Zeitschrift 

Türken bei uns

Texte und Materialien 
für Schülerinnnen
und Schüler
 

Heft 3/2000 , Hrsg.: LpB

 

Inhaltsverzeichnis


 
A1-A26 Ihre Heimat

A 1 Antalya bei Nacht

Bild aus: The Republic of Turkey; Broschüre des türkischen Außenministeriums, S. 30

A 2 Ephesos
 
Bild: dpa

A 3 Ochsen am Scheibenradwagen

Bild: V. Pickart, aus: Helmuth Toepfer: Die Entwicklungsdynamik in der Türkei; Geographische Rundschau 41, 1989, H. 4

A 4 Einige von 29 Millionen Schafen
 
Bild: dpa

A 5 Istanbul
 
Bild: dpa

A 6 Die Türkei geografisch
 
(c) APA-Vienna Harenberg

A 7 Wirtschaftskarte Türkei
 
(c) Harenberg

A 8 Bruttosozialprodukt nach Regionen

Quelle: Staatliches Amt für Statistik der Türkei, zit. nach: Länderbericht, S. 215

A 9 Bildungsstand nach Regionen

Quelle: DIE 1995, S. 78, zit. nach Länderbericht, S. 144

A 10 Bevölkerungspyramide

Grafik aus: Länderbericht, S. 206 (nach Höhfeld 1995, S. 199)

A 11 Der Atatürk-Staudamm
 
Bild: dpa

A 12 Stufen des Wohlstandes

Nach: Fischer Weltalmanach 2000

A 13 Internationaler Warenverkehr

Nach Munzinger Archiv/IH-Länder aktuell 26/99 (ausgewählte Erzeugnisse)

A 14 Wirtschaftssektoren

Länderbericht, S. 276

A 15 Mercedes-Benz Türk A. S.

Eine Studiengruppe der LpB Baden-Württemberg in Aksaray 
Bild: Atzesberger

A 16 Entwicklung des Tourismus

Quellen: ANKA Ekonomi Bülteni vom 19. Juni 1997, S. 4; ANKA Ekonomi Bülteni vom 14. Juli 1997, S. 4 f.; T. C. Merkez Bankasi 1997, S. 179; Ekonomist, Nr. 33, 17.8.1997, S. 21. Zit. nach Länderbericht, S. 280

A 17 Erwerbstätigkeit

Quellen: ITO 1995, S. 4, TOBB 1990, S. 68 sowie Ergebnisse der Haushaltsbefragung des Staatlichen Statistikamtes der Türkei. Zit. nach Länderbericht, S. 287

A 18 Inflationsraten

Quellen: TÜSIAD 1996, S. 8; TÜSIAD 1998, S. 103; ANKA Ekonomi Bülteni; Zit. nach Länderbericht, S. 268

A 19 Die Kopenhagener Kriterien

Beim EU-Gipfel von 1993 in Kopenhagen definierten die Mitgliedstaaten die Beitrittskriterien. Danach muss ein beitrittswilliges Land folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Stabilität der Institutionen, die Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte sowie Achtung und Schutz von Minderheiten garantieren.
  • Die Existenz einer funktionierenden Marktwirtschaft, die dem Wettbewerbsdruck und den Marktkräften in der Union standhält.
  • Die Fähigkeit zur Übernahme der Pflichten der Mitgliedschaft, einschließlich dem Einverständnis mit den Zielen der Politischen Union sowie der Wirtschafts- und Währungsunion.

A 20 Atatürk allgegenwärtig

Beflaggung zum Nationalfeiertag - Bild: Staufer

A 21 Daten zur türkischen Geschichte

1914-1918 
Beteiligung am Ersten Weltkrieg auf Seiten der Mittelmächte
1919
Mustafa Kemal Pascha (später "Atatürk") organisiert den Widerstand gegen die alliierte Besetzung Kleinasiens
1923
Proklamation der Republik, Atatürk zum Staatspräsidenten gewählt
1924
Verfassung der Republik, Abschaffung des Kalifats
1938
Tod Atatürks, Nachfolger Ismet Inönü
1945
Kriegserklärung an Deutschland und Japan
1946
Übergang zum Mehrparteiensystem
1952
Beitritt zur NATO
1960
Militärputsch
1961
Neue Verfassung
1963
EG-Assoziierung
1965
Süleyman Demirel Ministerpräsident (bis 1971), stärkere Westbindung
1974
Koalitionsregierung Bülent Ecevit, Zypernkonflikt
1975
Koalitionsregierung Demirel
1980
Militärputsch unter Generalstabschef Enren
1982
Neue Verfassung per Volksabstimmung, 1983 Wahlen, Regierung Özal
1987
Antrag auf EG-Mitgliedschaft
1988-1989
Fluchtbewegungen in die Türkei (aus Irak, Bulgarien)
1991-1992
Verschärfte Konflikte im türkischen Kurdengebiet: Unruhen, Attentate, Luftangriffe und Zerstörungen durch die Armee
1993
Tansu Çiller erster weiblicher Regierungschef (bis 1996)
1995
Europarat fordert Demokratisierung und Einhaltung der Menschenrechte in der Türkei
1996
Neçmettin Erbakan (Islamische Wohlfahrtspartei) wird Ministerpräsident
1997
Mesut Yilmaz (Mutterlandspartei) neuer Regierungschef
1999
Bülent Ecevit wird Ministerpräsident, Festnahme des PKK-Führers Öcalan (Februar), Türkei wird Beitrittskandidat für die EU (Dezember)

