückenfunktion zwischen der alten EU und dem Balkan ein. Das Land hofft deshalb, beim Warenhandel nach Mittel- und Westeuropa eine wichtige Rolle zu spielen. Deshalb wird eifrig am Ausbau der Verkehrsinfrastruktur gearbeitet. Slowenien besteht vorwiegend aus Gebirgen und wird deshalb auch die "Schweiz des Ostens"genannt. Die römische Stadtgründung Laibach (Ljubljana) gehört zu einer der Touristenattraktionen des Landes. Auch architektonisch weist die Stadt auf die historischen Verbindungen des Landes zu Italien und Österreich hin. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft zwischen Gebirge und Meeresküste besitzt Slowenien die besten Voraussetzungen für einen blühenden Tourismus.

Republik Slowenien (Republika Slovenija)

Hauptstadt: Laibach (Ljubljana) PKW-Kennzeichen: SLO
Fläche: 20.253 km2
Einwohner: 2,0 Mio. Einwohner pro km2: 98
Bevölkerungsgruppen: 84% Slowenen u. a. Minderheiten (Kroaten, Serben, Ungarn, Italiener)
Sprache: Slowenisch (Amtssprache)
Religionen: 71% Katholiken u.a. Minderheiten (Lutheraner, Orthodoxe, Muslime)
Urbanisierungsgrad: 49% Bev.wachstum 1980-2001: 0,2 %
Währung: 1 Tolar = 100 Stotin = ca. 0,004 EUR
BIP gesamt: 20,9 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 3%, Industrie 38%, Dienstleistungen 58%

 

 

C14 

Tschechische Republik

 

Die Karlsbrücke und das Schloss in Prag.

Aktuelle Politik:

 Mit klarer Mehrheit (77%) haben sich die Tschechen im Juni 2003 für den Beitritt ihres Landes zur EU ausgesprochen. Die Prager Politiker feierten das Ergebnis als endgültigen Abschluss des Kalten Krieges und als Rückkehr Tschechiens in den Westen. Immer noch und immer wieder stehen die Beneš-Dekrete im Zentrum einer erbitterten Debatte. Eine Aufhebung der Dekrete würde nach Prager Befürchtungen auch die Enteignungen aufheben und Tschechien mit nicht leistbaren Rückgabeforderungen überziehen.

Historisches: Die ehemaligen tschechischen Kronländer Böhmen, Mähren und Schlesien gehören bis 1918 zu Österreich-Ungarn. Von 1918 bis 1939 bilden sie den größten Teil der Tschechoslowakei. Im Münchner Abkommen (1938) wird das Land zerschlagen. Nach 1945 ist Tschechien erneut der dominierende Teil in der kommunistisch regierten Tschechoslowakei. Erst nach dem Zusammenbruch der kommunistischen Herrschaft im Zuge der "samtenen" Revolution mit dem Zentrum Prag erfolgt 1990 die Umwandlung der Tschechoslowakei in eine föderative Republik. 1993 wird die Tschechische Republik zum souveränen Staat.

Besonderheiten: Den westlichen Teil des Landes nehmen v.a. das Böhmische Massiv und das Böhmische Becken ein. Das Böhmische Becken wird vom Erzgebirge, dem Böhmerwald, den Sudeten und der Böhmisch-Mährischen Höhe umschlossen. Die beiden großen Flüsse Elbe und Moldau durchströmen das Becken und fließen bei Prag zusammen.

Das Land produziert weltberühmtes Bier sowie Mineralwasser aus über 900 Naturquellen. Die Hauptstadt Prag ist über 1.000 Jahre alt und weist einen großen Reichtum an historischen Bauten auf. Die Karls-Universität in Prag (1348 gegründet) ist eine der ältesten Universitäten Europas und war Jahrhunderte lang ein geistiges Zentrum. Berühmte Tschechen sind der Reformator des 15. Jahrhunderts Jan Hus und die Komponisten Dvorák und Smetana.

