Zeitschrift 

Mitmachen statt Zuschauen

BAUSTEIN C
Politische Beteiligung Jugendlicher

C7 bis C12: Beteiligung, aber wie?

Heft 4/2000 , Hrsg.: LpB



 

Inhaltsverzeichnis 


 C 7

  Wie können wir Einfluss nehmen?

img96.gif

 

 C 8

  Schule und Demokratie

img97.gif

 

 C 9

  Beteiligung ja, aber . . .

Die Einführung von Beteiligungsmechanismen mit unterschiedlicher Reichweite ist ein Beitrag zur Bekämpfung von Politikverdrossenheit und Gleichgültigkeit gegenüber übergeordneten Interessen. .
Dennoch muss hier vor einem folgenreichen Missverständnis gewarnt werden: Der politische Willensbildungsprozess, wie er von den Parteien im System einer repräsentativen Demokratie geleistet wird, lässt sich nicht einfach durch neue Formen des Engagements - etwa im Sinne von Bürgerinitiativen oder durch eine direkte Demokratie - ersetzen. Vielmehr gilt es, den politischen Entscheidungsprozess zu ergänzen und zu bereichern.

Entscheidend für die politische Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger bleibt jedoch das Engagement in den Parteien. . Es genügt nicht, dass sich mehr oder weniger spontan Bürgerinitiativen bilden, dass "überparteiliche" Bürgerinnen und Bürger das Wort ergreifen und das Volk aufgefordert wird, durch Bürgerentscheide die Verantwortung für wichtige und vielschichtige politische Fragen selbst zu übernehmen.

Zukunftskommission Gesellschaft 2000: Solidarität und Selbstverantwortung. Von der Risikogesellschaft zur Chancengesellschaft. Stuttgart 1999, S. 161 ff.

 

 C 10

  Unnötig?

Der Bürgermeister einer 350-Seelen-Gemeinde im Schwarzwald sagte uns in einem Telefongespräch: "Ich brauche gar nichts einzuführen, die Jugendlichen sprechen mich sowieso auf der Straße an. Wenn's sein muss, rufen sie mich sogar privat an, um mir zu sagen, wo wieder irgendwas nicht funktioniert und welche neuen Ideen sie haben. Wenn ich eine Einwohnerversammlung anberaume, sind mindestens 50 Prozent der Anwesenden Jugendliche und reden mit. Ich komme gar nicht umhin, das zu tun, was die jungen Leute von mir wollen."

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kommune. München 1999, S. 20

 

 C 11

  Kinder- und Jugendforen

Kinder- und Jugendforen sind Veranstaltungen, die grundsätzlich für alle Kinder und Jugendlichen offen sind, d.h., eine vorherige Wahl, wie dies bei anderen Partizipationsformen zwingend ist, ist nicht nötig. Kinder- und Jugendforen sind so konzipiert, dass die Teilnehmer ihre eigenen Wünsche und Probleme vorbringen können und die anwesenden Vertreter aus dem kommunalpolitischen Bereich ihnen Rede und Antwort stehen.

Der Erfolg und die Qualität eines Forums sind stark von der Art der Vorbereitung und der Rolle der Moderatoren abhängig. Damit eine Kommunikation zwischen beiden Gruppen entstehen kann, ist es notwendig, dass die Kinder und Jugendlichen auf das Forum vorbereitet werden. Während der Vorbereitungszeit werden gemeinsam mit Erwachsenen Themen überlegt und Materialien (schriftliche Anträge, Fotos, Zeichnungen etc.) dazu erarbeitet. Der Moderator operiert als Übersetzer zwischen Kindern/ Jugendlichen und Erwachsenen, um Kommunikationsprobleme möglichst gering zu halten. Dazu kommt, dass die unterschiedlichen Altersstufen häufig konkurrierende Interessen und Anliegen haben, zwischen denen vermittelt werden muss.

Nach Barbara Schweitzer

 

 C 12

  "Sagen, was Sache ist"

Jugendforum in Lermenau

img98.gif

 

 


Copyright ©   2000  LpB Baden-Württemberg HOME

Kontakt / Vorschläge / Verbesserungen bitte an: lpb@lpb-bw.de