Zusammenstellung: Konrad Sturm/ob. Quelle (u.a.): Munzinger-Archiv/IH-Länder aktuell

A 22 Beispiele für Reformen

  • Abschaffung des Kalifats
  • Kontrolle der Religionsausübung durch das staatliche "Direktoriat für religiöse Angelegenheiten"
  • Schließung aller islamischen Schulen und Einführung einer staatlichen Schulaufsicht
  • Übernahme des Schweizer Zivilrechts, des italienischen Strafrechts und des Deutschen Handelsrechts
  • Verabschiedung einer Strafprozessordnung
  • Verbot der Polygamie
  • Religiös geschlossene Ehen werden für rechtlich unwirksam erklärt
  • Verbot des Tragens des Fes, der traditionellen Kopfbedeckung
  • Einführung des gregorianischen Kalenders
  • Einführung der lateinischen Schrift anstelle der arabischen
  • Verlegung des Feiertages vom Freitag auf den Sonntag
  • Gleichstellung der Frauen (passives und aktives Wahlrecht)
  • Einführung von Familiennamen (neben den Vornamen)
Konrad Sturm

A 23 Aus der Verfassung

Artikel 2. 
Die Republik Türkei ist ein im Geist des Friedens der Gemeinschaft, der nationalen Solidarität und der Gerechtigkeit die Menschenrechte achtender, dem Nationalismus Atatürks verbundener und auf den in der Präambel verkündeten Grundprinzipien beruhender demokratischer, laizistischer und sozialer Rechtsstaat.
Artikel 3. 
Der Staat Türkei ist ein in seinem Staatsgebiet und Staatsvolk unteilbares Ganzes. Seine Sprache ist Türkisch.

A 24 Staatssymbole

A 25 Wichtige Parteien

DSP Demokrat Sol Partisi - Partei der Demokratischen Linken (national-soziale Parlamentspartei, gegründet 1986 von Rahsan Ecevit, Vorsitzender seit 1987 Bülent Ecevit)
Stimmanteil 1999: 22,1 %

MHP Milletçi Hareket Partisi - Partei der Nationalen Bewegung (nationalistische Parlamentspartei, unter anderem Namen 1948 gegründet, 1969 in MHP umgetauft, Vorsitzender 1965-1980 Alparslan Türkes, nach Wiederzulassung 1992 Beitritt zur MÇP unter Beibehaltung des Namens, Vorsitzender seit 1997 Devlet Bahçeli)
Stimmanteil 1999: 18,1 %

FP Fazilet Partisi - Tugendpartei (islamistische Parlamentspartei, 1996 als Ersatzpartei der vom Verbot bedrohten RP gegründet, Vorsitzender Recai Kutan)
Stimmanteil 1999: 15,2 %

ANAP Anavatan Partisi - Mutterlandspartei (konservative Parlamentspartei; gegründet 1983 durch Turgut Özal, derzeitiger Vorsitzender Mesut Yilmaz)
Stimmanteil 1999: 13,2 %

DYP Dogru Yol Partisi - Partei des Rechten Weges (konservative Parlamentspartei, 1983 von ehemaligen Anhängern der Gerechtigkeitspartei um Demirel gegründet, Vorsitzender 1987-1993 Süleyman Demirel, danach Tansu Çiller)
Stimmanteil 1999: 12,1 %

CHP Cumhuriyet Halk Partisi - Republikanische Volkspartei (1923 von Atatürk gegründete Staatspartei bis 1945, Vorsitzender seit Mai 1999 Altan Öyman, nach den Wahlen 1999 nicht im Parlament vertreten)
Stimmanteil 1999: 8,7 %

HADEP Halk Demokrasi Partisi - Volksdemokratiepartei (1994 gegründete, nicht im Parlament vertretene pro-kurdische Partei)
Stimmanteil 1999: 4,7 %
Nach: Der Bürger im Staat 1/2000, S. 36; bearbeitet: ob

A 26 Regierungssystem
 


 


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