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Zeitschrift Mitmachen statt Zuschauen BAUSTEIN B B16 bis B17: Viele Möglichkeiten Heft 4/2000 , Hrsg.: LpB |
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Ehrenamt gestaltet mit. Wer sich ehrenamtlich engagiert, hat auch etwas zu sagen. Aussagen von engagierten Personen sind glaubwürdig. Wenn Interessen vertreten werden, die mit eigenem Engagement begründet werden, haben diese besonderes Gewicht. Ehrenamt macht Spaß. Es ist ein tolles Gefühl, sich für etwas zu engagieren. Ehrenamt hat immer mit Gemeinschaft, mit "was los machen", zu tun. Gemeinsam anpacken, etwas auf die Beine stellen, macht Spaß. Eine gute Gruppe oder Übungsstunde oder ein fetziges Ferienlager hinterlässt bei vielen ein gutes Gefühl. Ehrenamt macht zu einer Persönlichkeit. Wer ein Ehrenamt hat, hat auch eine Bedeutung. Ich spüre, dass ich für andere wichtig werde. Es kommt auf mich an. Ich reife an meiner Aufgabe und an der Erwartung, die andere an mich haben. Klar, dazu braucht es Mut. Nicht jede und jeder traut sich das zu. Aber genau das macht mich ja zu etwas Besonderem. Ehrenamt schafft Verbindungen. "Tobias kenn ich gut, der ist bei mir im Verein." "Mit Stefanie habe ich letztes Jahr eine Freizeit geleitet." Es tut gut, viele Leute zu kennen. Viele werden über das gemeinsame Engagement dicke Freunde. Engagement verbindet - häufig weit über die Jugendzeit hinaus. Plakattexte aus einer Serie des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg zum Ehrenamt
Von Roman Herzog (Bundespräsident von 1994 bis 1999) Die Bereitschaft der Jugendlichen zum Engagement ist völlig ungebrochen. Beispielsweise gibt es weit mehr Bewerber als Stellen für ein freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr. Interessante soziale Projekte an Schulen finden begeistertes Interesse. Hunderttausende junger Menschen arbeiten in Bürgerinitiativen und Vereinen mit. Vielleicht suchen sie sich manchmal neue Formen des Engagements, ihrem Enthusiasmus tut das aber keinen Abbruch. Und zuweilen ist das Sitzfleisch alter Platzhirsche hinderlicher für die Mitarbeit als das angeblich fehlende Interesse der Jungen. Roman Herzog: Das Leben ist der Ernstfall. Die Jugend ist bereit, Verantwortung zu übernehmen - wenn man sie lässt. In: Die Zeit vom 10. Juni 1999, S. 17
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