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Zeitschrift Wasser Wasser
im Alltag
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Geleitwort des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport |
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Da flattert ein Zettelchen der Stadtwerke ins Haus, dass am heutigen Dienstag von zwölf bis sechzehn Uhr wegen dringender Instandsetzungsarbeiten das Wasser für mehrere Stunden abgestellt werden muss, und schon beginnen Vorbereitungen: Schüsseln und Töpfe werden gefüllt, die Badewanne, ein Eimer. Noch schnell eine Suppe, ein Tee gekocht. So gewohnt ist es für uns, jederzeit den Wasserhahn öffnen zu können, dass uns nur wenige Stunden ohne fließendes Wasser wie ein Ausnahmezustand erscheinen. Die Verfügbarkeit von Wasser ist in unseren Breiten so selbstverständlich, dass Appelle zum Wassersparen nicht unmittelbar einleuchten. Wasserversorgung ist nicht mehr sichtbar, keiner muss mehr in mühsamer Arbeit Wasser Eimer für Eimer am Brunnen holen. Keiner muss sich mehr, wie zu Zeiten, als es noch kein fließendes Wasser in den Häusern gab, mit Krug und Schüssel waschen. Es gibt genügend Trinkwasser, das dank funktionierender Versorgungssysteme in jeden Haushalt strömt. Ganz anders sieht es in vielen Teilen der Welt aus: Dort ist der Zugang zu sauberem Wasser keine Selbstverständlichkeit. Viele können sich kein sauberes Trinkwasser leisten, riskieren Krankheiten, Typhus und Cholera. Wasserversorgung wird so zu einer Frage des Überlebens. Zudem wird um das ohnehin knappe Wasser und seine Nutzung gestritten: zwischen unterschiedlichen Nutzern, zwischen Volksgruppen und zwischen Staaten. Neuartige Konfliktpotentiale gefährden Frieden und Sicherheit in der Welt. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, wie wir Wasser nutzen und woher unser Wasser kommt, bevor es frisch aus dem Hahn sprudelt. Der örtliche Brunnen ist vielerorts durch regionale, sogar überregionale Wasserversorgung abgelöst, die zum Teil über Hunderte von Kilometern das Wasser heranbringt. Es lohnt sich auch, sich mit globalen Fragen der Wasserversorgung zu beschäftigen. Konflikte um Wasser werden in Zukunft weltweit wohl eher zunehmen. Das vorliegende Heft der Landeszentrale für politische Bildung, das wie immer praxisorientiert und abwechslungsreich gute Materialien und Anregungen bietet, ermöglicht die Beschäftigung mit diesen Fragen. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport begrüßt die Auswahl dieses Themas, das auf den ersten Blick so wenig mit Politik und politischer Bildung zu tun hat, auf den zweiten Blick aber doch so viel politische Brisanz birgt. Es hofft, dass die Auseinandersetzung mit dem unscheinbaren Stoff, der fast nicht wahrgenommen wird, aber doch Voraussetzung allen Lebens ist, die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, Wasser als ein Lebensmittel und eine natürliche Ressource zu erkennen, die es zu schützen gilt. Johanna Seebacher Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Mitarbeit an diesem Heft Autoren Dr. Dietmar Herz, Studienrat, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim, zurzeit Agenskalna gimnazija Riga, Lettland: Federführung, Einleitung, Baustein B (Fernwasserversorgung in Baden-Württemberg), Internetseiten zum Thema Dr. Rainer Scheckel, Oberstudienrat, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim: Baustein A (Wasser im Alltag), Baustein D (Konflikte ums Wasser weltweit) Dr. Georg Weinmann, Studienrat, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Wertheim: Projektidee, Baustein C (Wasser in Landwirtschaft und Industrie) Weitere Mitarbeit Otto Bauschert, LpB Baden-Württemberg: redaktionelle Betreuung Hanns-Georg Helwerth, Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: AV-Medien zum Thema
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