Zeitschrift Deutschland wächst zusammen Baustein C
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Während die überaus komplizierte Übertragung der politischen und rechtlichen Einrichtungen der Bundesrepublik Deutschland auf die neuen Länder erstaunlich erfolgreich verlaufen ist, blieben die Ergebnisse der wirtschaftlichen Transformation deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück. Die Annahme, dass es nach der Einführung der marktwirtschaftlichen Ordnung in den ostdeutschen Ländern rasch zu einem Wirtschaftswunder wie in den fünfziger Jahren im Westen komme, erwies sich bald als falsch. Für die fortbestehenden Probleme der ostdeutschen Wirtschaft kann man ein ganzes Bündel von Gründen anführen:
Perspektiven Neue Erhebungen lassen keine einheitliche Prog-nose für die zukünftige Entwicklung der ostdeutschen Wirtschaft zu. Sicher ist jedoch, dass der Aufholprozess - aufs Ganze gesehen - sich in den letzten beiden Jahren verlangsamt hat oder gar zum Erliegen gekommen ist. Davon sind aber nicht alle Branchen gleichmäßig betroffen, sondern vor allem die anfänglich boomende Bauwirtschaft, bei der es in den vergangenen Jahren zu deutlichen Einbrüchen gekommen ist. Sicher ist auch, dass Ostdeutschland noch lange Transferzahlungen aus dem Westen brauchen wird: "Selbst bei einem utopischen Wachstum von acht Prozent jährlich bräuchte der Osten über 15 Jahre, um 80 Prozent des Westniveaus zu erreichen"1. Andererseits hat sich die Wirtschaftskraft der ostdeutschen Bundesländer zwischen 1990 und 1998 kontinuierlich verbessert. Weder allzu hoch gesteckte Erwartungen noch ein allzu großer Pessimismus entsprechen also der tatsächlichen Situation. Unterrichtspraktische Hinweise Die Bereiche Altlasten, Staatsvertrag (Wirtschafts- und Währungsunion) und Treuhandanstalt wird man jeweils von einer Schülergruppe analysieren und für den Bericht vor dem Klassenplenum aufbereiten lassen. (C 3 bis C 15). Die Problematik der Transferzahlungen und der Solidaritätsabgabe kann man in einem Streitgespräch zwischen Befürwortern und Gegnern weiterer finanzieller Hilfen konkretisieren. Befürworter und Gegner entwerfen jeweils ein Plakat und formulieren Slogans für ihre Position (C 22 bis C 25). Mögliche Aufgaben
C 1 und C 2: Erarbeiten Sie thesenartig die Lage der Wirtschaft in Ostdeutschland. 1 Lutz Spenneberg; in: Die Woche vom 10. Januar 1997, S. 41 |
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