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Zeitschrift Globalisierung Aspekte einer Welt ohne Grenzen Globalisierung:
Kulturelle Globalisierung
Weltweites Regieren:
Die Globalisierung der Wirtschaft Globalisierung in der Kritik: Konzepte und Perspektiven
Heft 4/2003
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Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und SportAls der Nürnberger Martin Behaim, der Erfinder des Globus, 1492 den ersten "Erdapfel" in den Händen hielt - Amerika war noch nicht verzeichnet -, konnte er nicht ahnen, dass die Erde eines Tages so schrumpfen würde, dass man sie buchstäblich in Händen halten konnte. Es verwundert nur auf den ersten Blick, dass dieser Martin Behaim, der als Kartograph bekannt wurde, der an Entdeckungsreisen teilnahm und mehrere Jahre auf den Azoren lebte, Tuchhändler war. Längst hatte sich um diese Zeit der Fernhandel über die Grenzen des Mittelmeerraumes hinaus auf andere Kontinente ausgedehnt, längst waren Handel, Wirtschaft und Märkte weltweit verbunden. Bis an den Beginn der Neuzeit reichen die Anfänge dessen zurück, was wir heute mit dem Begriff Globalisierung bezeichnen. Um 1500 waren die internationalen Wirtschaftsbeziehungen zwar noch ganz auf Europa ausgerichtet, aber sie dehnten sich in den folgenden Jahrhunderten mit rasant zunehmender Geschwindigkeit über den ganzen Erdball aus. Globalisierung stellt sich heute als weltumspannender Prozess dar, dessen Dynamik sich im letzten Jahrzehnt so stark entfaltet hat, dass sie zu einer der großen Herausforderungen für die Zukunft geworden ist. Allerdings ist kaum eine derzeitige Entwicklung mit so diffusen Ängsten und Hoffnungen verbunden wie die Globalisierung. Die Unüberschaubarkeit eines sich im schnellen Wandel befindlichen, unumkehrbaren Prozesses beunruhigt viele, die fürchten, dass die Bedeutung der Wirtschaft übermächtig wird, und die den Verlust kultureller Identität kritisieren. Andere erhoffen eine Weltgesellschaft, die den Menschenrechten allgemeine Geltung verschafft, und träumen von Wohlstand und Frieden für alle. Mit dem vorliegenden Heft legt die Landeszentrale für politische Bildung nun ein weiteres Heft vor, das sich mit Entwicklungen und Gestaltungsmöglichkeiten der Zukunft beschäftigt. Es bietet Einblicke in die komplexen Zusammenhänge und stellt die verschiedenen Aspekte der Globalisierung vor. Dabei knüpft es immer wieder dort an, wo die Globalisierung für die Jugendlichen im Alltag spürbar wird. An konkreten Beispielen wird die weltweite Vernetzung erfahrbar gemacht. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport begrüßt es, dass sich die Landeszentrale für politische Bildung dieses schwierigen, hoch aktuellen Themas angenommen hat und so dazu beiträgt, dass der Unterricht mit aktuellen Materialien und fundierten Hintergrundinformationen bereichert werden kann. Jugendliche können so erfahren, dass Globalisierung ein Vorgang ist, der sich nicht naturwüchsig ereignet, sondern zum Handeln herausfordert, damit die "Welt ohne Grenzen" sozial und umweltverträglich gestaltet wird. Johanna Seebacher Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
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