Zeitschrift

Wirtschaft im Wandel

Der Euro ist da – Zur Stellung der Europäischen Zentralbank

C 1 bis C 9

Prinzipien der Währungsunion 



 

Inhaltsverzeichnis

 
C 1 Abschiedsschmerz


Nur noch wenige Tage ...

Zeichnung: Haitzinger/CCC 

 

C 2 Zwischen Akzeptanz und Skepsis

a) Ansichten zum Euro

  1. Beim Reisen in Euro-Länder fällt der Geldumtausch weg. Das spart Zeit und Geld.
  2. Die Herstellung der neuen Geldscheine und Münzen dürfte etwa 2,7 Milliarden DM kosten. Die Umstellung sämtlicher Automaten für Fahrscheine, Getränke usw. wird allein in Deutschland eine Milliarde DM kosten, die letztlich die Verbraucher bezahlen müssen.
  3. Der Export deutscher Firmen in Euro-Länder wird erleichtert. Die Unternehmen brauchen nur noch in einer Währung zu rechnen und nicht mehr zu fürchten, dass der Wert anderer europäischer Währungen schwankt.
  4. Löhne und Preise können im Euro-Land unmittelbar miteinander verglichen werden. Das wird die Konkurrenz verschärfen.
  5. Durch Aufrunden von „krummen" Beträgen in Euro und Cent werden die Preise steigen.
  6. Eine gemeinsame Währung kann solange nicht funktionieren, wie jeder EU-Staat weiterhin selbstständig in Wirtschafts- und Finanzfragen entscheidet und es keine gemeinsame europäische Regierung gibt.
  7. Eine gemeinsame Währung wird die Teilnehmerstaaten zwingen, ihre Finanz- und Wirtschaftspolitik stärker aufeinander abzustimmen. Dadurch wird auch das politische Zusammenwachsen der EU-Staaten beschleunigt.
  8. Die gemeinsame Währung wird einen Wachstumsschub für Europa bringen und seine wirtschaftliche Stellung in der Welt stärken.
  9. In schon jetzt wirtschaftlich schwachen EU-Ländern kann sich durch die Umstellung auf den Euro die Arbeitslosigkeit erhöhen. Sie werden dann zusätzliche Unterstützungszahlungen aus der EU-Kasse verlangen.
  10. Wenn ein Euro-Land über seine Verhältnisse lebt, müssen das die Partner, also auch die Deutschen, mit bezahlen.

Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Zeitlupe 38, Europa, Bonn 2000, S. 19

b) Einstellungen und Erwartungen

Am 1. Januar 1999 wurde in Deutschland der Euro als Währung eingeführt. Finden Sie das gut, oder finden Sie das nicht gut?

 

Oktober 2000

Mai 2001

jünger als 24

gesamt

jünger als 24

gesamt

finde ich gut

48

33

44

38

finde ich nicht gut

50

62

51

56

weiß nicht

2

5

5

6

 

Werden durch den Euro die Kosten für die Lebenshaltung eher steigen, eher fallen, oder wird sich dadurch nicht viel ändern?

 

März 2000

Mai 2001

jünger als 24

gesamt

jünger als 24

gesamt

steigen

32

39

64

68

fallen

7

5

7

4

nicht viel ändern

56

50

29

25

weiß nicht

5

6

3

 

Wird der Euro langfristig eine erfolgreiche Währung sein?

 

Oktober 2000

Mai 2001

jünger als 24

gesamt

jünger als 24

gesamt

ja

58

47

65

59

nein

38

44

28

28

weiß nicht

4

10

7

13

Mitteilungen des Bundesverbandes deutscher Banken, Juni 2001

 

C 3 Umrechnungskurse für 1 Euro

img5.gif
Deutsche Bundesbank 12/2000, Faltblatt der Euro ist da 

 

C 4 Die Umstellung

Die Währungsunion ist keine Währungsreform, sondern lediglich eine Währungsumstellung. Durch die Umstellung auf den Euro wird niemand ärmer oder reicher. Alle Geldwerte, ob Guthaben oder Schulden, Mieten oder Einkommen und auch alle Preise, werden spätestens im Jahr 2002 in Euro ausgedrückt.

Die Umstellung erfolgt zum offiziellen Umrechnungskurs. Die dreijährige Umstellungsphase (1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2001) soll den Übergang für Verbraucher und Wirtschaft erleichtern. Für den Euro sprechen viele Gründe: Es entfallen Umtauschgebühren und Wechselkursrisiken zwischen den beteiligten Ländern. Unternehmer haben somit eine verlässlichere Kalkulationsgrundlage für Investitionen und Handel. Der Verbraucher kann von mehr Wettbewerb profitieren. Der größere Finanzmarkt schafft mehr Anlagemöglichkeiten. Zudem kann sich die europäische Währung zu einer wichtigen Währungsreserve für andere Länder entwickeln. Viele Vorteile wird es aber nur geben, wenn die Geldwertstabilität in allen teilnehmenden Ländern dauerhaft gesichert ist.

Deutsche Bundesbank 12/2000, Faltblatt der Euro ist da

 

C 5 Die Entwicklung des Außenwerts

Der Euro hat seit seiner Einführung vor fast zweieinhalb Jahren deutlich an Gewicht verloren. So sank der Außenwert der Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar um 28 Prozent.

 

C 6 Preisstabilität im Vergleich

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Europäische Zentralbank, Monatsbericht Mai 2001, S. 44

 

C 7 Wirtschaftswachstum 2000

Große Spannbreite: EU-Wirtschaftsdaten 2000

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Der Spiegel Nr. 23 vom 2.6.2001, S. 106

 

C 8 Die Maastricht-Kriterien

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Europa in 100 Stichworten. Hrsg. vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Bonn 1999, S. 139

 

C 9 Zielwerte erreicht?

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Quelle: EWI 2001; Bundesverband deutscher Banken, Schulbank 5/2001

 

 


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