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Zeitschrift Die siebziger Jahre Facetten eines Jahrzehnts Heft 2/2003 |
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Vorwort des Herausgebers |
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Die Resonanz auf unser Angebot ist also nicht allein davon abhängig, ob ein Thema wortwörtlich so in den Lehrplänen steht. Entscheidend ist wohl, dass wir die Erwartungen unserer Adressaten möglichst gut treffen. Das ist uns - so hoffen wir - auch dieses Mal gelungen. Die siebziger Jahre, die wir hier präsentieren, sind keine Einheit. Das sieht man anschaulich an den unterschiedlichen Aspekten, die wir im ersten Baustein beleuchten. Etwa in der Mitte des Jahrzehnts registriert man geradezu einen Riss durch die Dekade. Regierte vorher noch der aus den Sechzigern überkommene Optimismus, so bestimmten jetzt wirtschaftliche und politische Rückschläge das Feld. Folgende für die Siebziger typische Bereiche schlagen wir für eine exemplarische Behandlung vor: die Anti-Atomkraft- und die Frauenbewegung als neue soziale Bewegungen, die neue Ostpolitik als deutsche Variante der Entspannungspolitik und schließlich die Herausforderung und Bewährung des demokratischen Rechtsstaates in der Zeit der Terroranschläge. Es ist neu für unsere zeitgeschichtliche Reihe, dass wir der Entwicklung in der DDR einen eigenen Baustein widmen. Das hat seinen Grund darin, dass gerade in diesen Jahren das Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten ausdrücklich zum Thema des politischen Handelns wurde und durch eine auffallende Mischung aus Annäherung und Abgrenzung bestimmt war. Im Rückblick kann man sagen, dass bereits in der Politik dieser Zeit der Keim für den späteren Zusammenbruch des Systems und damit für die Überwindung der Teilung gelegt war. Wie meist in unseren Heften verweisen wir auch dieses Mal wieder auf einschlägige Internetseiten und AV-Medien zum Thema. Für die Schülerinnen und Schüler besonders reizvoll sind die Siebziger aber, weil sie bei diesem Thema ihre Lehrerinnen und Lehrer als Experten befragen können. Auch die Lehrenden anderer Fächer sind als Zeitzeugen kompetent, dazu kommen alle jene, die in diesem Jahrzehnt prägende Phasen ihrer Biographie erlebt haben. Das sind nicht wenige der heute Unterrichtenden, aber auch Eltern, Verwandte oder sonstige Bekannte. Wir wünschen spannende Unterrichtsstunden. Dr. h. c. Siegfried Schiele Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
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