Zeitschrift

Grundgesetz im Profil



BAUSTEIN E: Grundgesetzänderung "Asyl"
E 1 - E 4 
Problemaufriss



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Inhalt


E 1 Erschöpft ?

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Zeichnung: Gerhard Mester

E 2 Ängste


"...das Boot ist doch wirklich noch nicht voll!"
Zeichnung: Horst Haitzinger, 1991

E 3 Die Ereignisse eines Jahres

E 4 Flucht aus Deutschland

Die erklärte "Judenpolitik" des Deutschen Reichs ist bis weit in den Sommer 1941 hinein immer noch die Auswanderung aller in Deutschland lebender Juden. Von den 140 000 im Jahre 1938 Geflohenen nehmen Südamerika 20 000 und Palästina 12 000 legale und eine unbekannte, aber nicht unerhebliche Zahl illegaler Flüchtlinge auf. Vielleicht 30 000 gelingt die Einwanderung in die Vereinigten Staaten. Der Rest bleibt in den westeuropäischen Transitländern stecken: in Frankreich, England, Holland, Belgien und in der Schweiz. Als klar wird, dass es in Übersee zu wenige Plätze für Flüchtlinge gibt, beginnen die Transitländer ihre Grenzen zu schließen. Zu Zehntausenden werden ausländische Konsulate belagert, doch die Wartelisten sind auf Jahre hinaus gefüllt. Mitte Mai 1939 beschränkt die britische Regierung die Zahl der Einwanderinnen und Einwanderer nach Palästina bis 1944 auf 10 000 jährlich, zuzüglich 25 000 Flüchtlinge, deren Verwandte für sie bürgen können.

Erica Fischer: Aime und Jaguar. Eine Liebesgeschichte, Berlin 1943. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 19976, S. 86


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