Zeitschrift

Wirtschaft im Wandel

Wachstum und Konjunktur in der Bundesrepublik Deutschland

Vorwort des Herausgebers

 



 

Inhaltsverzeichnis


Für unsere Reihe POLITIK & UNTERRICHT sind Wirtschaft und Wirtschaftspolitik wichtige Fragen. Sie sind sogar besonders brennend für die Lehrerinnen und Lehrer, weil neue Herausforderungen es nahelegen, die in den Lehrplänen fixierten Inhalte um aktuelle Problemstellungen zu erweitern. Bei allem muss zudem die Gratwanderung zwischen der Komplexität der Sache und ihrer notwendigen Elementarisierung in einem Unterrichtsmodell bewältigt werden.

Zwei Bausteine dieser Ausgabe, der zweite und dritte, greifen Themen auf, die dem ständigen Wandel der Wirtschaft Rechnung tragen. Da ist zunächst der Bereich der so genannten Neuen Ökonomie, einmal mit der Erörterung seiner selbst formulierten Ansprüche und Erwartungen, zum anderen auch mit seinen nicht zuletzt von den Märkten gesteckten Grenzen. Im letzten Baustein des Heftes schließlich behandeln wir den Euro, der vom nächsten Jahr an in unseren Geldbeuteln sein wird. Die Schulen können hier auch Materialien von den Banken erhalten. Deshalb haben wir uns auf die politischen Aspekte des neuen Geldes konzentriert, also etwa auf die Rolle der Europäischen Zentralbank.

Am umfangreichsten ist der erste Baustein, der sich mit Wachstum und Konjunktur in der Bundesrepublik Deutschland beschäftigt. Hier werden die notwendigen Begriffe geklärt und die Ziele der Wirtschaftspolitik erläutert. Das Stabilitätsgesetz von 1967 ist die Grundlage; seine inneren Zielkonflikte und eine mögliche Erweiterung werden untersucht. Nicht erst der 11. September 2001 hat uns freilich die Grenzen nationaler Politik angesichts internationaler Verflechtungen vor Augen geführt. Stabilitätspolitik im Magischen Viereck lässt sich aus verschiedenen Gründen heute nicht mehr so zielgenau verfolgen wie vor fast fünfundzwanzig Jahren.

Unsere Leserinnen und Leser wissen, dass wir bestrebt sind, die Sachverhalte so darzustellen, dass wir möglichst den Anforderungsprofilen mehrerer Schularten, besonders auch im Sekundarbereich I, gerecht werden können. Andererseits ist uns klar, dass manche der hier präsentierten Inhalte vom Lehrplan und von den Anforderungen her vor allem in der Oberstufe des Gymnasiums Verwendung finden werden. Wir sind aber sicher, dass das Heft auch auf anderen Ebenen, zumindest auszugsweise, sinnvoll zu nutzen ist.

Siegfried Schiele
Direktor der Landeszentrale für politische Bildung
Baden-Württemberg


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