Aspekte der Ernährung - Ein Projektbericht
C 17 - C 19  Arbeitsgruppe Fast food


C 17  Fast-Food


Aus dem Bericht einer Arbeitsgruppe

Warum sind Fast-Food-Restaurants so beliebt? Vielen schmeckt Fast-Food einfach, und vor allem Jugendliche nutzen das vielfache Angebot an schnellen Imbissen. Ein großes Plus der Fast-Food Ketten sind die langen Öffnungszeiten und ihre weite Verbreitung. Gründe für die Beliebtheit lassen sich in unserer heutigen Gesellschaft finden, wie z. B. die Zunahme der Ein-Personen-Haushalte oder das fehlende oder schlechte Angebot an Kantinen essen. Die Mobilität im räumlichen, beruflichen und sozialen Bereich hat zugenommen. Dies bringt einen erhöhten Bedarf an klassischer Gemeinschaftsverpflegung mit sich, aber auch an Verpflegungsstätten, die einen schnellen Imbiß zwischendurch anbieten. Das Essen in Fast-Food-Restaurants ist immer noch billiger als in herkömmlichen Lokalen, deshalb ist z. B. McDonald's ein Treff für junge Leute, die hier Ersatz für die immer weniger werden den gemeinsamen Mahlzeiten in einem geborgenen Familienkreis finden. So haben wir bei unserer Um frage öfter Gründe gehört wie: Es ist gemütlich, man braucht sich nicht fein zu benehmen, man trifft dort nette Leute.

Ist Fast-Food gesund? Durch Masseneinkauf von billigen Lebensmitteln ist die Qualität nicht sehr hoch. Die Frische kommt aus der Tiefkühltruhe. Das Salatblatt im Hamburger ist alt und schlapp. Vitamine erhält man bei einem Hamburger-Essen nur durch den Orangensaft, der dazu getrunken wird. Trinkt man eine Cola, erhöht sich der Anteil an Zucker (leere Kalorien), was gesundheitlich schädlich ist. Die Nährstoffdichte, d. h. das Verhältnis von Energie- zu Ballaststoffen, stimmt nicht. Für die Brötchen wird das Auszugsmehl E 405 verwendet, dem Ballaststoffe, Vitamine und Keim fehlen. Die tierischen Fette, die vor allem bei Curry-Wurst und Big Mac verwendet werden, enthalten vorwiegend gesättigte und nur wenige ungesättigte Fettsäuren. Nach Angaben der Lebensmitteluntersuchungsämter wird die Qualität der Frittierfette von Imbißbuden häufig beanstandet. Wenn das Aasbackfett nicht nach 5 bis 6 Anwendungen gewechselt wird, kann es gesundheitsschädlich wirken, da es sich nach und nach zersetzt.

Der Preis. Der Durchschnittspreis für ein Essen liegt unserer Umfrage zufolge bei 7,- DM. Das sind für einen Jugendlichen mit 50,- DM Taschengeld bei durchschnittlich zwei Besuchen im Monat 28 Prozent seines Budgets. Außerdem gaben die meisten an, danach nicht satt zu sein. Viele essen deshalb zwei oder gar mehr Hamburger und zahlen am Ende so viel wie für ein Menü in einem guten Restaurant. Manchen ist das erst durch unsere Befragung bewußt geworden.

Ein Vergleich

Fast-Food-Kette Ein vegetarisches Restaurant
Großkonzern, Kette von Lokalen  Betrieb mit 150 Beschäftigten
Zentraler Einkauf der Zutaten,
Großlieferanten, weite Transportwege,
die Hersteller sind der
Filiale nicht bekannt
Vertrag mit Lieferanten,
vereinbarte Qualitätsmerkmale,
kontrollierter Anbau aus der Region
Pappgeschirr, zu 80 % recycelbar Geschirr aus Porzellan
Viele leere Kalorien, fast keine
Vitamine und Mineralstoffe
Vegetarisches Essen,
täglich frisches Gemüse
und Obst


C 18  Kundenbefragung zu Fast-Food

Anteil der Nein-Antworten auf folgende Fragen

befrag.gif (6014 Byte)

Die Befragung wurde vor einem McDonald's-Restaurant im Zentrum Stuttgarts an einem Freitagabend gegen 18.00 Uhr durchgeführt. Insgesamt wurden 50 Personen (je zur Hälfte weiblich und männlich) befragt, deren Durchschnittsalter bei 22,7 Jahren lag.

 

C 19  Beurteilung der Arbeitsgruppe

Ernährungsregeln Hamburger Pommes frites
Viel von

Gemüse

Getreideprodukten

Vitaminen

enthalten viel

Fleisch   (Fett 25 %)

Konservierungsstoffe

Verdickungsmittel

enthalten viel

Fett

Konservierungsstoffe

Verdickungsmittel

Wenig von

Fleisch

Fett

enthalten wenig

Gemüse

Getreideprodukte

enthalten keine

Vitamine

 

enthalten keine

Vitamine mehr