Zeitschrift

Berufsorientierung

 

 


Baustein C: C4-C9
Selbsteinschätzung und Präsentation


Inhaltsverzeichnis



C 4 - Fragen zur Selbsteinschätzung

Beantworten Sie die Fragen für sich möglichst ausführlich.

  • Wenn Sie sich selbst charakterisieren sollten: Was sind Ihre hervorstechendsten persönlichen Eigenschaften? Nennen Sie mindestens drei, besser aber fünf.
     
  • Worin sehen Sie Ihre Stärken? Nennen Sie min-destens drei, besser aber fünf, und überlegen Sie, in welchen Beispielsituationen Sie diese Stärken bei sich erlebt haben.
     
  • Worin sehen Sie Ihre Schwächen? Verfahren Sie wie oben. Überlegen Sie, wie Sie mit Ihren Schwächen umgehen: Leiden Sie darunter, oder machen Sie etwas daraus? Überlegen Sie, wie Sie mit Ihren Schwächen positiv umgehen können.

Bärbel Rompeltien: Last-Minute-Programm für das erfolgreiche Assessment-Center, Frankfurt/M.: Campus 1999, S. 60 (gekürzt).


C 5 - Kugellager

• Die Teilnehmer stellen sich einander zugewandt in einem Innen- und einem Außenkreis auf und tauschen sich mit ihrem Gegenüber über ein vorgegebenes Thema aus.


• Auf ein Zeichen hin rücken die Teilnehmer im Außenkreis um zwei bis drei Plätze weiter und unterhalten sich nun mit ihrem neuen Gesprächspartner.

• Der Vorgang wird maximal viermal wiederholt, wobei sich auch der Innenkreis weiterbewegen kann. Es ist nur darauf zu achten, dass sich nicht zweimal dieselben Partner gegenüberstehen.

C 6 - Traumberufe


Rita Rostock

C 7 - Zuordnungen


Bild: Rita Rostock

C 8 - Interessen-Test

In welcher Rolle würden Sie sich am liebsten sehen, am wohlsten fühlen? Bitte entscheiden Sie sich immer für eine Tätigkeit oder Rolle (auch wenn es Ihnen teilweise nicht leicht fallen sollte). Zwar müssen Sie sich entscheiden, aber bedenken Sie: Es gibt kein richtig oder falsch, kein gut oder schlecht.
Möchten Sie lieber ...
1
a) als Autor ein Theaterstück schreiben
b) es als Regisseur mit den Schauspielern in Szene setzen
c) es als Theaterwissenschaftler analysieren und in einen bestimmten Kontext stellen

2
c) als Musikkritiker Konzertaufführungen analysieren
a) als Solist mit Ihrem Instrument ein Musikstück interpretieren
b) als Dirigent mit einem Orchester eine Gesamtleistung erbringen

3

b) als Lehrer mit Schülern ein Thema erarbeiten
a) als Lehrer Schulbücher schreiben
c) als Pädagoge wissenschaftliche Lernmethoden konzipieren

4

c) als Sportjournalist arbeiten
b) Sporttrainer sein
a) als Sportler auf eine neue Rekordzeit im 100-m-Lauf hintrainieren

5
b) als Kellner Restaurantgäste bedienen
c) als Gourmet-Tester für eine Zeitschrift arbeiten
a) als Koch in einem Restaurant arbeiten

6
a) eine Fernreise verkaufen
b) eine Gruppe von Touristen auf dieser Fernreise als Reisebegleiter betreuen
c) einen Reisebericht über diese Fernreise schreiben

7
c) medizinische Befunde und Daten mittels EDV wissenschaftlich auswerten
b) in einem Team von Chirurgen und anderen medizinischen Mitarbeitern im Krankenhaus arbeiten
a) als Hausarzt Patienten versorgen

8
c) die Festigkeit verschiedener Betonarten erforschen
a) eine Bauzeichnung anfertigen
b) die Bauleitung übernehmen und die Handwerker "auf Trab halten"

9
b) in einer Sonderkommission einen schwierigen Kriminalfall gemeinsam mit Experten bearbeiten
c) Kriminalfälle auswerten und kriminalistische Studien anstellen
a) als Geheimagent tätig sein

10
b) im Verlag mit allen Beteiligten ein Verlagsprogramm entwickeln
a) im stillen Kämmerlein einen Roman schreiben
c) sich als Literaturwissenschaftler in einem Fachgebiet spezialisieren

