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Heft 4/2003 
Hrsg.: LpB

 

Inhaltsverzeichnis

B 10 bis B 14  Verlust kultureller Vielfalt?


 

B 10

Überflüssige Anglizismen?

 

Aus: Reiner Pogarell u. Markus Schröder (Hrsg.): Lexikon überflüssiger Anglizismen. 4. Aufl. Paderborn (IFB-Verlag) 2001.

 

B 11

Die Sense stimuliert

Englisch ist die beliebteste Sprache deutscher Reklame-Profis. Doch nicht einmal mehr die Hälfte der Kunden versteht noch den Sinn der Botschaften. ... Das Resultat [einer Untersuchung von englischen Reklamesprüchen] entsetzte sogar den Auftraggeber. Die meisten der untersuchten Werbebotschaften wurden gar nicht oder bisweilen grottenfalsch verstanden. Und das immerhin von 1104 repräsentativ ausgewählten 14- bis 49-Jährigen, deren Muttersprache Deutsch ist. Normalerweise ist dieser Teil der Bevölkerung der Stolz jedes zielgruppenfixierten Werbers. Doch selbst den McDonald's-Klassiker "Every time a good time" konnten nur 59 Prozent korrekt übersetzen. Unter "Drive alive" (Mitsubishi) verstanden lediglich 18 Prozent "lebendiges Fahren". Manche fühlten sich eher angehalten, die Fahrt bitte schön zu überleben. Bei "Powered by Emotion" (Sat.1) hörten die Marktforscher mehrfach, das heiße bestimmt "Kraft durch Freude" - was den neuen, israelischen Sender-Chef Haim Saban sicher sehr emotionalisiert. Und "Stimulate your Senses" (Loewe)? Sollte man da "die Sense stimulieren" ...? Ist "Be inspired" (Siemens mobile) eine "Bienen-Inspektion"? Und bedeutet "Come in and find out" (Douglas) womöglich "Komm rein und finde wieder raus"? ...

Der Spiegel, 15. September 2003 (Thomas Tuma).

 

B 12

Schicken Sie mir doch bitte ein Courriel!

Eine behördliche Anordnung in Frankreich sieht nun vor, dass die französischen Beamten künftig auf die E-Mail verzichten müssen. Sprachlich gesehen, versteht sich. Statt des englischen ... Ausdrucks haben die Staatsdiener nunmehr das Kunstwort "courriel" zu verwenden... Diese Kapriole ist der neueste Streich der Académie Française, die seit Jahren streng über die Reinhaltung der französischen Sprache wacht. Besonders Anglizismen sind den Franzosen ein Dorn im Ohr. Der "Walkman" ... heißt dort schon länger "Balladeur". Und seit Computer und Internet ihren Siegeszug um den Globus angetreten haben, sehen die Sprachreiniger auch hier Handlungsbedarf: Rechner heißen "Ordinateur", Laptops "Portables" und surfen "naviguer". Besonders skurril mutet die Entscheidung ... an, das @-Zeichen umzubenennen. Die ... Nation wurde mit dem ebenfalls neu geschaffenen Begriff "arrobe" überrascht. "Le couriell" hieße im Deutschen übrigens soviel wie E-Post. Das Kunstwort ist eine Kombination aus "courrier" und "électronique" ...

Manager-Magazin, 10. Juli 2003 (Niels Kruse).

 

B 13

Mecca-Cola

Mahmoud Hinnaui präsentiert im Januar 2003 im Büro seiner Wahlheimat Hamburg einige Flaschen "Mecca-Cola", das islamische Pendant zur Weltmarke Coca-Cola. Mit der neuen Brause will der Kaufmann den deutschen Markt erobern. Abnehmer für das Konkurrenzprodukt zu den klassischen Cola-Marken findet Hinnaui bislang in Hamburg, München, Stuttgart und Hannover - und zunehmend auch in zahlreichen kleineren Städten. Es sei trotz des Namens für alle Menschen, nicht nur für Moslems, betont der 28-jährige Syrer. Die spreche es allerdings besonders an. 

Foto: dpa

 

B 14

 

Demonstranten in Kairo verbrennen im Oktober 2000 Symbole der US-amerikanischen Kultur. Sie demonstrieren damit gleichzeitig gegen die angeblich zu enge Verbindung Ägyptens mit den USA und Israel. 

Foto: dpa


 


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