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Zeitschrift Die siebziger Jahre Facetten eines Jahrzehnts Heft 2/2003 |
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AV-Medien zum ThemaZusammengestellt von Hanns-Georg Helwerth
Sonnenallee Die DDR in den siebziger Jahren. In der Sonnenallee: das sind junge Leute - damals wie heute, hier wie dort. Das sind verbotene Songs und Träume. Und eine große Liebe, die die Welt verändert. Das Panorama des Ostens, erzählt von Leuten, die dabei waren, gefühlvoll und komisch.
Keine Macht für Niemand, 1970-1976 Die Puhdys feiern West-Erfolge, Nina Hagen kommt ins Fernsehen, sogar die verbotenen Butlers kehren als Renft-Combo vorübergehend zurück. Im Trend der Zeit leben und arbeiten Guru Guru, Amon Düül II oder Kraan gemeinsam in Landkommunen. Selbst die durchgeknallten Krautrocker sind etabliert. Kraftwerk gelten bald als Helden. Erfolg auch für deutsche Sänger: Udo Lindenberg singt schnoddrige Texte.
Night Fever und No Future, 1975-1980 "Fly Robin fly"...! Das Disco-Fieber greift um sich. Boney M. und Silver Convention feiern internationale Triumphe. Produzenten wie Frank Farian und Giorgio Moroder machen Disco "made in Germany" zum Erfolgsprodukt. Die deutsche Jugend bewegt sich "Saturday Night" auf den Spuren von John Travolta. Auch Nina Hagen und Wolf Biermann etablieren sich. DDR-Rocker wie Elektra oder Karat geben sich lieber unpolitisch.
Kleine Schritte 16-mm-Film, 45 min, f, 1980 Schilderung der Bemühungen der beiden deutschen Staaten um Normalisierung der Beziehungen von 1969 bis zu den Ostverträgen aus der Sicht der Zeitzeugen Paul Frank, Staatssekretär a.D. und Wolfgang Seiffert.
Deutschland 1970, Beginn des Dialogs? Originaldokumente (Wochenschau und Fernsehberichte) aus Ost und West dokumentieren wichtige Etappen deutsch-deutscher Politik von der Berlin-Krise 1958-61 bis zum Grundlagenvertrag 1972.
Willy Brandt - der Kanzler Die Biografie vermittelt einen überzeugenden Einblick in Kindheit und Jugend, Emigration und politischen Werdegang des ersten sozialdemokratischen Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland. Vor allem aber werden die Grundzüge der Ostpolitik dargestellt. Statements von politischen Weggefährten, Widersachern, Freunden und Mitgliedern der Familie zeichnen ein eindrucksvolles und anschauliches Porträt des Politikers und der Persönlichkeit Willy Brandt.
Entspannung 1969-1975 7. Dezember 1970: Willy Brandt kniet am Mahnmal für die Opfer des Warschauer Ghetto-Aufstands von 1943 nieder. Gerade fünf Monate im Amt, besucht er als erster Bundeskanzler im März 1970 die DDR und dann auch Moskau und Polen.
1971-90, Konsolidierung und innere Krise Dokumentarisches Filmmaterial und Interviews veranschaulichen die Entwicklung der DDR in den siebziger Jahren: internationale Anerkennung, eine kurze Phase relativer wirtschaftlicher und sozialer Stabilität und schließlich Stagnation.
Das sowjetische Ehrenmal Propagandistisch gefärbter DEFA-Film über das sowjetische Ehrenmal in Berlin-Treptow. Kameraführung und Kommentartext zeichnen den Film als klassisches Beispiel des DDR-Propagandastils der 70er Jahre aus.
Zwei getrennte Staaten, ein vereintes Deutschland 1973-1990 Nach der internationalen Anerkennung der DDR ist die deutsche Frage kein Thema der Weltpolitik mehr. Mit Aussagen wichtiger Zeitzeugen und Archivmaterial werden die Schwierigkeiten der deutsch-deutschen Beziehungen in der Honecker-Ära bis zum Zusammenbruch des totalitären Systems geschildert und die Schritte auf dem Weg zur deutschen Einheit dokumentiert.
Die Täter Dokumentation über die RAF, besonders über Ulrike Meinhof und Andreas Baader, die hier als zwei unterschiedliche Typen von Terroristen vorgestellt werden: Moralisten und Anarchisten. Die einen gaben sich, legitimiert durch selbstzerstörerischen Moralismus, die Lizenz zum Töten, die Motive der anderen wurzelten in tiefem Hass gegen Staat, Polizei und jede Art von Obrigkeit. Für die einen steht Ulrike Meinhof, für die anderen Andreas Baader.
Stammheim Die Justizvollzugsanstalt in Stammheim bei Stuttgart war bis in die siebziger Jahre ein "normales" Gefängnis. Dann wurde es zum Symbol für die wehrhafte Demokratie, die sich mit diesem Hochsicherheitsgefängnis gegen die Angriffe der RAF-Terroristen zu wehren versuchte.
Der weiße Fleck Interview aus dem Jahr 1979 mit den früheren Terroristen Mahler und Bäcker. Die Länge des Films und sein ausgesprochen intellektueller Sprachstil lassen den Film allenfalls für die gymnasiale Oberstufe und besonders interessierte Gruppen der Erwachsenenbildung als Gesprächsanstoß geeignet erscheinen.
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