Das soziale Netz einer Stadt
B 13 - B 17  Dokumentation in einer Ausstellung


B 13  Konzeption der Ausstellung

ausstell.gif (8565 Byte)

   
     
B 14 Bilder einer Ausstellung    
     
ausst_a.jpg (12436 Byte)

a)  Die Sozial-Ag zeigt Netze
in der Stadt

  ausst_b.jpg (13630 Byte)

b) Nie wieder Alkohol !

Bilder: Raisch   ausst_c.jpg (15603 Byte)

c) Eindrücke aus dem Berberhof


B 15  Check-Liste

Für die Informationsplakate:

· Fotokarton 100 x 70
· Klebestifte
· Schwarze Filzstifte, dick und dünn
· Fotos (vergrößerte Begegnungsbilder)
· Texte
· Gestaltungsmaterial
(Wolle, Bilder aus Zeitschriften etc.) · Reißnägel

Für den Ausstellungsaufbau:

· Plakatwände für die Informationsplakate
· Wolle
· ca. 50 Meter Paketschnur
· Scheren
· 4 Bockleitern

Beispiele für Plakatthemen:


· Berberdorf
· Frauenhaus
· Obdachlosentreff
· Schwangerenberatung
· Schuldnerberatung
· Alkoholkranke
· Asylbewerberunterkünfte

B 16  Presse-Echo des Projekts

Begegnungen im sozialen Netz

Eine Schüler-AG der Schiller-Realschule plant eine Ausstellung im Alten Rathaus

Esslingen (upi) -- Ein Theaterstück ist schon entstanden, eine Ausstellung soll folgen. Schülerinnen der Schiller-Realschule touren derzeit durch Esslingens soziales Netz: Die Begegnungen mit Helfern und Rat suchenden, die Einblicke in die Aidsberatung, die Schwangerschaftskonfliktberatung und die Ge spräche mit Wohnsitzlosen im Berberdorf wollen die Schülerinnen nicht einfach nur so abhaken.

"Im Berberdorf, das war unheimlich interessant", erzählt Julia Bihl. "Wir sind sogar in die Wohnwagen eingeladen worden", fügt Sandra Horwath hinzu. Seit dem Schuljahresbeginn haben die Mädchen von der Schiller-Realschule zusammen mit Referendar Martin Raisch ein Terrain erkundet, das normalerweise nicht zum Gegenstand von Schüler-Arbeitsgemeinschaften wird. "Obdachlose, das war das erste Schwerpunktthema für uns", berichtet Raisch.

Was sie in Esslingen sahen und erlebten, haben die neun 14- bis 16jährigen Schülerinnen in ein selbstgeschriebenes Theaterstück umgesetzt. Es ist an den Schicksalen entlang gestrickt, die sich im Gespräch mit den Leuten vom Berberdorf offenbarten. Das Stück handelt von einem Mann, der seinen Job verliert und danach Schritt für Schritt ins soziale Abseits strauchelt. Am Ende beginnt er je doch durch die Vermittlung einer Unterkunft wieder Fuß zu fassen. Der optimistische Schluß, weiß Julia Bihl, entspricht nicht unbedingt der Realität beim Plattenrachen: "Manche haben gesagt, sie haben gar keine Lust mehr auf die normale Gesellschaft, sie hätten es oft genug vergeblich versucht." "Bei Leuten, die auf der Straße leben, ist irgend etwas kaputtgegangen", so zitiert Raisch die Worte von Dekan Klaus Scheffbuch, die die Gruppe lange beschäftigt haben. Scheffbuch ebnete die Wege in viele Einrichtungen und unterstützte zusammen mit Sozialbürgermeister Udo Goldmann die Idee, aus den gesammelten Erfahrungen und dem Fotomaterial eine Ausstellung im Alten Rathaus zu machen. Sie wird vom 23. Mai bis zum B. Juni laufen.

Unter dem Titel "Begegnungen im sozialen Netz der Stadt Esslingen" wird es nicht nur um Obdachlosigkeit gehen, sondern auch um Aids, um die Beratung Minderjähriger bei einer Schwangerschaft, um das Jugendbüro, die Schuldnerberatung und ein Gespräch mit einern "trokkenen" Alkoholiker. Auf dem 13c Stundenplan der neun Schülerinnen steht außerdem noch ein Treffen mit Asylanten, der Besuch der geriatrischen Klinik Kennenburg und einer Behindertenwerkstatt.

Mit dieser ungewöhnlichen AG bot Raisch auch die Gelegenheit, Berufswünsche an der Praxis zu messen. Friedericke Ballenberger etwa könnte sich vorstellen, als Hebamme in den Entwicklungsdienst zu gehen, während Julia Bihl auf der Sozialtour klargeworden ist: "Ich glaub', das wäre nichts für mich." Die Jungs hatte der Referendar für evangelische Religion, Geschichte und Physik von vornherein nicht in das klassenübergreifende AG-An gebot einbeziehen können. "1c1 glaub', die fanden das peinlich", meint Julia Bihl.

Esslinger Zeitung, 21.1.1997


B 17  Einladung zur Präsentation

Begegnungen im sozialen Netz der Stadt Esslingen

Die Sozial-AG der Schiller-Realschule Esslingen möchte all die netten Menschen, denen sie im Rahmen ihrer AG-Tätigkeit begegnet ist oder die uns unterstützt haben, recht herzlich zur Präsentationsveranstaltung der Ausstellung einladen.

Termin:  Freitag, 30.Mai 1997

Uhrzeit:  17:00 Uhr

Ort:          Altes Rathaus
               (Bürgersaal und Erdgeschoßhalle)
                Marktplatz Esslingen

Bei der Präsentationsveranstaltung haben sich freundlicherweise Herr Bürgermeister Goldmann, Herr Dekan Scheffbuch sowie der Rektor der Schil er-Realschule, Herr Straub, bereiterklärt, ein Grußwort zu sprechen. Der Abend wird von einer Bläsergruppe musikalisch umrahmt, außerdem wird die Sozial-AG ein Theaterstück aufführen, in dem Eindrücke zum Thema Obdachlosigkeit verarbeitet wurden. Natürlich haben Sie auch Gelegenheit, die Ausstellung anzuschauen oder mit uns und anderen ins Gespräch zu kommen.

Gerne dürfen Sie auch Ihren Ehepartner oder Lebensgefährten bzw. andere interessierte Gäste mit bringen. Wir würden uns sehr über Ihr Kommen freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Die Sozial-AG der Schiller-Realschule