Zeitschrift 

Die siebziger Jahre

Facetten eines Jahrzehnts

Neue soziale Bewegungen -
zwei Beispiele

Die neue Ostpolitik

Die Ära Honecker

Terrorismus
 

Heft 2/2003 
Hrsg.: LpB



 

Inhaltsverzeichnis

Die siebziger Jahre

Einleitung


Zur Relevanz des Themas

Für Jugendliche von heute ist die Auseinandersetzung mit den siebziger Jahren in doppelter Hinsicht von Bedeutung: einerseits als ein Kontrastmodell zur erlebten Gegenwart, andererseits als Begegnung mit einer Alltagskultur, die in der Gegenwart teilweise wieder auflebt.

  1. Die siebziger Jahre sind für die Jugendlichen eine weit zurückliegende - bisweilen gänzlich fremde und befremdliche - Geschichte, aber zugleich hat diese Dekade ihre Eltern, Lehrerinnen und Lehrer geprägt. Der Unterricht kann dazu beitragen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Älteren besser zu verstehen. Freilich muss dabei auch der geschichtliche Wandel bewusst gemacht werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen den eigenen Standort bestimmen in der Abgrenzung zu jener Zeit, die sich in ihren gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Erscheinungsformen stark von der Gegenwart unterscheidet. Das Interesse der Jugendlichen an Gegenmodellen zum eigenen Lebensstil ist besonders groß und solche Kontraste ermöglichen eine produktive Beschäftigung gerade mit der jüngsten Geschichte.

  2. Andererseits sind die siebziger Jahre heute wieder erstaunlich präsent und aktuell. Die Dekade von 1970 bis 980 hat Konjunktur; eine Vielzahl von Bildbänden, Erinnerungen und wissenschaftlichen Darstellungen über die siebziger Jahre ist in den letzten Jahren erschienen. "Die siebziger Jahre hören nie auf", schreibt die Berliner Zeitung auf ihrer Website vom 14. Februar 2001 und weist auf die grassierende Nachfrage nach Bildern, Geschichten, Schlagern und Mode dieser zehn Jahre hin. Man kann geradezu von einer "Renaissance der Siebziger" sprechen. Mode und Design sowie Verhaltensweisen der siebziger Jahre werden wie selbstverständlich wieder aufgegriffen; dabei kommt es nicht selten zu einer Verklärung und ungerechtfertigen Idealisierung dieses Jahrzehnts. Eine kritische Überprüfung im Unterricht liegt also nahe.

 

SPIEGEL-Titel vom 29. Januar 2001

 

Facetten eines Jahrzehnts

Den Auftakt zur neuen Dekade bildete ein einschneidender Politikwechsel: Während von der CDU/CSU geführte Regierungen die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zwanzig Jahre lang bestimmt hatten, wurde 1969 die sozialliberale Koalition gebildet und die Unionsparteien mussten sich unerwartet auf die Oppositionsrolle einstellen. Das war eine neue politisch-parlamentarische Konstellation, welche für die siebziger Jahre bestimmend blieb. Verstärkt traten die Themen Deutschland- und Ostpolitik, Gesellschaftspolitik - voran die Pläne für eine neue Bildungspolitik - und die Mitbestimmung in den Unternehmen in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung. Die siebziger Jahre wurden so zu einem Jahrzehnt gesteigerter politischer und gesellschaftlicher Kontroversen und Konfrontationen. Ein tiefgreifender Politikwandel und eine neue Aufbruchstimmung, die weite Kreise der Bevölkerung erfasste, brachen sich Bahn: "In der Regierungszeit Willy Brandts hatte sich das Gesicht der Bundesrepublik gründlicher verändert als unter seinen Vorgängern Kiesinger und Erhard. Der Historiker Manfred Görtemaker hat mit Recht von einer "Umgründung der Republik" gesprochen".1

Die Wahlbeteiligung bei Bundestagswahlen lag signifikant hoch: 1972 bei 91,1 Prozent, 1976 über 90 Prozent. Politisches Engagement - auch außerhalb der etablierten Parteien - war ein Kennzeichen der siebziger Jahre. Neue soziale Bewegungen, die bisher allenfalls ein Schattendasein geführt hatten, fanden öffentliche Aufmerksamkeit und eine schnell wachsende Zahl von Anhängern; zu nennen sind hier vor allem die Frauenbewegung, die Anti-Kernkraft-Bewegung, die Gesamtschulbewegung und die Umweltbewegung. (Vgl. Baustein B). Auch die sprunghaft ansteigende Zahl der Bürgerinitiativen, die sich um die Verbesserung des unmittelbaren Lebensumfeldes verdient machten, beweisen das gesteigerte Interesse am politischen Geschehen und die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, sich stärker als je zuvor in die Gestaltung der Politik einzumischen.

