Freizeitgestaltung von Jugendlichen
A 14 - A 17  Freizeit und Politik


A 14  Sitzordnung im Gemeinderat

parteien.gif (1576 Byte)

Abkürzungen:

SPD Sozialdemokratische Partei
  Deutschlands
CDU Christlich-Demokratische
  Union Deutschlands
FUW Freie Unabhängige Wähler
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen
REP Die Republikaner
FDP Freie Demokratische Partei
BM Bürgermeister
OB Oberbürgermeister

 


A 15  Aus dem Gemeinderat

Ein Schüler berichtet von der Sitzung

Tagesordnung, Punkt 7:

Errichtungung eines Jugendtreffs auf dem Zollberg

Der Vorsitzende, Oberbürgermeister Bauer, trägt vor, daß bei der Zollberg-Realschule Container für die Unterbringung des Jugendtreffs aufgestellt wer den sollen. Er begründet diesen Schritt und bittet den Gemeinderat um seine Zustimmung.

Ein Gemeinderatsmitglied der SPD sagt, auf dem Zollberg gebe es viel Engagement für den Jugend reff. Der Förderverein habe mit viel Einsatz an diesem Projekt gearbeitet und mit seiner Arbeit Vertrauen gewonnen. Er meint, daß es auch in einer finanziell schwierigen Zeit möglich sei, mit Fleiß und Einsatz etwas zu bewegen. Der Gemeinderat schildert die Suche nach einem geeigneten Standort. Die SPD hoffe nun, sagte er, daß die Jugendlichen auf dem Zollberg bald ihren Treffpunkt erhielten. Er bedankt sich bei allen Beteiligten für ihre Mitarbeit an diesem Projekt. Die SPD stimme der Vorlage "mit großer Freude" zu.

Ein CDU-Stadtrat bedankt sich zunächst bei den vielen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern. Der nun gefundene Standort sei seiner Meinung nach besser als der ursprünglich einmal geplante. Die zuerst vorgesehenen Flächen sollten für eine Reihenhaus-Bebauung genutzt werden. Er finde es interessant, so das Ratsmitglied, daß die zuvor von Asylbewerbern genutzten Container jetzt für die jugendhausähnliche Einrichtung Verwendung fänden. Er sei gespannt, wie dieses Jugendhaus nachher tatsächlich aussehe und wie es genutzt werde. Er fragt die Verwaltung, ob andere übrige Container nicht für notwendige Kindergartenplätze genutzt werden könnten. Nachdem das Geld für das Personal schon frühzeitig zur Verfügung gestellt worden sei, hoffe er, daß der Jugendtreff bald eröffnet werden könne. Die CDU stimme dem Antrag zu. Die Gemeinderätin der FUW betont gleich zu Beginn, daß die FUW dem Antrag zustimme. Sie finde es gut, daß die nicht mehr benötigten Container für den Jugendtreff verwendet werden könnten. Auch sie hebt das freiwillige Engagement auf dem Zoll berg lobend hervor. Die FUW sei aber daran interessiert, etwas über die Inhalte der künftigen Jugendarbeit zu erfahren.

Die Grünen-Sprecherin hält es für sehr positiv, daß die Jugendlichen auf dem Zollberg aktiv an der Gestaltung des Jugendtreffs mitarbeiten könnten. Dem vorliegenden Antrag stimmten die Grünen zu.

Beschluß

Der Gemeinderat stimmt der Vorlage ohne Gegen stimme zu. Für den Jugendtreff sollen 275 000 DM eingeplant werden. Das Vorhaben soll bald ausgeführt werden.

 

A 16  Ziele von Jugendlichen

Vorstellungen der Kandidaten für den Jugendgemeinderat

Felix M., 14 Jahre
Ich möchte auf jeden Fall für die Skater was machen und erreichen, daß es 'ne Pipe auf dem Zollberg gibt. Doch nicht nur dort, sondern in ganz Esslingen fehlt es an Freizeitmöglichkeiten. Ich möchte die Sachen mitunterstützen, die die anderen so wollen.

Stefanie M., 15 Jahre
Ich möchte mich dafür einsetzen, daß es in Esslingen mehr Möglichkeiten für Jugendliche gibt. Im Jugendgemeinderat möchte ich mich für mehr Jugendhäuser einsetzen und zudem von den Preisen her etwas ändern.

Christoph K., 16 Jahre
Ich finde, daß in Esslingen zu wenig Ios ist. Ich möchte mehr Veranstaltungen in Esslingen und auch was für Oberesslingen erreichen, sofern die anderen mitmachen.

Selma O., 17 Jahre
Ich finde es schade, daß die Jugendlichen nach Stuttgart gehen, um sich zu amüsieren. Ich möchte erreichen, daß künftig in Esslingen mehr Ios ist.

Stefanie G., 14 Jahre
Ich verspreche mir vom Jugendgemeinderat mehr Aktivitäten für Jugendliche.

 

A 17 Wahlkampfbeobachtung


Notizen einer Schülerin über eine Podiumsdiskussion im OB-Wahlkampf 1997

Die beiden Kandidaten, Dr. Jürgen Zieger und Roger Kehle, haben relativ wenig zu Freizeitfragen und Jugendeinrichtungen gesagt.

Dr. Zieger meinte, jugendunterstützende Einrichtungen seien wichtig, weil die Jugendlichen dort motiviert würden. Deshalb möchte er als Oberbürger meister die Jugendhäuser und die jugendhausähnlichen Einrichtungen unterstützen. Er möchte auf alle Fälle verhindern, daß dort Einsparungen vorgenommen würden.

Roger Kehle sagte, daß der Gemeinderat im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit immer verantwortlich gehandelt habe. Auch er halte die Freizeitarbeit für eine wichtige Sache. Er versprach, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Er wolle die Jugendeinrichtungen erhalten, auch wenn die Stadt zur Zeit wenig Geld habe. Hala Azbaki

diskuss.jpg (15212 Byte)

Volles Haus im Komma, wohin der Jugendgemeinderat und der Stadtjugendring zu einer Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten Dr. Jürgen Zieger und Roger Kehle geladen hatten

Bild: Bulgrin, Esslinger Zeitung, 72. 7 7. 7997