Aspekte der Ernährung - Ein Projektbericht
C 11 - C 16  Biologischer Anbau: Hintergrund und Analyse


C 11  Zuwachs

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C 12  Ökologische Verbände

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Die nach ökologischen Richtlinien arbeitenden Hersteller oder Landwirte sind in Verbänden zu sammengeschlossen. Die Einhaltung der Öko Normen wird von den Verbänden oder privaten, staatlich zugelassenen Kontrolldiensten über wacht.

Für die Verleihung des baden württembergischen Her kunfts- und Qualitätszeichens ist die Einhaltung besonderer Richtlinien für den kontrollier ten und integrierten Anbau zwingende Voraussetzung. Betriebe, die das Zeichen benutzen, unterliegen der Kontrolle des Ministeriums Ländlicher Raum.

C 13  Eine Marktnische

Kleinere Ernten, größerer Gewinn - so unterscheiden sich die Betriebsergebnisse der Öko-Bauern von jenen der konventionell wirtschaftenden Landwirte. Das ergibt sich aus einer Gegenüberstellung im Agrarbericht 1997 der Bundesregierung. Die alternativen Landwirte sind davon über zeugt, daß Mineraldünger, Pflanzen- und Schädlingsbekämpfungsmittel so weit wie möglich vermieden werden sollten und daß ein vielfältiger und häufig wechselnder Anbau von Feldfrüchten der Bodenqualität zugute kommt. Massentierhaltung lehnen sie ab. Diesen Vorgaben entsprechend haben sie geringeren Aufwand für Dünge- und Pflanzenschutzmittel, für Viehzukäufe und Futtermittel. Aber ihre Produktionsweise ist arbeitsaufwendig und weniger ergiebig: Trotz Mehrarbeit verzeichnen sie geringere Hektarerträge und Literleistungen ihrer Kühe. Aber da sie für ihre Produkte erheblich höhere Preise erzielen, brauchen die Bio-Bauern einen Einkommensvergleich mit den konventionell bewirtschafteten Höfen nicht zu scheuen. Der Markt für Öko- und Bio-Produkte wird aber wohl auch künftig nur eine Nische bleiben, denn die Zahl der Verbraucher, die auf Dauer höhere Preise für alternative Lebensmittel zahlen können oder wollen, ist begrenzt. Globus

 

C 14  Bioprodukte im Supermarkt?

"Der Preis ist eine Schwelle" an der Ladentheke

Kreis Esslingen (ühl) - Keine Konkurrenz für die konventionelle Landwirtschaft sieht Walter Vohl, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, in der Vermarktung von Bioprodukten im Supermarkt. Er freut sich über die Chance für seine Kollegen aus Öko-Betrieben. leer Verkauf ihrer Produkte im Supermarkt sei längst überfällig. Aber auch in der konventionellen Land wirtschaft könne man Naturschutz betreiben. ,,Unsere Bauern nehmen jede Möglichkeit dazu wahr." Lei der erhielten sie dabei zu wenig Unterstützung von der öffentlichen Hand. Nicht einverstanden ist Walter Vohl mit Bioland-Geschäftsführer Hopf über die Zukunftsperspektiven der ökologischen Landwirtschaft. ln Umfragen sei das Interesse an Bioprodukten zwar ganz toll. "An der Ladentheke ist es aber wieder. ganz anders." An Nahrungsmitteln werde zuerst gespart, und Biomarken sied nun mal teurer. "I7er Preis ist eine Schwelle.`

 

C 15  Kundenprofil eines Bioladens


Nach Auskunft eines Bioladens (in Stuttgart-Vaihingen) kommt die Mehr zahl der Kunden aus der gehobenen Mittelschicht; sie haben die "Alternativen" längst überrundet. Pro entual verteilen sich die Kunden folgendermaßen:

44 % aus der gehobenen Mittelschicht
27 % Alternative
14 % "lustbetonte" Kunden
6 % Konservative
9 % andere

Die Preise für ein Weizen-, Roggen- oder Roggenmischbrot liegen zwischen 6 und 7 DM je Kilogramm.
G. Waag

 

C 16  Zielvorstellung

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Schaubild: Bioland-Verband für organisch-biologischen Landbau e. v.