Den Deutschen ging es während der siebziger Jahre so gut wie nie zuvor: "Anfang der siebziger Jahre hatte sich das Wohlstandsniveau weitgehend verallgemeinert. Ein großer Teil der Bevölkerung verfügte über große und gut ausgestattete Wohnungen (oder ein Haus), konnte sich ein Auto, jährliche Urlaubsreisen, regelmäßige Restaurantbesuche, vielfältige kulturelle Aktivitäten, eine höhere Schulbildung für die Kinder, viele sogar eine private Absicherung gegen Lebensrisiken leisten. Die Bundesrepublik war eine Konsumgesellschaft geworden."2

Das Jahrzehnt war auch geprägt durch die erregten und leidenschaftlichen Debatten im Deutschen Bundestag und in der deutschen Öffentlichkeit über die Zukunft der deutschen Nation, über die unterschiedlichen Strategien, die Folgen der Teilung Deutschlands zu mildern und doch das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen aufrecht zu erhalten. Die Verträge mit der Sowjetunion, Polen und der Tschechoslowakei sowie und vor allem der Grundlagenvertrag, dessen verfassungsmäßige Legitimität schließlich das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 31. Juli 1973 bestätigte, brachten einen grundlegenden Wandel der deutschen Außenpolitik und hatten unvorhersehbare Auswirkungen auf die Entwicklung in der DDR bis zum Herbst 1989. (Vgl. Bausteine C und D.)

Die deutsche Innenpolitik der siebziger Jahre war überschattet von der Herausforderung durch den Terrorismus. Die Anschläge verschiedener Terrorgruppen erzeugten ein Klima der Unsicherheit und der Angst; zum ersten Mal seit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland schienen Demokratie und Rechtsstaat ernstlich bedroht. Die Bewährung des Staates bei der Abwehr der von den Terroristen ausgehenden Gefahr führte schließlich zu einer erhöhten Akzeptanz der bundesrepublikanischen Verfassungsordnung. (Vgl. Baustein E.)

Die siebziger Jahre sind aber auch "das Jahrzehnt der gelösten Bindungen. Ehe- und Familienbande, textile Bande, die Fesseln kleinstädtischer Kulturnorm, die Bindung der Menschen an genau einen Lebensort, an einen Arbeitsplatz oder an eine Wohnung - all das lockerte sich in einer liberalen, individualistischen, bindungslosen Gesellschaft."3

Die Zäsur am Ende der siebziger Jahre war einschneidend. Innenpolitisch waren die hohen Erwartungen an Reformen und an eine fundamentale Demokratisierung der Gesellschaft enttäuscht worden. Schrumpfende Wachstumszahlen in der Wirtschaft, zunehmende Arbeitslosigkeit und eine hohe Inflationsrate setzten dem Reformeifer der frühen siebziger Jahre ein jähes Ende. Außenpolitisch schien das Tauwetter zwischen den Blöcken seinem Ende zuzugehen: Die Nato fasste 1979 als Antwort auf die sowjetische Raketenrüstung ihren Doppelbeschluss, und der Angriff der Sowjetunion auf Afghanistan markierte eine Zeitenwende.

 

 

 
Die Konjunkturkrise in den Siebzigern

Als Helmut Schmidt 1974 die Regierungsverantwortung übernahm, war die Konjunktur bereits gekippt. Zur Inflation kam nun die Arbeitslosigkeit hinzu. 1975 schrumpfte das Sozialprodukt, die Arbeitslosenquote erreichte einen Spitzenwert von 4,7 Prozent, die Preise stiegen um über sechs Prozent... Erst 1979, als schon erste Auswirkungen einer neuerlichen Ölpreiswelle zu spüren waren, sank die Zahl der Arbeitslosen vorübergehend. 1980 bewegte sich die bundesdeutsche Wirtschaft auf die schwerste Rezession der Nachkriegszeit zu. Die Arbeitslosigkeit stieg wieder steil an. Die Ölpreiserhöhungen schlugen auf das Preisniveau durch, so dass die Bundesbank zu scharf restriktiver Geldpolitik gezwungen war. Auch die Leistungsbilanz wies ein erhebliches Defizit auf.

