Zeitschrift

Deutschland wächst zusammen

Baustein B

Gesellschaftlicher Wandel in Ostdeutschland

Der Osten wählt anders


Heft 2/2000 , Hrsg.: LpB


Inhaltsverzeichnis


B 26: Heimvorteil im Osten

PDS-Wahlkundgebung in Berlin (1998)
Bild: Aris

B 27: Landtagswahlen 1999

Ergebnisse in den neuen Bundesländern. In Klammern: Veränderungen gegenüber den vorangegangenen Wahlen.

B 28: Der Osten wählt anders

Im Osten ... (ist) die Bindung an eine Partei viel weniger ausgeprägt als im Westen. Den meisten Wählern scheinen die Parteien ohnehin herzlich gleichgültig zu sein. Die schlimmen Erfahrungen mit der SED und deren Blockgenossen übertragen sie nun auch auf die demokratischen Parteien... Offenbar haben (diese) es nicht geschafft, eine stabile Mehrheit davon zu überzeugen, dass eine demokratische Partei etwas anderes und Besseres ist als eine sozialistische Staatspartei... Eine Besonderheit des Wahlverhaltens der Ostdeutschen: Sie wählen nicht Programme, sondern Personen. Sie wählen Autorität. Darin wirken die Mechanismen beider totalitärer Regime nach.

Konrad Weiss; in: Rheinischer Merkur vom 17. September 1999, S. 4. (Konrad Weiss war Mitglied der Bundestagsfraktion der Grünen; er lebt als Publizist in Berlin.)


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