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Zeitschrift Medien Texte und Materialien C 1 - C 12 Das Fernsehen C 3 - C 5
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Das Rundfunksystem der Bundesrepublik Deutschland ist durch
das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichen und privaten
Sendern gekennzeichnet. Bis zur Einführung dieser dualen
Medienorganisation beherrschte der öffentlich-rechtliche
Rundfunk im früheren Bundesgebiet über mehrere Jahrzehnte
allein das Feld. Die Grundlagen dafür wurden nach Kriegsende
unter dem Einfluss der Siegermächte geschaffen. 1948/49
entstanden im Westen Deutschlands mehrere regionale Rundfunkanstalten
als staatsferne, Selbstverwaltete und durch Gebühren finanzierte
Anstalten des öffentlichen Rechts. Nach der deutschen Einigung
stand diese Organisationsform auch Pate bei der Neuordnung des
Rundfunks in Ostdeutschland.
Anteile in %
Media Perspektiven Basisdaten. Daten zur Mediensituation in Deutschland 2001. Frankfurt (ARD Werbung Sales & Services), Dezember 2001, S. 29
a) Unterschiede der Strukturen
Mit der Einführung des Privatfernsehens im Jahr 1985
hat sich die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig verändert.
Die öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF verloren
ihr Bildschirm-Monopol und sind seitdem der Konkurrenz kommerzieller
Sender ausgesetzt, die auch untereinander in hartem Wettbewerb
stehen. Um Zuschauer zu gewinnen oder zu binden, haben in den
letzten Jahren alle großen Sender ihr tägliches Programm-angebot
ausgeweitet, so dass sie inzwischen rund um die Uhr empfangen
werden können. b) Das Fernsehen vorn
Das Fernsehen ist die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung
der Erwachsenen: 94 % aller Befragten geben an mehrmals in der
Woche fernzusehen. Wichtige Unterhaltungs- und Informationsmedien
sind aber auch das Radio und die Zeitung, die von mehr als 80
% der Befragten genutzt werden. Allerdings haben die Zeitungen
in den letzten Jahren an Boden verloren.
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