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Zeitschrift Medien
BAUSTEIN D Das Internet Unterrichtspraktische Hinweise |
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Wie hältst du's mit dem Internet? (D 1 und D 2) Hier sollen sich die Schüler und Schülerinnen mit ihrem eigenen Internetkonsum auseinander setzen. Selbstverständlich ist es auch Sinn des Fragebogens D 1, kritisch zu beurteilenden Umgang mit dem Netz (etwa die Gefahr der Internet-Sucht) mit den Schülern ernsthaft zu besprechen. Ein Anstoß für ein solches Gespräch kann die Karikatur D 2 sein.
Mögliche Aufgaben zu D 1 und D 2 Beschreibe und erkläre die Karikatur. In Partnerarbeit: Wie sieht euer eigenes Nutzerverhalten aus? Wenn ihr Internetzugang habt, wie viele Stunden in der Woche seid ihr online? Tauscht eure Ergebnisse miteinander aus und sammelt sie an der Tafel. Diskutiert über die unterschiedlichen Nutzergewohnheiten von Jungen und Mädchen. Hört euch um, wie es bei anderen Schularten in dieser Sache aussieht. Über das Suchtpotenzial des Internets wird viel diskutiert. Eine provozierende Frage: Was müsste man dir bieten, damit du einen Monat lang auf das Internet verzichtest? Entwicklung und Nutzung (D 3 bis D 6) Zunächst können die Schüler die Ergebnisse ihrer Erhebung und Diskussion (D 1, D 2) mit Umfragedaten vergleichen (D 3, D 5). Eine Chronik der Entwicklung der elektronischen Medien zeigt das Schaubild D 4. Oft wird behauptet, das Internet sei ein globales Dorf, zu dem alle einen gleichberechtigten Zugang hätten. Diese These sollen die Schüler und Schülerinnen anhand der Grafik D 6 prüfen. Zwar wächst die Zahl der Internetbenutzer von Jahr zu Jahr. Aber im Vergleich zur Gesamtbevölkerung von 80 Millionen gibt es noch viele Menschen ohne Internetzugang. Szenarien über die Zukunft betonen die Chance, die in einem globalen freien Zugang zum Internet liegen. Doch bis heute sind Asien, Afrika und Lateinamerika kaum an das Internet angeschlossen. Es entstehen gesellschaftliche Gräben zwischen der Informiertheit der Reichen und der Armen. Die Jugendlichen sollen die Folgen eines drohenden Online-Analphabetismus erörtern. Regulierungsbedarf? (D 7 bis D 12) Die Texte D 7 und D 8 zeigen, dass das Internet ein Medium ist, das sowohl demokratisches Gedankengut in autoritäre Regime transportieren als auch volksverhetzende Parolen verbreiten kann. Unabhängig von der technischen Realisierbarkeit stellt sich die Frage, ob nicht auch online verboten sein soll, was offline verboten ist (D 9). Ob reguliert werden soll und kann, lässt sich auf der Grundlage der Texte D 10 und D 12 unter Einbeziehung der Karikatur D 11 diskutieren.
Ordnungssysteme für das Netz (D 13, D 14) Für die Vergabe von Internetadressen gibt es die Internet-Verwaltung Icann (D 13). Ein Zukunftspapier der Bertelsmann-Stiftung macht Vorschläge für Ordnungsinstrumente einer neuen Kommunikationsstruktur (D 14). Mögliche Aufgaben Wie sollte die Vergabe der Internetadressen geregelt werden? Überlegt euch Regeln, nach denen Icann die Adressen vergeben soll. Die nationalen Regierungen haben kaum noch Einfluss auf das Internet. Diskutiert, was ihr am Rückgang des staatlichen Einflusses eher positiv oder eher negativ bewertet. Welche Grundsätze für eine neue Kommunikationsordnung im Internet gelten sollen, ist heftig umstritten: Welche Inhalte sollten verboten werden? Wie groß soll der Einfluss der Nationalstaaten sein? Welche Ordnungsstruktur gibt es für die Bekämpfung der Kriminalität, für die Wahrung des Datenschutzes, der Urheberrechte und zum Schutz der Privatsphäre? Das Quiz D 15 fasst die wichtigsten Begriffe noch einmal in spielerischer Form zusammen. Lösung: 1B, 2C, 3A, 4G, 5F, 6E, 7H, 8D, 9J, 10I
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