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Zeitschrift Wasser Wasser
im Alltag
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Der Weg der Wassertropfen Im südwestlichen Deutschland, das von atlantischem Klima geprägt ist, fallen durchschnittlich 803 Millimeter Niederschlag pro Jahr. In baden-württembergischen Städten regnet, schneit und graupelt es mal mehr (Freiburg 903 Millimeter), mal weniger (Stuttgart 687 Millimeter). Was passiert nun mit den Wassertropfen und Schneeflocken (803 Millimeter = 100 Prozent)? 51 Prozent verdunsten: 39 Prozent über die Pflanzen, 11 Prozent über den Boden und andere Oberflächen, ein Prozent über die Gewässer. 49 Prozent fließen ab: 35 Prozent oberirdisch in Bächen und Flüssen, 14 Prozent unterirdisch ins Grundwasser. Das Grundwasser wird von Wasserversorgung, Landwirtschaft und Industrie nach oben gepumpt, verschwindet aber auch in tiefen Gesteinsklüften oder tritt in Flüssen und Seen aus. Rainer Scheckel; nach Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg: Wasser. Stuttgart 2000, S. 5
Wie lange bleibt das Wasser wo? Schätzaufgabe:
Woher kommt unser Wasser, und wie gut ist es? Wir planen ein Interview bei den Stadtwerken Überlege zunächst allein: Was interessiert mich am Thema Trinkwasser? Was möchte ich dazu gern wissen? Was fällt mir sonst dazu ein? Besprecht dann in der Gruppe: Welche Einfälle tauchen öfter auf? Welche Fragen ergeben sich? Ergebnis eurer Gruppenarbeit sollte ein Fragenkatalog für das Interview bei den Stadtwerken sein.
Die Kontrolle der Trinkwasserqualität Die Qualität des Trinkwassers wird einerseits von seinen natürlichen Inhaltsstoffen bestimmt, die vom Boden und den Gesteinsschichten abhängen, die das Wasser bei der Grundwasserneubildung durchsickert. Dabei kann zum Beispiel Kalk gelöst werden, der das Wasser "hart" werden lässt. Es können aber auch Krankheitserreger und Spuren von Umweltchemikalien ins Grundwasser gelangen. Für diese Stoffe, die nicht oder nur in unbedenklichen Konzentrationen im Grundwasser vorhanden sein dürfen, gibt die Trinkwasserverordnung, die bundesweit die Anforderungen an die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch regelt, strenge Grenzwerte vor. Die Wasserversorgungsunternehmen untersuchen das Wasser regelmäßig und melden es dem Gesundheitsamt, wenn einer der Grenzwerte überschritten wird. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob und wie lange das Wasser weiter als Trinkwasser verwendet werden darf oder ob Vorsichtsmaßnahmen (zum Beispiel Abkochen) ergriffen werden sollten.
Rainer Scheckel; nach Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft: Grundwasser. Der unsichtbare Schatz. München 2001, S. 42
ff
Wasserverbrauch im Haushalt Drei Wege, um den Trinkwasserverbrauch in eurem Haushalt zu errechnen
1. Wasserprotokoll
2. Vergleichsmessung durch Ablesen der Wasseruhr
3. Wasserrechnung
Ausgewählte Grenzwerte der Trinkwasserversorgung
Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft: Grundwasser. Der unsichtbare Schatz. München 2001, S. 43
Auswertung der Verbrauchsermittlung
Über 140 Liter: Ihr geht sehr großzügig mit Wasser um. Könnte es sein, dass ihr es auch verschwendet? Habt ihr einen großen Swimmingpool im Garten, ein Loch in der Wasserleitung oder defekte Hähne? Sprecht miteinander darüber, wie ihr Wasser sparen könnt. 125 bis 140 Liter: Ihr liegt im Durchschnitt der deutschen Verbraucher. In eurem Haushalt könntet ihr noch manches einsparen. Wer macht die besten Vorschläge? 100 bis 125 Liter: Deine Familie hat sich ein Lob für fleißiges Wasser sparen verdient. Mit dem einen oder anderen Tipp könnt ihr vielleicht noch mehr erreichen. Unter 100 Liter: Gratulation an dich und deine Familie: Ihr seid wirklich clevere Wassersparer. Hört euch mal bei Freunden und Verwandten um. Vielleicht können die euer Wissen brauchen. Rainer Scheckel; verändert nach Tom Koenigs (Hrsg.): Das Wassersparbuch. Niedernhausen: Falken 1998, S. 31f.
Trinkwasserverwendung im Haushalt
Je Einwohner und Tag in Liter
Wasserverbrauch in Deutschland
Quelle: www.forum-trinkwasser.de; nach Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW); Statistisches Bundesamt 1998 / Forum Trinkwasser 2001
Trinkwasserpreise in europäischen Staaten
Daten: Die Zeit 32/2001, S. 20; Umrechnung von DM in Euro: P&U 2002
Leitungswasser im Städtevergleich Geschmackstester prüften - im Blindversuch - das Leitungswasser in verschiedenen deutschen Städten.
Die Jagd nach den verlorenen Tropfen Wasser sparen im Haushalt. Bitte ordne zu:
Rainer Scheckel; nach Tom Königs (Hrsg.): Das Wassersparbuch. Niedernhausen: Falken, S. 35 ff. Lösung siehe Seite 8
Regenwassernutzung für unsere Schule?
Erörtert das Projekt einer Regenwasser-Nutzungsanlage in der Gruppe, sammelt Informationen und nehmt Stellung. Versucht dabei herauszufinden:
Nehmt abschließend Stellung: Regenwassernutzung an unserer Schule - realistische Vision oder nur ein schöner Traum? Rainer Scheckel
Erkundung vor Ort Wir erkunden in der Gruppe einen wassernutzenden Betrieb in unserer Gemeinde. Führt in der Gruppe ein Interview in einem Betrieb in der Nähe durch (Gärtnerei, Hotel, Schwimmbad, Tankstelle oder Ähnliches) und findet heraus, wie viel und wozu Wasser gebraucht, wie es verschmutzt, ob es gereinigt wird und wie Wasser gespart werden kann. Hier das Beispiel eines Interviews mit dem Tankstellenpächter B. P. Schell: Im Durchschnitt sind es 200 Liter pro Wäsche. Das ist aber sehr viel. Sollte man da nicht lieber mit ein paar Eimern Wasser selber waschen? Verschmutzen die Chemikalien nicht das Grundwasser? (Herr Schell lacht.) Nein, der Boden im Umkreis der Tankstelle ist so gut versiegelt, dass nichts ins Grundwasser gelangen kann. Altölreste, Salze und andere Chemikalien werden gesammelt und zweimal im Jahr abgeholt. Wenn es so umweltfreundlich ist, fahren Sie Ihr eigenes Auto dann jeden Tag in die Waschstraße? Das wäre nicht so umweltfreundlich. Einmal alle vier Wochen - das reicht.Text: Rainer Scheckel
Mechanisch-biologische Abwasserreinigung Ordne die Sätze und finde das Lösungswort.
Text: Rainer Scheckel
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