Zeitschrift

Weltbevölkerung und Welternährung

 


Vorwort des Herausgebers


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INHALT

 

Mitte des Jahres 1999 ist es so weit: zum ersten Mal wird die Zahl der Menschen auf der Erde die Sechs-Milliarden-Grenze überschreiten. So die  demographische Hochrechung der Vereinten Nationen. Man bedenke: Vor zweihundert Jahren bevölkerte eine Milliarde Menschen die Erde; vor siebzig Jahren waren es erst zwei Milliarden. So kann man verstehen, wenn das Anwachsen der Menschheit als Gefahr und als Herausforderung gesehen wird. Vor diesem Hintergrund ist es unbestreitbar, daß das Thema dieser Ausgabe für die heutigen Jugendlichen von geradezu existenzieller Bedeutung ist. Es ist daher an der Zeit, daß Politik und Unterricht den Bereich "Weltbevölkerung und Welternährung" aufgreift.

Wer die Entwicklung der Weltbevölkerung realistisch beurteilen will, kommt nicht darum herum, sich gründlich mit Zahlen zu beschäftigen. Deshalb beginnt das Heft mit der Untersuchung des historischen Bevölkerungswachstums; dazu werden regionale Unterschiede, Faktoren und Tendenzen beleuchtet und Prognosen auf ihre Aussagekraft hin geprüft. Die folgenden beiden Bausteine befassen sich mit der Frage, welche Auswirkungen das Bevölkerungswachstum für das Leben auf der Erde hat: für den Verbrauch von Ressourcen, für die Mobilität der Menschen und nicht zuletzt für die entscheidende Aufgabe der Ernährung der Menschheit. Auf der Grundlage von Konferenzen und Entschließungen der Vereinten Nationen werden abschließend mögliche Lösungsvorschläge erörtert.

Die Fächer Geschichte und Erdkunde sind neben der Gemeinschaftskunde bei unserem Thema besonders angesprochen. Bei Statistiken und Prognosen wird es ratsam sein, die Kollegen der Mathematik zu Rate zu ziehen. Religionslehre und Ethik sind gefragt, wo es um richtiges Verhalten geht. Das Thema als Ganzes ist zweifellos auch für den Seminarkurs in der Oberstufe der Gymnasien sehr gut geeignet.

Die Landeszentrale für politische Bildung und die Redaktion von Politik und Unterricht wollen mit dieser Ausgabe dazu beitragen, ein wichtiges Thema, mit dem sich bisher vor allem Fachwissenschaftler auseinandersetzen, so darzustellen, daß es auch im Unterricht behandelt werden kann. Von unseren Leserinnen und Lesern wüßten wir gerne, ob uns das gelungen ist.

Siegfried Schiele

Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg


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