 

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland 1969 - 1980 (Angaben in Prozent)

Dieter Grosser u.a. (Hrsg.): Bundesrepublik Deutschland und DDR 1969-1990, Stuttgart (Reclam Verlag) 1996, S. 83 f und S. 137

Die Entwicklung des Sozialbudgets und der Sozialquote (1965 - 1985) Sozialbudget in Mrd. DM Sozialquote in Prozent des Bruttoinlandprodukts

 

Nach Friedrich-Wilhelm Henning: Das industrialisierte Deutschland 1914 bis 1992, Paderborn (Schöningh Verlag) 1993, S. 238

 

 

Der Riss durch das Jahrzehnt

Wie man dies schon bei den fünfziger und den sechziger Jahren beobachtet hat, weisen auch die siebziger Jahre - etwa in der Mitte der Dekade - eine Bruchstelle auf. Ein deutlicher Wertewandel und der Verlust an Illusionen kennzeichnen die zweite Hälfte der siebziger Jahre. Forderungen nach "Systemveränderung" und provozierendes Verhalten verloren ihre frühere Attraktivität nahezu völlig, eine verstärkte Anpassung an die Gegebenheiten, die man allenfalls geringfügig verbessern, aber nicht grundlegend verändern konnte, machte sich breit. "Marxistische Staatstheorien und Klassenkampfparolen oder auch nur der Glaube an die Allzuständigkeit und Glückbringerfunktion des Staats galten ... selbst für viele reformorientierte Kräfte als überholt".4 Verursacht wurde dieser Wandel auch durch die Erfahrung, dass im deutsch-deutschen Verhältnis allenfalls kleine Fortschritte zu verzeichnen waren, und durch die terroristische Bedrohung des Staates. "Wenige politische Ereignisse ... erregten die Zeitgenossen damals so sehr wie die Gewaltakte von durchweg sehr jungen Terroristen gegen Vertreter der staatlichen und gesellschaftlichen Elite der Bundesrepublik".5 (Vgl. Baustein E). Auch die wirtschaftlichen Rückschläge im Gefolge der Ölkrise prägten den neuen Zeitgeist. (Vgl. A 23 bis A 25 und den Kasten "Konjunkturkrise".) Die Arbeitslosenquote, die seit den frühen sechziger Jahren (mit Ausnahme der Jahre 1967 und 1968) stets unter einem Prozent gelegen hatte, stieg 1975 auf über 4,5 Prozent und signalisierte das Ende eines langen Zeitraums des überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums und der Vollbeschäftigung. Die Grenzen des Sozialstaats wurden bereits in der Mitte der siebziger Jahre evident.6

Diese "Tendenzwende" erzwang auch einen fundamentalen und folgenreichen Politikwechsel: Eine Politik, die Zuwächse verteilen und Reformen finanzieren konnte, wich einer Politik, die den Status quo verteidigen und mit geringeren finanziellen Mitteln auskommen musste und alle diejenigen enttäuschte, die allzu optimistisch auf eine unbegrenzte Verbesserung der Lebenswirklichkeit in Deutschland gesetzt hatten. Eine von der Zeitschrift "Stern" im Dezember 1978 vorgestellte repräsentative Umfrage belegte, dass der Anteil derjenigen, die an den "Fortschritt" glaubten, von 1972 bis 1978 von fast 70 auf nur noch 34 Prozent zurückgegangen war; über 60 Prozent meinten gleichzeitig, dass die Lebensbedingungen für die Menschen in Zukunft immer schwerer würden.7(Vgl. A 25) Auch bei den Wahlen zeigte sich seit 1974, dass das Pendel der Parteienpräferenz umschlug: "In den Landtagswahlen der Jahre 1974 bis 1976 erzielten die Unionsparteien fast ausnahmslos kräftige Zugewinne, während die SPD mitunter dramatische Verluste erlitt... In der Bundestagswahl vom Oktober 1976 ... [wurde die sozialliberale] Koalition nur knapp bestätigt".8

 

Vorschläge für die Gestaltung des Unterrichts

Um einen raschen und vorläufigen Überblick über den hier dokumentierten Zeitraum zu gewinnen, beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit den Materialien des Bausteins A und bearbeiten die dort wiedergegebene Chronologie (A 26). Sie wählen aus diesem Baustein die für sie besonders interessanten Bilder und Texte aus und versuchen Wesenszüge und Lebensgefühl der siebziger Jahre - im Vergleich mit ihrer heutigen Lebenswelt - zu beschreiben. Auch wenn seither erst ein Vierteljahrhundert vergangen ist, werden ihnen dabei zahlreiche Unterschiede bewusst. Erst nach diesem Blick in das "Kaleidoskop" der siebziger Jahre ist die Beschäftigung mit einzelnen Aspekten sinnvoll, weil diese jetzt im Gesamtzusammenhang der Dekade verortet werden können.

Eine gleichförmige Behandlung der zahlreichen Phänomene, welche den Zeitraum zwischen 1970 und 1980 kennzeichnen, ist weder zweckmäßig noch angesichts der knappen Unterrichtszeit realisierbar. Deshalb müssen einzelne Ereignisse und Gesichtspunkte im Unterricht schwerpunktmäßig behandelt werden, während man andere allenfalls in einem orientierenden Überblick kurz vorstellt; wieder andere müssen ganz ausgespart bleiben. Alle Abschnitte des Bausteins A bieten sich als ein möglicher Schwerpunkt an, als besonders geeignet für die Bearbeitung haben sich folgende Themenkreise erwiesen:

  • die "neue Ostpolitik"

  • die "neuen sozialen Bewegungen"

  • (hier: Anti-AKW- oder Frauenbewegung)

  • Mode und Design der siebziger Jahre.

