Zeitschrift Grundgesetz im Profil
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A1 Deine Entscheidung
A2 Nichts für mich
Das Parlament, Nr. 44-45 / 24./31.10.97 A3 Kleiner Mann - was nun ? A4 Ein Anfang
A5 Machen oder machen lassen?
A6 Handeln !
A7 Misstimmung und Verdruss Zweifel an Demokratie wachsen Berlin Mainz (dpa) - Knapp sieben Wochen vor der Bundestagswahl haben
Wahlforscher auf ein hohes Potential an "Systemverdrossenheit" in der deutschen
Bevölkerung hingewiesen. Stuttgarter Nachrichten, 11.8.1998 (dpa) A8 Die Bürgergesellschaft Eine Vision von Hildegard Hamm-Brücher Wenn man bedenkt, dass weniger als vier Prozent unserer Wahlbevölkerung Mitglieder von politischen Parteien und von diesen bestenfalls ein Viertel innerparteilich aktiv sind, dann sind das schon beunruhigend wenig Bürger. Und was ist das für eine repräsentative Demokratie, die nur von einer hauchdünnen Parteienoligarchie bestimmt wird? Etwa sechsmal so viele Bürger engagieren sich außerhalb der Parteien. Das wären dann immerhin über zwanzig Prozent aller Bürger. Dennoch, die Diskrepanz zwischen aktiven und - aus welchen Gründen auch immer - passiven Bürgern ist eklatant und für die Legitimation eines von Bürgern getragenen demokratischen Gemeinwesens keinesfalls befriedigend. Wie aber ließe sich das politische Fundament des Gemeinwesens festigen? Es gibt vielfältige Ansätze, der Verdrossenheits- und Zuschauerdemokratie, der oligarchischen Nur-Parteien-Demokratie entgegenzuwirken... Erstens: Die Bürgergesellschaft. Obzwar ihr Wirken im etablierten Staats- und Parteiengefüge nicht immer geliebt, gelegentlich gefürchtet, nur selten dankbar anerkannt wird, ist sie sichtlich im Kommen und trägt in vielen Bereichen bereits zur Vitalisierung unserer Demokratie bei. Bürger gründen Initiativen mit sozialen, ökologischen, kommunalen, kulturellen Zielen, ohne darum gebeten zu werden - "Nichtregierungsorganisationen" im eigenen Land, jenseits von Parteien, Verbänden und Gewerkschaften. Diese demokratische Bürgergesellschaft birgt ein enormes Reformpotential. Ehrenamtliches Bürgerengagement ist nämlich durch und durch konstruktiv. Es verharrt, auf welchem Felde, in welcher Lücke oder Nische auch immer es stattfindet, nicht im Protest; es ist eine Quelle sachkundiger Innovationen, das Talente für Organisation, Konzeption und Aktion weckt. Es vermag an sozialen Brennpunkten erste und neuartige Hilfe zu leisten, lässt Solidarität in neuen Formen für alle Beteiligten erfahrbar werden. Die wichtigste Wirkung ist aber diese: gemeinsames Engagement schafft Zusammenhalt, und Zusammenhalt begründet demokratische Identität. Die Zeit, Nr. 40, 24.9.1998 A 9 Sind Sie ein politischer Mensch?
© Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
A 11 Einflußmöglichkeiten
A 12 Was man tun kann Hier ist eine Auflistung von Möglichkeiten, sich zu informieren, seine Meinung zum Ausdruck zu bringen und aktiv zu werden. Überlegt euch weitere politische Handlungsformen: Sich Informieren bei Ämtern ( Gemeinde-. Stadtverwaltung. Behörden etc.) nachfragen im Internet forschen Umfragen, Interviews und Befragungen z.B. Eltern. Bekannte. Passanten) durchführen Beobachtungen. Erhebungen und Untersuchungen vornehmen an Bürgerversammlungen, öffentlichen Diskussionen. Parlamentssitzungen teilnehmen Seine eigene Meinung zum Ausdruck bringen Berichte für die Schülerzeitung schreiben Sich an Unterschriftenaktionen beteiligen an Befragungen. Wahlen und Abstimmungen teilnehmen Sich organisieren und aktiv werden in Jugendgruppen eintreten in Bürgerinitiativen oder Verbänden mitwirken in Beiräten oder öffentlichen Ämtern mitarbeiten © Bundeszentrale für politische Bildung, 53111 Bonn, Berliner Freiheit 7, Autor: Lothar Scholz, Redaktion: Iris Möckel.
Grundkurs Politik (Xaver Fiederle) |
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