Tschechische Republik (Ceská Republika)

Hauptstadt: Prag (Praha) PKW-Kennzeichen: CZ
Fläche: 78.866 km2
Einwohner: 10,2 Mio. Einwohner pro km2: 130
Bevölkerungsgruppen: 90% Tschechen, 4% Slowaken u.a. Minderheiten
Sprache: Tschechisch (Amtssprache), Slowakisch
Religionen: 39% Katholiken, 5% Protestanten, 3% Orthodoxe, ca. 40% konfessionslos
Urbanisierungsgrad: 75% Bev.wachstum: 1980-2001: 0,0%
Währung: 1 Tschechische Krone = 100 Heller = ca. 0,03 EUR
BIP gesamt: 63,3 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 4%, Industrie 41%, Dienstleistungen 55%

 

 

C15 

Ungarn

 

Das ungarische Parlament am Ufer der Donau in Budapest.

Aktuelle Politik:

 Eine gute Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte machen Ungarn zu einem Investitionsmagneten unter den neuen EU-Mitgliedstaaten. Priorität im Land hat auch deshalb die Reorganisation des Hochschulsystems und Reformen in der Schulpolitik. Kritik musste sich die ungarische Regierung im Bereich der Menschenrechte gefallen lassen. Die EU-Kommission forderte Ungarn auf, die Situation der ethnischen Minderheit der Roma zu verbessern.

Historisches: Nach einem Krieg gegen die Türken zerfällt das unabhängige Königreich Ungarn 1526 in drei Teile: Den Westen erhalten die Habsburger, im Osten entsteht das Fürstentum Siebenbürgen und die Mitte wird türkisch besetzt. Im 19. Jahrhundert wird Ungarn der österreichischen Verwaltung eingegliedert. 1867 wird Ungarn in Realunion mit Österreich selbständiges Königreich. Mit dem Ende der Habsburger Monarchie wird 1918 die Republik Ungarn ausgerufen. Bereits 1921 wird die Monarchie wiederhergestellt. 1944 besetzen erst deutsche und dann sowjetrussische Truppen das Land. Bis 1989 steht die "Volksdemokratie Ungarn" unter kommunistischer Herrschaft. Ein Volksaufstand wird 1956 von den Sowjettruppen gewaltsam niedergeschlagen. Fast 200.000 Ungarn flüchten in den Westen. Seit den 1960er-Jahren verfolgt Ungarn ein eigenständiges Sozialismusmodell, das zu sozialen Verbesserungen, einem Wirtschaftsaufschwung und gewissen Liberalisierungen führt (sog. "Gulasch-Kommunismus"). Im Mai 1989 flüchten Tausende aus der DDR nach Ungarn, das seine Sperranlagen an der Grenze zu Österreich abgebaut hat. Der Umbruch in der DDR und in ganz Osteuropa wird dadurch beschleunigt. Im Oktober 1989 tritt die modifizierte neue Verfassung Ungarns in Kraft.

Besonderheiten: Ungarn besteht überwiegend aus Tiefland und den weiten fruchtbaren Ebenen des Donaubeckens. Der Plattensee, eine der Touristenattraktionen des Landes, ist der größte Binnensee in Mitteleuropa. Die ungarische Sprache weist keine Verwandtschaft mit den Sprachen der Nachbarländer auf. Sie ist entfernt mit dem Finnischen und dem Estnischen verwandt. In Ungarn hat die Musik einen hohen Stellenwert: berühmte ungarische Komponisten sind Liszt und Bartók. In Budapest fuhr die erste Untergrundbahn des europäischen Kontinents.

