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Zeitschrift Medien Massenmedien Einleitung |
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Unser Medienalltag Vor allem im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben spielen das Beschaffen von Wissen und der Austausch von Informationen eine immer größere Rolle. Doch nicht nur im Beruf, auch im privaten Alltag merken wir, wie immer neue Kommunikationsmittel in unseren Wohnungen Einzug halten. So gehört mittlerweile eine E-Mail-Adresse zu den persönlichen Grunddaten vieler Menschen. Jede Fernsehsendung, die etwas auf sich hält, bietet den Zuschauern einen zusätzlichen Service an, indem sie auf ihre Homepage mit weiteren Informationen verweist. Wie sehr die verschiedensten Medien den Alltag der Deutschen bestimmen, zeigen die regelmäßig durchgeführten Befragungen der Media-Analyse AG. Danach ist das Fernsehen die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung von Jugendlichen und Erwachsenen. Die Funktionen von Medien Ein demokratisches System ist ohne die Medien wie Zeitungen, Handzettel, Plakate, Fernsehen und Internet nicht mehr vorstellbar. Auswirkungen hat diese Medienwelt auch auf unseren sozialen Bereich. Viele Einstellungen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen werden durch die Medien geprägt. Trotz der alltäglichen Benutzung von Medien in unserem privaten und beruflichen Leben ist das Wissen über die Funktionsweise und Wirkung der Medien oft nur gering. Medien und Politik Insgesamt hat sich das Medienverhalten von Jugendlichen und Erwachsenen aufgrund der immer zahlreicheren Fernseh- und Rundfunksender verändert und hat zu einer eher oberflächlicheren Nutzung geführt. Auch die Selektionsfunktion der Medien wird für die Politikverdrossenheit verantwortlich gemacht. Schlechte Nachrichten verkaufen sich nach den Erkenntnissen der Nachrichtenforschung besser als gute Nachrichten. Eine weitere Ursache für die Entpolitisierung ist die zunehmende Komplexität von Ereignissen und die damit verbundene Informationsflut. Die Medien haben die Aufgabe, diese Komplexität zu reduzieren. Sachzusammenhänge werden deshalb gern personalisiert. Politiker werden mit bestimmten politischen Inhalten und Konzepten gleichgesetzt. Eine weitere Entwicklung ist das Infotainment, die Verbindung von Sachverhalten mit Unterhaltung. So ist eine Unterscheidung zwischen Nachricht und Kommentar nur noch schwer möglich. Medienerziehung Mit den neuen Medien hat die Informationsfülle zugenommen. Damit werden neue Anforderungen an die Nutzerinnen und Nutzer gestellt. Sie können die Inhalte im Internet lesen, diese gleichzeitig auch verändern oder neue Informationen ins Netz stellen. Diese Vielfalt der Möglichkeiten beinhaltet Chancen, aber auch Gefahren. Verantwortung und Begleitung von Jugendlichen in diese neue "Welt des Netzes" ist eine wichtige Aufgabe für die Schule geworden.
Die Punkte zeigen, wie wichtig Medienerziehung in der Schule ist. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich darüber informieren, welche Medien es gibt und wie sie entstehen. Wer Medien nutzt, sollte wissen, welchen eigenen Gesetzmäßigkeiten diese unterliegen, wo Gefahren lauern und welche rechtlichen Grundlagen zu beachten sind. Auf diesem Weg trainieren die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit, nicht nur unbefangen, sondern auch souverän mit den verschiedenen Medien umzugehen, mit anderen Worten: Sie erwerben Medienkompetenz. In den Unterrichtseinheiten dieses Heftes lernen die Jugendlichen
Jugendliche wachsen in dieser Mediengesellschaft auf und sind auf die Wissensvermittlung durch die Medien angewiesen. Daher ist es wichtig, dass Jugendliche den kritischen Umgang mit den Medien erlernen, das eigene Benutzerverhalten analysieren und reflektieren. Dieses Heft "Medien" soll Lehrerinnen und Lehrern helfen, diese Herausforderung einer kritischen Medienerziehung anzunehmen.
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