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Massenmedien
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Vorwort des Herausgebers



 

Inhaltsverzeichnis

 

Als in den Anfangsjahren von POLITIK & UNTERRICHT ein Heft zum Thema Massenmedien erschien, war es noch selbstverständlich, dass die Presse im Zentrum des Interesses stand. Es wurde der Weg einer Nachricht verfolgt, dazu die Pressekonzentration allgemein und bei Lokalzeitungen im Besonderen untersucht. Immerhin fragten schon damals die Autorinnen und Autoren vorsichtig, ob nicht auch das Fernsehen Gegenstand des Unterrichts sein könnte und die Schule sich nicht auch um die Erziehung zum kritischen Fernsehen kümmern sollte.

Was hat sich seither verändert? Die Presselandschaft ist nicht nur äußerlich farbiger, sondern auch vielfältiger geworden, aber verschwunden ist sie nicht. Bei Radio und Fernsehen sind statt zwei oder drei Programmen auf der Fernbedienung heute Dutzende von Sendern gespeichert. In Familie und im Berufsalltag haben das Internet und eine Vielzahl neuer Medien Einzug gehalten. Dazu kommt, dass die Veränderungsprozesse selbst immer schneller aufeinander folgen. Kaum hat sich ein neues System durchgesetzt, drängt schon wieder ein noch neueres, noch leistungsfähigeres auf den Markt.

Auch wenn die technischen Möglichkeiten rasch wechseln und sich die Sehgewohnheiten wandeln, so stellen sich doch manche Fragen und Herausforderungen heute ebenso wie vor fünfundzwanzig Jahren. Nach wie vor müssen die Anbieter aus einer Fülle von Ereignissen diejenigen heraussuchen, die sie für mitteilenswert halten. Den gleichen Zwang zur Auswahl hat auf der anderen Seite der Konsument - als Leser, Hörer, Zuschauer oder neuerdings als "User" im Internet. Die Aufgabe einer Medienerziehung ist nicht nur geblieben, sie ist sogar dringlicher geworden. Wer Medienkompetenz erreichen will, muss nicht nur viele Fertigkeiten und neues Wissen erwerben, er muss auch den rechten Umgang mit einem oft erdrückenden Angebot beherrschen.

Das Heft versteht sich als Anregung zu einer zeitgemäßen Medienerziehung. So werden in den Bausteinen nicht nur die grundlegenden Informationen vermittelt, sondern es werden auch Übungen angeboten, die geeignet sind, das eigene Verhalten zu überprüfen. Die Autorinnen haben ihre Vorschläge auf Seminaren der politischen Bildung mit Jugendlichen erprobt. Wir sind deshalb zuversichtlich, dass die Modelle auch im Unterricht der Schulen mit großem Erfolg eingesetzt werden können.

Siegfried Schiele
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
Baden-Württemberg

 


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