Republik Ungarn (Magyar Köztársaság)

Hauptstadt: Budapest PKW-Kennzeichen: H
Fläche: 93.030 km2
Einwohner: 10,2 Mio. Einwohner pro km2: 110
Bevölkerungsgruppen: 96% Ungarn, 4% Roma u.a. Minderheiten (Deutsche, Serben)
Sprache: Ungarisch (Amtssprache)
Religionen: 68% Katholiken, 20% Calvinisten, 5% Lutheraner u.a. Minderheiten
Urbanisierungsgrad: 65% Bev.wachstum 1980-2001: -0,2 %
Währung: 1 Forint = 100 Filler = ca. 0,004 EUR
BIP gesamt: 58,0 Mrd. Euro (2001), davon Landwirtschaft 4%, Industrie 34%, Dienstleistungen 62%

 

 

C16 

Zypern

 

Traditionelles Korbflechten auf Zypern.

Aktuelle Politik:

Formal ist Zypern eine präsidiale Republik mit zwei sich selbst verwaltenden Volksgruppen. De facto aber besteht die Insel aus dem international anerkannten griechisch-zypriotischen Südteil und dem türkisch-zypriotischen Nordteil, der nur von der Türkei anerkannt wird. Die Lösung des Zypern-Konflikts wird von vielen europäischen Politikern als eine der Vorbedingungen für die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei angesehen.

Historisches: Die Vorherrschaft des Christentums hat in Zypern Ende des 4. Jahrhunderts begonnen. 1098 errichteten Kreuzfahrer auf Zypern einen Stützpunkt für ihre Eroberungszüge im Heiligen Land. 1571 eroberten die Türken Teile der Insel. Unter osmanischer Herrschaft wird eine muslimische Minderheit auf der Insel angesiedelt. 1878 hissen dann die Briten ihre Flagge auf Zypern. 1960 erhält Zypern die Unabhängigkeit. Als das Militärregime in Athen 1974 einen Putsch der Nationalisten gegen den Insel-Staatschef inszeniert, marschieren türkische Truppen ein und besetzten den Nordteil der Insel. 1983 wird die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen.

Besonderheiten: Zypern ist die drittgrößte Mittelmeerinsel. Nikosia ist die einzige geteilte Hauptstadt Europas. Hier fand am 23. April 2003 nach fast 30 Jahren Restriktionen erstmals eine Grenzöffnung statt. Bewohner beider Teile der Insel können sich seitdem zu Tagesbesuchen treffen. Die wichtigsten Wirtschaftszweige auf Zypern sind der Tourismus, die Bekleidungsindustrie und das Kunsthandwerk.

Republik Zypern (Kypriaki Dimokratía)

Hauptstadt: Nikosia (Lefkosía) PKW-Kennzeichen: CY
Fläche: 9.251 km2
Einwohner: 797.000 Einwohner pro km2: 82
Bevölkerungsgruppen: 85% griechische Zyprioten, 12% türkische Zyprer u. a. Minderheiten
Sprachen: 80% Griechisch, 20% Türkisch, gemeinsame Verkehrssprache: Englisch
Religionen: 95% orthodoxe Christen (im Süden), 95% sunnitische Muslime (im Norden)
Urbanisierungsgrad: 70% Bev.wachstum
1990-98: 1,4 %
Währung: 1 Zypern-Pfund = 100 Cents = ca. 1,71 EUR
BIP gesamt: 10,2 Mrd. Euro (2001) davon Landwirtschaft 5%, Industrie 23%, Dienstleistungen 72%

 

Alle Länderportraits C 5 - C 16 zusammengestellt von Dagmar Meyer, nach: Fischer Weltalmanach 2004. Zahlen Daten Fakten. Frankfurt/M. (Fischer) 2003; Jahrbuch 2004. Die Welt in Zahlen, Daten, Analysen. Hamburg (Spiegel Buchverlag) 2003; Aktuell 2004. Dortmund (Harenberg Lexikon Verlag), 2003; Der Brockhaus multimedial 2004 premium. Mannheim (Bibliografisches Institut & F.A. Brockhaus AG) 2004; www.auswaertiges-amt.de/www/de/laenderinfos.
Alle Fotos: Mediathek der Europäischen Kommission.


 


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