Zeitschrift Deutschland wächst zusammen Baustein C
|
||
|
C 1: Karikaturen von 1990
C 2: Schlagzeilen von 1990 bis 2000 1990 Jeder zweite DDR-Bürger fürchtet Arbeitslosigkeit Unsere Märkte brechen total zusammen Esslinger Zeitung vom 2. Juli 1990; S. 11 / Stuttgarter Zeitung vom 24. November 1990, S. 18. 1991 Zehn Jahre bis zum Wohlstand Ostdeutsche Wirtschaft kommt langsam in Schwung Der Spiegel vom 29. Juli 1991, S. 41 / Esslinger Zeitung vom 27. September 1991, S. 18. 1992 Unternehmer sehen Standort Ost gefährdet Das Wunder dauert etwas länger Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. Juni 1992, S. 15 / Der Spiegel vom 28. Dezember 1992, S. 79. 1993 Viele Unternehmen im Osten stehen vor dem Abgrund Der Umstrukturierungsprozess in Ostdeutschland wird noch Jahre dauern Focus vom 15. Februar 1993, S. 122 / Europa Forum 6/1993, S. 4. 1994 Neue Länder: Schneller Aufholprozess Die ostdeutsche Wirtschaft kommt in Schwung Wirtschaftswoche vom 4. März 1994, S. 8 / Handelsblatt vom 10. März 1994, S. 2. 1995 Aufholjagd entwickelt Eigendynamik In den neuen Ländern ist von Dynamik nichts zu spüren Stuttgarter Zeitung vom 19. Juni 1995, S. 13 / vom 30. 1996 Aufschwung hüben, Absturz drüben Krise im Osten verschärft sich Süddeutsche Zeitung vom 26. Juni 1996, S. 1. / Die Welt vom 26. November 1996, S. 13. 1997 Die Wirtschaft im Westen wächst wieder schneller als im Osten Dem Osten geht die Puste aus Die Woche vom 10. Januar 1997, S. 41 / Frankfurter Rundschau vom 20. Februar 1997, S. 13. 1998 Ost-Konjunktur verliert an Schwung Arbeitslosigkeit im Osten verfestigt sich Die Welt, 27. November 1998, S. 18 / Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16. Dezember 1998, S. 17. 1999 Ostindustrie will nicht wachsen Aufschwung im Osten bricht erneut ab Stuttgarter Zeitung vom 3. März 1998, S. 13 / Esslinger Zeitung vom 2./3. Juni 1999, S. 2. 2000 Ostdeutschland fällt zurück Ostdeutsche Industrie im Aufwind Der Tagesspiegel vom 11. Januar 2000, S. 18 / Berliner Zeitung vom 17. April 2000, S. 35.
C 4: Preise von 1989
Wer die DDR besuchte und sich über die niedrigen Brotpreise, die spottbilligen Straßenbahnfahrten oder die geringen Mieten wunderte, der musste wissen: Preise hatten in der DDR nichts mit den Kosten für die Herstellung oder die Bereitstellung von Gütern und Leistungen zu tun. Für Nahrungsmittel schoss der Staat auf je 100 Mark Kosten 46 Mark an Subventionen zu; nur die restlichen 54 Mark waren durch die Preise gedeckt, die DDR-Verbraucher zahlen mussten. Noch stärker wurden Verkehrsleistungen und Wohnungsmieten subventioniert. Die Abkopplung der Verbraucherpreise von den Kosten konnte absurde Folgen haben; manche Tierhalter verfütterten Brot statt Getreide, weil das billiger war. Als Ergebnis der ineffizienten Wirtschafts- und Sozialpolitik der DDR-Regierung bauten sich in den ostdeutschen Regionen flächendeckend massive regionale Strukturschwächen auf...: Steffen Maretzke/Eleonore Irmen; in: Aus Politik und Zeitgeschichte B 5/99 vom 29. Januar 1999, S. 3
C 7: Die DDR war bankrott Als Hauptursache des Niedergangs erwies sich Artikel 9 der DDR-Verfassung: "Die Volkswirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik ist sozialistische Planwirtschaft." Nicht der Markt, sondern der Plan bestimmte die Preise. Die Produktion wurde nicht von der Nachfrage gesteuert, sondern durch Willkür und Wunschdenken der Regierenden ... Unter planungsbedingten Versorgungsengpässen - vom Dosenöffner bis zur Badekappe, vom Dübel bis zum Fertigmörtel - litten Privathaushalte wie Betriebe. Gedrückt wurde die Produktivität der DDR-Wirtschaft aber auch durch die Gleichmacherei bei den Löhnen und durch die Schwäche der Ost-Mark... Bereits Anfang der achtziger Jahre hatten die Auslandsschulden der DDR 24 Milliarden West-Mark erreicht. ... Kontinuierlich nahm in den achtziger Jahren die Produktivität der Wirtschaft weiter ab, zugleich sank die Qualität der Waren, die in den verrottenden, umweltverseuchenden Betrieben erzeugt wurden ... Ende der achtziger Jahre kam die DDR nur noch dank übler Machenschaften und Manipulationen halbwegs über die Runden - durch Konkursverschleppung und Devisenschinderei in großem Stil: Für Valuta-Mark verkaufte die SED (teils zu diesem Zweck eigens verhaftete) politische Gefangene, geraubte Antiquitäten, historisches Kopfsteinpflaster und die Erlaubnis, auf ihrem Staatsgebiet bundesdeutschen Müll zu deponieren. Jochen Bölsche/Norbert F. Pötzl; in Der Spiegel vom 15. November 1999, S. 200. |
Copyright © 2000 LpB Baden-Württemberg HOME |
Kontakt / Vorschläge / Verbesserungen bitte an: lpb@lpb-bw.de |