Zeitschrift Weltbevölkerung und Welternährung
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D 12 Familienberatung in Indien
D 14 Umstrittene Sterilisierung LIMA, 1. März (ap). Perus Regierung will an dem umstrittenen Programm zur Familienplanung festhalten, das unter anderem die Sterilisierung armer Frauen vorsieht. Gesundheitsminister Marino Costa Bauer sagte in Lima, vor der Sterilisierung sei künftig Beratung und Bedenkzeit vorgeschrieben. Frauen- und Kirchengruppen hatten beklagt, Ärzte würden Sterilisationen erzwingen und armen Frauen würden materielle Anreize geboten, um festgelegte Quoten zu erreichen. Frankfurter Rundschau vom 2.3.1998 (AP)
Aus einer Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland Der christliche Leitgedanke lautet: "verantwortliche Elternschaft". Das Subjekt einer verantworteten Elternschaft sind die daran unmittelbar beteiligten Menschen. Menschen haben als Personen, die ihre Lebensführung selbst bestimmen können und sollen, ein Recht auf Fortpflanzung. Staat und Gesellschaft haben grundsätzlich kein Verfügungsrecht über den Menschen als Person und damit kein Recht auf Eingriffe in den persönlichen Bereich, vor allem kein Recht zu Zwangsmaßnahmen. Es ist ein Menschenrecht, Kinder zu haben. An diesem unaufhebbaren Menschenrecht finden alle Maßnahmen staatlicher Lenkung eine Grenze. Die Achtung der Würde und Autonomie der Person ist der Ausgangspunkt aller Überlegungen zu verantwortlicher Elternschaft. Mann und Frau sind die ursprünglichen Träger, die Subjekte von Freiheit und Verantwortung. Diese Subjekte müssen freilich die Auswirkungen und Folgen individuellen Verhaltens auf Mitmenschen und Gesellschaft, auf die Weltgemeinschaft und auf künftige Generationen bedenken. Die individuelle Entscheidung ist abhängig von Wissen und Wertvorstellungen, von kulturellen Traditionen und religiöser Weltdeutung, von Maßstäben, Normen, von Kriterien der Beurteilung und der Orientierung individuellen Verhaltens. Menschen können auch bewußt freiwillig Verzicht auf Kinder üben. In der Tradition der christlichen Kirche hat diese Haltung in der Verpflichtung zur Ehelosigkeit und zur Keuschheit Ausdruck gefunden. Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (Hrsg.): Wie viele Menschen trägt die Erde? - Ethische Überlegungen zum Wachstum der Weltbevölkerung. Hannover. o.J., S. 35. (= EKD-Texte, Nr. 49)
Die Frohe Botschaft vom Leben für jedes Zeitalter und jede Kultur Die Enzyklika Papst Johannes Pauls II. l Auszüge Es wird häufig behauptet, die sichere und allen zugänglich gemachte Empfängnisverhütung sei das wirksamste Mittel gegen die Abtreibung. Sodann wird die katholische Kirche beschuldigt, de facto der Abtreibung Vorschub zu leisten, weil sie weiter hartnäckig die moralische Unerlaubtheit der Empfängnisverhütung lehrt. Bei genauerer Betrachtung erweist sich der Einwand tatsächlich als trügerisch. Denn es mag sein, daß viele auch in der Absicht zu Verhütungsmitteln greifen, um in
der Folge die Versuchung der Abtreibung zu vermeiden. Doch die der
"Verhütungsmentalität" - die sehr wohl von der verantwortlichen, in Achtung
vor der vollen Wahrheit des ehelichen Aktes ausgeübten Elternschaft zu unterscheiden ist
- innewohnenden Pseudowerte verstärken nur noch diese Versuchung angesichts der
möglichen Empfängnis eines unerwünschten Lebens. In der Tat hat sich die
Abtreibungskultur gerade in Kreisen besonders entwickelt, die die Lehre der Kirche über
Empfängnisverhütung ablehnen. Sicherlich sind vom moralischen Gesichtspunkt her
Empfängnisverhütung und Abtreibung ihrer Art nach verschiedene Übel: die eine
widerspricht der voll ständigen Wahrheit des Geschlechtsaktes als Aus druck der ehelichen
Liebe, die andere zerstört das Leben eines Menschen; die erste widersetzt sich der Tugend
der ehelichen Keuschheit, die zweite widersetzt sich der Tugend der Gerechtigkeit und verletzt direkt das göttliche Gebot "Du sollst nicht töten".
Ein arabischer Wissenschaftler hat 1983 zusammengestellt, wie offen und meist bejahend
angese hene islamische Religionsgelehrte und Vertreter des religiösen Rechts in früheren
Jahrhunderten über Fragen der Sexualität und der Geburtenkontrolle de battierten... Das
religiöse Recht des Islams, einer Religion, die die Sexualität in der Ehe voll bejaht
und jahrhundertelang, oft bis heute, einem Mann die Ehe mit bis zu vier Frauen gestattet,
läßt Empfängnisverhütung durchaus zu.
Hinduismus und Buddhismus billigen Verhütungsmittel. Allein asiatische
Politiker brachten die Geburtenkontrolle in Verruf |
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