Zeitschrift 

Wasser

Wasser im Alltag
Fernwasserversorgung in
Baden-Württemberg
Wasser in der Landwirtschaft
und Industrie
Konflikte ums Wasser weltweit

 



 

Inhaltsverzeichnis


Vorwort

 

Vorwort des Herausgebers

Europa-Briefmarke 2001 der Deutschen Post AG

Wasser ist reichlich vorhanden. Das ist unser erster Eindruck, und der lässt sich so leicht auch nicht erschüttern. Selbst wenn wir in der Zeitung lesen, dass es in einigen Jahrzehnten vielleicht weniger Hunger, dafür aber mehr Durst in der Welt geben wird, dass vielleicht sogar Kriege ums Wasser denkbar werden, dann berührt uns das zunächst wenig. Wir halten das für ein Problem ferner Länder, das uns in Mitteleuropa kaum betrifft. Zwar soll im nächsten Jahr ein Weltwasserforum in Kyoto stattfinden, doch die Fußballweltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Japan und Korea ausgerichtet wird, bewegt unsere Herzen mehr.

POLITIK & UNTERRICHT zeigt mit dieser Ausgabe, dass es so einfach doch nicht ist. Schon dass das Thema Wasser oft im Lehrplan steht, spricht für seine Wichtigkeit. Bereits in der Grundschule und in den ersten Jahren des Sekundarbereichs I wird die Frage behandelt, welche Rolle Wasser im Alltag spielt. Geeignete Hilfen dazu finden sich hier im ersten Baustein. Die nächsten beiden Kapitel öffnen uns den Blick dafür, dass die scheinbar so reibungslose Wasserversorgung in unseren geografischen Breiten ihre eigenen Herausforderungen hat. Es wird klar, dass sich bei der Bereitstellung von Wasser nicht nur Fragen der Menge, sondern auch der Qualität stellen. Die Kommunen müssen überlegen, ob sie die Wasserversorgung lokal oder überregional regeln sollen; die Abnehmer wiederum müssen klären, welchen Ansprüchen das Wasser für ihren Verbrauch genügen soll. Erst im letzten Baustein wenden wir uns den globalen Perspektiven des Themas zu. An drei regionalen Beispielen wird untersucht, welche unterschiedlichen Aspekte im Thema stecken.

Das Thema des Heftes ist ein klassisches Beispiel für den fächerübergreifenden Unterricht. Naturwissenschaftliche Fragestellungen sind ebenso angesprochen wie politische oder ethische. Deshalb können im Idealfall die Kolleginnen und Kollegen vieler Fächer ihren Beitrag leisten: Erdkunde, Biologie und Chemie sind genauso wichtig wie Gemeinschaftskunde, Wirtschaftslehre, Deutsch, Ethik oder Religion. Wir sind gespannt, welche Erfahrungen Sie uns aus der Praxis der politischen Bildung berichten werden.

Siegfried Schiele

Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

 

 


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