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Zeitschrift Staunen, was die Zukunft
und Technik Heft 3/2003 |
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D 13 - D 16 Bauen und Wohnen
Eine noch nicht ganz ernst gemeinte Geschichte Das klassische Einfamilienhaus am Stadtrand, das Reihenhaus oder die Eigentumswohnung mit drei bis vier Zimmern sind passé. Wir wohnen heute in Mega-Giga-Citys mit zehn bis zwanzig Millionen Einwohnern. Die Städte sind zwar weiter in die Höhe und Breite gewachsen, aber genauso unsichtbar in die Tiefe. Reflektoren tragen das Sonnenlicht bis in die untersten Stockwerke, auf denen Gärten und sogar ganze Wälder wachsen. In Wohn- oder Geschäftstürmen, die bis zu einem Kilometer in den Himmel ragen, wohnen und arbeiten bis zu 500 000 Menschen. Die immer höhere Bevölkerungsdichte in den Ballungszentren der Erde hat dazu geführt, dass es in den Städten überwiegend Miniappartements gibt. In diesen "Microflats" ... lebt man während der oft zwei- bis dreimonatigen Arbeitszeit in der Stadt, erholt sich dann in den anschließenden Wochen bei der Familie, die zumeist in großzügig ausgestalteten Häusern auf dem Land lebt .... Nie mehr abwaschen müssen, nie mehr den Wagen putzen, Kleidung tragen, die man nie mehr in die Waschmaschine stecken muss. Auch das ist endlich Realität. Nach dem Vorbild der Lotosblume ... haben wir neue Oberflächenstrukturen entwickelt und auf Geschirr, Autobleche und Kleidung übertragen. Wer gerne kocht, kann dies immer noch selber tun. Für alle anderen übernehmen dies inzwischen Herd und Kühlschrank in Teamarbeit. Aus einer Vielzahl von Speisen, die nach Regionen und Ländern geordnet sind, wählen wir unseren Speiseplan nach Lust und Laune aus. Ein Sensordruck genügt, und der mit dem Lebensmittellieferanten vernetzte Kühlschrank bestellt die benötigten Zutaten und reicht sie an den Herd weiter. Dieser empfängt Rezepte und Zubereitungseinstellungen vom Kühlschrank und gibt uns Bescheid, sobald das Essen fertig ist: praktisch und lecker! Neuerungen gibt es auch bei der täglichen Hygiene. Der Cocoon, eine Dusche der neuen Generation, verfügt über Kopfbrause, Seitenbrausen und reinigt und pflegt uns bei einem minimalen Wasserverbrauch. Über eine in der Badeplattform integrierte Wasseraufbereitung wird das Seifenwasser wieder recycelt. Ein integriertes Gebläse trocknet uns mit wohliger Wärme ab: eine Dusche zum Wohlfühlen. Nicht nur beim Wasser konnte der Kreislauf im Haus vollständig geschlossen werden. Sämtliche Abfälle, die im Haus anfallen, werden vor Ort in Energie umgesetzt. Dezentrale Vergärungstechnologien verarbeiten den Bioabfall, Decarbonisatoren entziehen dem übrigen Abfall Kohlenstoff und nutzen diesen zur Energieerzeugung. Der Null-Emissions-Haushalt ist Wirklichkeit geworden.
Ministerium für Umwelt und Verkehr B.-W. (Hrsg.):
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