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Zeitschrift
Menschenrechte Rechte für dich - Rechte für alle!
Heft
2/2005, |
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Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und SportSchon als vor über zweihundert Jahren die Menschenrechte erklärt wurden – eine der größten Errungenschaften der Menschheit –, war mit ihnen der Gedanke verbunden, dass an diesen unveräußerlichen Rechten alle Menschen teilhaben. Spätestens seit der Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen von 1948 wird politisches Handeln international auch an der Einhaltung und am Schutz der Menschenrechte gemessen. Heute werden die Menschenrechte als eine Art »minimales globales Ethos« angesehen, als Richtschnur für ein friedliches Miteinander: Sie sollen weltweit grundlegende politische, bürgerliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Rechte garantieren und könnten zu einem »Grundkonsens der Globalisierung« (Michael Haspel) werden. Zwar zeigen die Nachrichten fast täglich, wie verletzlich die Menschenrechte sind. Willkürliche Verhaftungen, Hinrichtungen, Folter, Diskriminierung und Ausbeutung in vielen Ländern der Welt machen deutlich, dass die Durchsetzung der Menschenrechte oft noch nicht erreicht ist. Trotz aller Rückschläge und Einschränkungen jedoch ist die Entwicklung der Menschenrechte, so zeigt sich, eine Erfolgsgeschichte. Anlässlich des UN-Weltprogramms für Menschenrechtsbildung, das in diesem Jahr begonnen hat, widmet sich die Landeszentrale für politische Bildung im vorliegenden Heft dem Thema Menschenrechte. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Was bedeuten die Menschenrechte, die so selbstverständlich erscheinen, ganz konkret für das eigene Leben, und was geschieht eigentlich, wenn sie fehlen? Wo und wie werden Menschenrechte verletzt? Wie können Menschenrechte geschützt werden? Alltagsnah, praxisorientiert und altersgemäß nähert sich das vorliegende Heft ausgehend von der Lebenswelt der Jugendlichen dem komplexen Thema. Es bietet abwechslungsreiche Materialien und interessante Aufgabenstellungen, die die Menschenrechte für Jugendliche lebendig und erfahrbar werden lassen. Die Achtung der Menschenrechte – im Großen wie im Kleinen – bleibt ein Ideal, das zu erreichen unablässiges Bemühen erfordert. Die schulische Menschenrechtsbildung vermittelt dabei nicht nur Kenntnisse, sondern verlangt auch Haltungen und trägt damit zu einer Werteerziehung bei. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport wünscht diesem Heft zahlreiche Leserinnen und Leser, die ihren Unterricht mit den vorliegenden Ideen und Materialien bereichern, denn nur wer die Menschenrechte kennt, kann sie auch verteidigen – die eigenen, aber auch die der anderen.
Johanna Seebacher
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