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Zeitschrift Mitmachen statt Zuschauen BAUSTEIN C C7 bis C12: Beteiligung, aber wie? Heft 4/2000 , Hrsg.: LpB |
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Die Einführung von Beteiligungsmechanismen mit unterschiedlicher
Reichweite ist ein Beitrag zur Bekämpfung von Politikverdrossenheit
und Gleichgültigkeit gegenüber übergeordneten
Interessen. . Entscheidend für die politische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger bleibt jedoch das Engagement in den Parteien. . Es genügt nicht, dass sich mehr oder weniger spontan Bürgerinitiativen bilden, dass "überparteiliche" Bürgerinnen und Bürger das Wort ergreifen und das Volk aufgefordert wird, durch Bürgerentscheide die Verantwortung für wichtige und vielschichtige politische Fragen selbst zu übernehmen. Zukunftskommission Gesellschaft 2000: Solidarität und Selbstverantwortung. Von der Risikogesellschaft zur Chancengesellschaft. Stuttgart 1999, S. 161 ff.
Der Bürgermeister einer 350-Seelen-Gemeinde im Schwarzwald sagte uns in einem Telefongespräch: "Ich brauche gar nichts einzuführen, die Jugendlichen sprechen mich sowieso auf der Straße an. Wenn's sein muss, rufen sie mich sogar privat an, um mir zu sagen, wo wieder irgendwas nicht funktioniert und welche neuen Ideen sie haben. Wenn ich eine Einwohnerversammlung anberaume, sind mindestens 50 Prozent der Anwesenden Jugendliche und reden mit. Ich komme gar nicht umhin, das zu tun, was die jungen Leute von mir wollen." Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune. München 1999, S. 20
Kinder- und Jugendforen sind Veranstaltungen, die grundsätzlich für alle Kinder und Jugendlichen offen sind, d.h., eine vorherige Wahl, wie dies bei anderen Partizipationsformen zwingend ist, ist nicht nötig. Kinder- und Jugendforen sind so konzipiert, dass die Teilnehmer ihre eigenen Wünsche und Probleme vorbringen können und die anwesenden Vertreter aus dem kommunalpolitischen Bereich ihnen Rede und Antwort stehen. Der Erfolg und die Qualität eines Forums sind stark von der Art der Vorbereitung und der Rolle der Moderatoren abhängig. Damit eine Kommunikation zwischen beiden Gruppen entstehen kann, ist es notwendig, dass die Kinder und Jugendlichen auf das Forum vorbereitet werden. Während der Vorbereitungszeit werden gemeinsam mit Erwachsenen Themen überlegt und Materialien (schriftliche Anträge, Fotos, Zeichnungen etc.) dazu erarbeitet. Der Moderator operiert als Übersetzer zwischen Kindern/ Jugendlichen und Erwachsenen, um Kommunikationsprobleme möglichst gering zu halten. Dazu kommt, dass die unterschiedlichen Altersstufen häufig konkurrierende Interessen und Anliegen haben, zwischen denen vermittelt werden muss. Nach Barbara Schweitzer
Jugendforum in Lermenau
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