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Zeitschrift Staunen, was die Zukunft
und Technik Heft 3/2003 |
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A 6 - A 11 Zukunft und Technik
Die Vision eines Eisenbahningenieurs und Schriftstellers von 1907 "Jede große Entdeckung, jedes Auffinden neuer Naturkräfte ist auch das Aufschließen neuer Pfade der Humanität. Wie ein Strahlennetz gehen sie aus vom Wirken großer Männer,... die zur Entlastung von Sklavenarbeit, zur Milderung der Gefahr ..., zur Verbreitung des erlösenden Gedankens führen. Die schaumigen Furchen, die unsere Dampfer im Meere ziehen, unsere Eisenstraßen, unsere Telegraphenkabel sind nur Verkörperungen der Wege, die echte Liebe zur Menschheit geht ... Denker und Entdecker erscheinen uns als die wahren Apostel des erquickenden Glaubens an den Fortschritt der Welt nach oben." Max Maria von Weber: Aus der Welt der Arbeit, Berlin 1907, S. 130
Jäh schlägt die Signalglocke an. Murdock fährt auf, blickt in die schwarze Nacht vor sich. Da taucht wie eine grauenhafte Vision eine grünlich glitzernde, turmhohe Wand aus der Dunkelheit: ein treibender Eisberg! Der Offizier stürmt zum Maschinentelegrafen, wirft die Hebel auf "Äußerste Kraft zurück" und ruft den Befehl: "Ruder hart Backbord". Aber die Wand wächst, wächst und gleitet heran. Die Titanic läuft mit 25,6 Seemeilen je Stunde, sie ist nicht in Augenblicksstille zu stoppen. Murdock sieht entgeistert, bleich bis in die Lippen, das grünliche Etwas. Auch in dieser Welt technischer Vollkommenheit und auskalkulierter, mechanischer Sicherheitsvorrichtungen gibt es das unberechenbare Schicksal noch. Das grüne, magisch schillernde Gebirge steigt bis zu den Sternen auf, ragt hoch über den Mastkorb der Titanic, eine Welle von Eisluft dringt erstarrend heran ... Zugleich geht ein fast unmerklicher Stoß über den Riesenleib hin, ein Ruck, der sich bis zur Mastspitze fortpflanzt ... Das Schicksal hat zugeschlagen. Otto Zierer: Glücksspiel um die Weltmacht. Das Zeitalter des Imperialismus, München (Heyne) 1969, S. 265 f.
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