Zeitschrift 

Staunen, was die
Zukunft bringt


Beiträge der Technik zu einer nachhaltigen Entwicklung

Zukunft und Technik
Produktion
Mobilität
Bauen und Wohnen
Biotechnologie
 

Heft 3/2003 
Hrsg.: LpB



 

Inhaltsverzeichnis

D 13 - D 16 Bauen und Wohnen


D 13 Das moderne Heimkino

 

Was gehört zum Heimkino? Eine Dolby-Digital-Anlage mit DVD-Player (1), zwei Frontlautsprecher (2), zwei Surround-Lautsprecher (3), ein Center-Lautsprecher (4), ein Subwoofer für kräftige Bässe (5), ein Fernseher oder Monitor (6) und eine Fernbedienung (7) 

Bild, 12. März 2003, Cebit-Journal

 

D 14 Mobiles Internet

 

Schluss mit dem lästigen Strippenziehen, vorbei mit Surfen nur zu Hause: Jetzt wird das Internet mobil. Die Zauberformel heißt "WLAN" (=wireless local area network - auf Deutsch: kabelloses lokales Netzwerk). Ob und wo Sie in ihrer Stadt schnurlos surfen können, was es kostet, erfahren Sie im Internet: www.highspeed-hotspots.de

Bild-Beilage zu Cebit, 12. März 2003

 

D 15 Familienbild um 1905 

 

D 16 Im Jahr 2052

Eine noch nicht ganz ernst gemeinte Geschichte
Von Pascal Bader

Das klassische Einfamilienhaus am Stadtrand, das Reihenhaus oder die Eigentumswohnung mit drei bis vier Zimmern sind passé. Wir wohnen heute in Mega-Giga-Citys mit zehn bis zwanzig Millionen Einwohnern. Die Städte sind zwar weiter in die Höhe und Breite gewachsen, aber genauso unsichtbar in die Tiefe. Reflektoren tragen das Sonnenlicht bis in die untersten Stockwerke, auf denen Gärten und sogar ganze Wälder wachsen. In Wohn- oder Geschäftstürmen, die bis zu einem Kilometer in den Himmel ragen, wohnen und arbeiten bis zu 500 000 Menschen.

Die immer höhere Bevölkerungsdichte in den Ballungszentren der Erde hat dazu geführt, dass es in den Städten überwiegend Miniappartements gibt. In diesen "Microflats" ... lebt man während der oft zwei- bis dreimonatigen Arbeitszeit in der Stadt, erholt sich dann in den anschließenden Wochen bei der Familie, die zumeist in großzügig ausgestalteten Häusern auf dem Land lebt ....

Nie mehr abwaschen müssen, nie mehr den Wagen putzen, Kleidung tragen, die man nie mehr in die Waschmaschine stecken muss. Auch das ist endlich Realität. Nach dem Vorbild der Lotosblume ... haben wir neue Oberflächenstrukturen entwickelt und auf Geschirr, Autobleche und Kleidung übertragen.

Wer gerne kocht, kann dies immer noch selber tun. Für alle anderen übernehmen dies inzwischen Herd und Kühlschrank in Teamarbeit. Aus einer Vielzahl von Speisen, die nach Regionen und Ländern geordnet sind, wählen wir unseren Speiseplan nach Lust und Laune aus. Ein Sensordruck genügt, und der mit dem Lebensmittellieferanten vernetzte Kühlschrank bestellt die benötigten Zutaten und reicht sie an den Herd weiter. Dieser empfängt Rezepte und Zubereitungseinstellungen vom Kühlschrank und gibt uns Bescheid, sobald das Essen fertig ist: praktisch und lecker!

Neuerungen gibt es auch bei der täglichen Hygiene. Der Cocoon, eine Dusche der neuen Generation, verfügt über Kopfbrause, Seitenbrausen und reinigt und pflegt uns bei einem minimalen Wasserverbrauch. Über eine in der Badeplattform integrierte Wasseraufbereitung wird das Seifenwasser wieder recycelt. Ein integriertes Gebläse trocknet uns mit wohliger Wärme ab: eine Dusche zum Wohlfühlen.

Nicht nur beim Wasser konnte der Kreislauf im Haus vollständig geschlossen werden. Sämtliche Abfälle, die im Haus anfallen, werden vor Ort in Energie umgesetzt. Dezentrale Vergärungstechnologien verarbeiten den Bioabfall, Decarbonisatoren entziehen dem übrigen Abfall Kohlenstoff und nutzen diesen zur Energieerzeugung. Der Null-Emissions-Haushalt ist Wirklichkeit geworden.

Ministerium für Umwelt und Verkehr B.-W. (Hrsg.):
Ausstellungskatalog Erde 2.0, Stuttgart 2002, S. 270 ff.

 



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