Zeitschrift 

Staunen, was die
Zukunft bringt


Beiträge der Technik zu einer nachhaltigen Entwicklung

Zukunft und Technik
Produktion
Mobilität
Bauen und Wohnen
Biotechnologie
 

Heft 3/2003 
Hrsg.: LpB



 

Inhaltsverzeichnis

 

Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport


Der Blick in die Zukunft fasziniert seit Menschengedenken. Der Flug der Vögel oder das Orakel wiesen das Schicksal, Sterne wurden befragt, Wahrsagerinnen lasen aus der Hand oder legten die Karten. Der Blick in die Kristallkugel versprach und verspricht auch heute noch manchem Kunde über das, was sein wird. Bei aller Rationalität unserer Zeit ist der Wunsch, das Zukünftige zu erkennen, geblieben - das große Interesse an Horoskopen beweist dies.

Aber auch jenseits von Orakeleien und Wahrsagerei beschäftigen sich Zukunftsforscher ernsthaft mit dem Morgen, betrachten ganz nüchtern die Gegenwart und fragen, wie unsere Welt zukünftig aussehen könnte. Damit verbunden ist auch die Frage, wie durch technische Innovationen Probleme der Gegenwart in Zukunft gelöst werden. Und schließlich muss auch gefragt werden, wie unsere Welt morgen aussehen sollte: Ist alles wünschenswert, was technisch machbar ist?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das vorliegende Heft der Landeszentrale für politische Bildung: "Staunen, was die Zukunft bringt", sollen Schülerinnen und Schüler. Und das wird ihnen nicht schwer fallen. Wer weiß schon, dass Wissenschaftler zum Beispiel an Oberflächen arbeiten, die Fensterputzen überflüssig machen, oder an Waschverfahren, bei denen der Schmutz durch Ultraschall gelöst wird? Und staunend erfährt man, dass aus Stroh Energie gewonnen werden soll. Fast fühlt man sich an die Königstochter erinnert, die verzweifelt versuchte, aus Stroh Gold zu spinnen. Aber wer nur staunt, bleibt kindlich-naiv oder ehrfurchtsvoll. Darum kann es nicht gehen. Die Schülerinnen und Schüler sollen technische Neuerungen verstehen lernen und angeregt werden, eigene Zukunftsszenarien zu entwickeln. Sie sollen sich mit den ethischen Fragen technischer Entwicklung auseinander setzen. Und sie sollen sich mit der Ambivalenz der Technik beschäftigen. Nur wenn bei der Entwicklung schon die Folgen mitbedacht werden, können negative Auswirkungen abgemildert oder verhindert werden. Jede Neuerung muss auf ihre Umweltverträglichkeit und ihre Nachhaltigkeit geprüft werden.

Es ist die Stärke des vorliegenden Heftes, dass es diese Ziele anstrebt und dass es nach der Vereinbarkeit von Technik und nachhaltiger Entwicklung sucht, dass also technischer Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum einerseits, ökologische, ethische und soziale Faktoren andererseits sich nicht ausschließen müssen, sondern zusammengebracht werden können.

Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport betrachtet das vorliegende Heft als sehr geeignet für die Verwendung im Unterricht und kann nur wünschen, dass es häufig und intensiv eingesetzt wird. Dann werden die Schülerinnen und Schüler die Zukunft nicht nur staunend erwarten, sondern auch angeregt, ihre eigene Zukunft mitzugestalten und sich neugierig an das Abenteuer Zukunft zu wagen.

 

Johanna Seebacher
Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

 


 


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