11
a) Formel-1-Rennen fahren
b) bei Autorennen an der Box im technischen Team mitarbeiten
c) als Chefkonstrukteur die Motoren von Rennautos optimieren

12
c) als Geologe Steinformationen untersuchen
a) als Bergsteiger Gipfel im Alleingang erklimmen
b) bei der Bergwacht im Team verunglückte Touristen retten

13
a) ein Drehbuch für einen Fernsehfilm schreiben
b) als Schauspieler in diesem Film mitspielen
c) als Filmproduzent das Ganze organisatorisch realisieren

14
b) in der Werkstatt gemeinsam ein Bühnenbild bauen
c) eine Werbekonzept für eine Theaterproduktion entwickeln
a) ein Bühnenbild entwerfen

15
b) mit Mitschülern ein Schulfest organisieren
a) bei einem Schulfest als Zauberkünstler auftreten
c) in der Schülerzeitung ausführlich darüber berichten
Auswertung und Interpretation: S. 14 f.

Jürgen Hesse / Hans Chr. Schrader: Orientierungstests für Schulabgänger, Frankfurt/M.: Eichborn 1999, S. 99 ff.


C 9 - Vortragstechnik

1. Klare Gliederung der Rede!

Wenn ich bei den Zuhörern "ankommen" will, dann muss ich meine Rede möglichst logisch und übersichtlich aufbauen. Das fördert die Aufmerksamkeit und sorgt dafür, dass meine Rede besser in Erinnerung bleibt. Ich sage also zu Beginn, worüber ich sprechen will und wie ich vorzugehen gedenke. Ich stelle meiner Argumentation Zahlen voraus, wie zum Beispiel erstens, zweitens, drittens, oder aber a, b und c. Hilfreich für die Zuhörer ist es, wenn ich die Gliederung mithilfe des Tageslichtprojektors sichtbar mache. Während des Vortrags zeige ich mit einem Stift, den ich auf den Projektor lege, über welchen Punkt ich gerade spreche.

2. Interessant und verständlich reden!

Ich muss mich darum bemühen, dass sie sich auch angesprochen fühlen; sie müssen sich in meiner Rede wieder finden können. Ich interessiere meine Zuhörer also z.B. dadurch, dass ich einen aktuellen Aufhänger suche; ich bringe lebensnahe Beispiele und berichte über persönliche Erfahrungen. Ich lasse Menschen in direkter Rede auftreten; ich ziehe witzige Vergleiche und wähle gelegentlich auch mal saloppe Formulierungen, die für Auflockerung sorgen, ohne vom Thema abzulenken. Zum interessanten und verständlichen Reden gehört aber noch ein Weiteres: Die Beschränkung auf das Wesentliche, und zwar in einer Form, die jeder kapiert.

Bild: Rita Rostock

3. Die Stimme lebendig und fesselnd einsetzen!

Die Stimme ist das, was zuerst wahrgenommen wird. Mit der Stimme kann ich etwas lebendig, interessant und fesselnd für die Zuhörer machen, oder ich kann langweilen und zum Abschalten verleiten. So ist es z.B. für die Zuhörer langweilig, wenn jemand minutenlang auf der gleichen Tonhöhe spricht. Ähnliches gilt, wenn zu leise geredet oder eine undeutliche Aussprache gepflegt wird. Ton, Lautstärke, Stimmwechsel und Sprechtempo sind die Musik hinter den Worten. Lauter spreche ich z.B. dann, wenn ich etwas hervorheben möchte. Leiser und langsamer spreche ich, wenn ich nachdenklich machen will ...

4. Durch Mimik und Gestik das Gesagte unterstreichen!

Ich muss möglichst frei reden und das Gesagte durch Mimik und Gestik unterstreichen. Ein Redner spricht nicht nur mit seiner Stimme, sondern in gewisser Weise mit seinem ganzen Körper ... Ich bemühe mich um Blickkontakt zu meinen Zuhörern und unterstreiche damit mein Interesse an ihnen. Nicht zuletzt achte ich auf meine Hände. Ich weiß: Gefaltete Hände gehören in die Kirche, zur Faust geballte Hände in eine Kampfarena; hinter dem Rücken versteckte Hände können keine Gestik erzeugen, gleiches gilt, wenn die Hände in den Hosentaschen stecken. Andererseits: Seitlich ausgestreckte Arme unterstreichen das Gesagte; eine kopfkratzende Hand verstärkt einen ausgesprochenen Zweifel ...

Nach Heinz Klippert: Kommunikations-Training, Weinheim und Basel, 7. Aufl. 2000, S. 183 f. (gekürzt)


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