Die wünschenswerte Vertiefung bei den ausgewählten Themen erreicht man dadurch, dass jeweils eine Gruppe ihren Schwerpunkt untersucht und die Ergebnisse dann denen, die sich mit einem anderen Thema beschäftigt haben, in einem gegliederten und anschaulichen Bericht vorstellt (Bilder, Folien und Textauszüge).

 

Fächerverbindende Aspekte

Es ist zu prüfen, ob die Unterrichtsorganisation - wenigstens partiell - fächerverbindendes Unterrichten zulässt. Dann können folgende Fächer beteiligt werden:

  • Gemeinschaftskunde: zum Beispiel Wahlergebnisse (im Vergleich mit den letzten Bundestags- und Landtagswahlen), Umweltprobleme, Bürger-initiativen damals und heute, Frauenemanzipation: Errungenschaften und weiter bestehende Defizite

  • Deutsch: Literatur der siebziger Jahre

  • Musik: Schlager und Disco-Musik des Jahrzehnts

  • Bildende Kunst: Design und Architektur der Siebziger.

 

Planung einer Ausstellung

Im Mittelpunkt der Beschäftigung mit den siebziger Jahren kann die Gestaltung und Präsentation einer Ausstellung, welche von der Klasse geplant und realisiert wird, stehen. Dazu tragen die Schülerinnen und Schüler als geeignete Exponate Spielzeug, Gegenstände des täglichen Bedarfs, Zeitschriften und Bilder der siebziger Jahre zusammen. Außerdem sind von ihnen Karikaturen, Grafiken und Zahlen (zum Beispiel über die Preisentwicklung, Wahlergebnisse und Daten zur Sozialstruktur) für diesen Zeitraum zu sammeln und in eine für die Ausstellung geeignete Form zu bringen.

Als Anregung und Grundlage für ein solches Projekt können die Materialien des vorliegenden Heftes dienen. Alle Exponate müssen von den Schülerinnen und Schülern mit den erforderlichen schriftlichen Erläuterungen versehen werden: Bilder erhalten Überschriften und werden kommentiert. Außerdem entwerfen die Schülerinnen und Schüler eigene Texte, Zeittafeln und Schaubilder, dazu können die Materialien des vorliegenden Heftes zusammengefasst und in eigenständigen Transferleistungen für die Ausstellung neu organisiert werden. Die Gestaltung einer Ausstellung erfüllt die Anforderungen der neuen Lehrpläne an die Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler und die verstärkte Handlungsorientierung des Unterrichts in beispielhafter Weise.

Gerhart Maier


1 Heinrich August Winkler: Der lange Weg nach Westen. Band 2, München (Beck Verlag) 2000, S. 323

2 Klaus Schroeder: Der Preis der Einheit. Eine Bilanz, München/Wien (Hanser Verlag) 2000, S. 70

3 Uwe Koch; in: Klamm, Heimlich & Freunde. Die siebziger Jahre, Berlin (Elefanten Press) 1987, S. 16

4 Wolfgang Jäger; in Karl-Dietrich Bracher u.a. (Hrsg.): Die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Band 5/1, Stuttgart/Mannheim (Deutsche Verlagsanstalt/Brockhaus Verlag) 1986, S. 155

5 Jürgen Weber: Deutsche Geschichte 1945-1990, München (Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit) 2001, S. 175

6 "Das Haushaltstrukturgesetz 1975 (mit ersten Einschnitten bei den Sozialleistungen) markiert eine historische Zäsur... Es beginnt eine Phase der Stagnation und Regression" (Christoph Butterwegge: Wohlfahrtsstaat im Wandel, Opladen [Leske + Budrich Verlag] 1999, S. 39)

7 Nach: Informationen zur politischen Bildung Nr. 270 (2001/1), S. 39

8 Axel Schildt; in: Informationen zur politischen Bildung Nr. 270 (2001/1), S. 5. Es verdient Beachtung, dass es auch in der DDR um die Mitte der siebziger Jahre zu einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Trendwende kam: "Die DDR [geriet] in den Sog der .... Wirtschaftskrise. Die Zuwachsraten des Bruttoinlandsprodukts und der Produktivität gingen dramatisch zurück und zwangen die DDR zur weiteren Verschuldung im nichtsozialistischen Ausland" (Klaus Schroeder: Der SED-Staat, München/Wien [Hanser Verlag] 1998, S. 247; vgl. Baustein D)

 


Copyright ©   2003  LpB Baden-Württemberg HOME

Kontakt / Vorschläge / Verbesserungen bitte an: lpb@lpb-bw.de