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Zeitschrift Der Seminarkurs
Ein Weg zur Methodenkompetenz Methodentraining als
Vorbereitung Heft 3/2002 , Hrsg.: LpB
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Befragung zum Bekanntheitsgrad und zur Attraktivität von Freizeitangeboten: Schüler von 14-18 Jahren in der Kernstadt Weinheim
Bei den Angeboten der Vereine wird ein Mitgliedsbeitrag pro Monat oder pro Jahr verlangt, um die Angebote zu nutzen. Sie finden meist in Gruppen statt, man kann sie jedoch auch alleine nutzen. Nachfolgend haben wir die Vereine alphabetisch aufgelistet, die Freizeitangebote für Jugendliche bereitstellen.
Verbände sind Vereinigungen von Personen, Unternehmen oder öffentlichen Körperschaften, die der Verfolgung eines gemeinsamen Zieles nachgehen. Auch bei ihnen besteht meist ein geringer Mitgliedsbeitrag, dieser ist jedoch niedriger als bei Vereinen. Nachfolgend sind die Verbände, die Jugendangebote vorweisen, in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.
Kostenlose Freizeitangebote sind für alle Jugendlichen zugänglich. Sie können die Angebote ohne Einschränkungen nutzen. Anschließend haben wir alle kostenlosen Freizeitangebote, die Weinheim bereitstellt, alphabetisch aufgeführt.
Kostenpflichtige Freizeitangebote können unter einer geringen Gebühr genutzt werden. Man kann sie alleine oder in Gruppen nutzen. Nachfolgend sind die kostenpflichtigen Freizeitangebote, die es in Weinheim gibt, alphabetisch aufgeführt.
Für eine repräsentative Umfrage wurden 300 Fragebögen an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule und der Johann-Philipp-Reis-Schule ausgegeben. Wir wollten wissen, was die Jugend von den Weinheimer Freizeitangeboten hält. Dabei waren uns folgende Kriterien wichtig: Bekanntheitsgrad, Attraktivität und Nutzung von Freizeitangeboten, sowie die Freizeitgestaltung Jugendlicher. Die Fragen:
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Auswahl des Befragungsortes
Das Auswählen des Befragungsortes ist uns leicht gefallen. Wir waren uns einig, dass wir Schüler befragen wollen und aus diesem Grund haben wir uns für den Befragungsort Schule entschieden. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule wählten wir, da wir beide diese Schule 6 Jahre lang besuchten und bei den meisten Lehrern und dem Rektor bekannt sind. Dadurch hofften wir, dass der Rektor bereit sei, einige Befragungen von uns durchführen zu lassen. Der Rektor war sehr zuvorkommend und führte die Befragungen auf eigenen Wunsch selbst durch. Kriterien für die Auswahl der Zielgruppe Die Zielgruppe Schüler von 14 bis 18 Jahren haben wir bestimmt, da wir selbst Jugendliche in diesem Alter sind und einige Freizeitangebote wahrnehmen. In diesem Alter haben Schüler meist noch sehr viel Zeit, um die Freizeitangebote zu nutzen, im Gegensatz zu den Berufstätigen im entsprechenden Alter. Wir denken, dass Schüler in diesem Alter selbstständig genug sind, um die Angebote ohne Unterstützung der Eltern besuchen zu können. Somit ist es wahrscheinlich, dass sie viele Freizeitangebote nutzen und repräsentativ sind. Von den 300 Fragebögen, die wir ausgegeben haben, waren 268 rückläufig. Bei den 254 ausgewerteten Bögen waren von 100% Jugendlichen 48,4% männlich und 51,6% weiblich. Diese unterteilen wir in fünf Altersgruppen beginnend mit 14 Jahren.
Die Schüler in der Altersgruppe von 14 bis 18 Jahren haben verschiedene Hobbys, wobei in jeder Altersgruppe der Sport und die Freunde hervorstechend sind, wie man in der Grafik erkennen kann Grafik: NV
Bei unserer Fragebogenaktion hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Vorschläge für neue Freizeitangebote zu machen. Einige folgten diesem Angebot und schrieben ihre Wünsche auf. Bei den Jugendlichen, die direkt aus Weinheim kommen, wünschten sich viele Konzerthallen oder Konzertplätze für Konzerte. Weit oben auf der Rangliste standen auch Jugenddiscotheken, bei denen Jugendliche unter 18 Jahren hingehen können. Des Weiteren wünschen sich die Jugendlichen, die an der Aktion beteiligt waren, ein Großkino, wie das Kinopolis in Viernheim und eine Kart-Bahn. Bessere Einkaufshäuser, wie einen H&M oder einen C&A und mehr Jugendcafés, in denen sich nur Jugendliche treffen. Viele männliche Befragten wünschen sich einen Skaterpark oder mehr Möglichkeiten zum Skaten, ohne dass man von Autos gestört wird. Einige Jugendlichen würden sich über eine Eissporthalle freuen. Weitere Wünsche sind: ein Internet-Café, einen Base- und Basketballplatz und mehr öffentliche Einrichtungen, wie das Jugendzentrum West. Jugendliche, die aus einer Entfernung von 20 km von Weinheim kommen, wünschen sich ein besseres Einkaufszentrum, damit Weinheim nicht ganz ausstirbt und ein Großkino wie das Kinopolis, damit sie auch abends nach Weinheim gehen können. Außerdem würden sie sich über bessere Discotheken, Konzerthallen und mehr Jugendcafés freuen. Sehr viel wünschen sich die Jugendlichen von außerhalb nicht, da es sie meist nur durch die Schule nach Weinheim zieht und in ihrer Freizeit sind sie meist anderswo, wie zum Beispiel Mannheim oder Heidelberg, weil sie nicht motorisiert sind. Die Freizeitangebote, welche die Stadt Weinheim anbietet, werden von den Teenagern nur in geringen Maßen genutzt, weil sie den meisten Jugendlichen nicht bekannt sind. Wir leben bereits seit über 18 Jahren in Weinheim, haben aber erst durch unsere Seminar-Arbeit über die umfassenden Freizeitangebote der Stadt erfahren. Daher sollten Broschüren über Jugendfreizeitangebote die Jugend besser und effektiver erreichen. Beispielsweise das Auslegen in Schulen, Sportvereinen und Diskotheken wäre eine Möglichkeit, dass die Angebote bekannter werden. Außerdem würde sich eine Zusammenarbeit mit der Zielgruppe anbieten, um Nachfrage und Angebot besser zu koordinieren. Ein aktuelles Beispiel einer gelungenen Koordination zwischen Stadtverwaltung und Jugend ist das Jugendfestival, welches am 21.07.2001 im Zentrum von Weinheim auf dem Amtshausplatz stattfinden soll. Durch Werbung und die damit gleichzeitig verbundene Mundpropaganda, wird dies sicherlich ein großer Erfolg. Wir glauben, dass die lokale Agenda 21 ein guter Weg ist, die Jugend in die Stadtplanung mit einzubeziehen. Die Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft haben erkannt, dass nachhaltiges Handeln ohne Mitwirkung der Jugendlichen nicht zu verwirklichen ist. Deshalb sollte die Stadt diesem Weg weiter folgen und in Zusammenarbeit mit Jugendlichen mehr Aktivitäten für Jugendliche in ihr Planungsprogramm aufnehmen.
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