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Medien

Texte und Materialien

C 1 - C 12 Das Fernsehen

C 3 - C 5
Öffentlich-rechtliche und private Sender

 



 

Inhaltsverzeichnis

 

C 3

Öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland

 

Das Rundfunksystem der Bundesrepublik Deutschland ist durch das Nebeneinander von öffentlich-rechtlichen und privaten Sendern gekennzeichnet. Bis zur Einführung dieser dualen Medienorganisation beherrschte der öffentlich-rechtliche Rundfunk im früheren Bundesgebiet über mehrere Jahrzehnte allein das Feld. Die Grundlagen dafür wurden nach Kriegsende unter dem Einfluss der Siegermächte geschaffen. 1948/49 entstanden im Westen Deutschlands mehrere regionale Rundfunkanstalten als staatsferne, Selbstverwaltete und durch Gebühren finanzierte Anstalten des öffentlichen Rechts. Nach der deutschen Einigung stand diese Organisationsform auch Pate bei der Neuordnung des Rundfunks in Ostdeutschland.
Als das Bundesverfassungsgericht 1986 grünes Licht für den privaten Rundfunk gab, stellte es gleichzeitig fest, dass die "Grundversorgung" der Bevölkerung Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist. Dazu gehört, dass sie nahezu überall zu empfangen sind, ein inhaltlich umfassendes Programm anbieten und insgesamt eine breite Meinungsvielfalt gewährleisten.

 

C 4

Fernsehbeteiligungen der RTL-Group

Anteile in %

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Media Perspektiven Basisdaten. Daten zur Mediensituation in Deutschland 2001. Frankfurt (ARD Werbung Sales & Services), Dezember 2001, S. 29

C 5

Information oder Unterhaltung

a) Unterschiede der Strukturen

Mit der Einführung des Privatfernsehens im Jahr 1985 hat sich die deutsche Fernsehlandschaft nachhaltig verändert. Die öffentlich-rechtlichen Programme ARD und ZDF verloren ihr Bildschirm-Monopol und sind seitdem der Konkurrenz kommerzieller Sender ausgesetzt, die auch untereinander in hartem Wettbewerb stehen. Um Zuschauer zu gewinnen oder zu binden, haben in den letzten Jahren alle großen Sender ihr tägliches Programm-angebot ausgeweitet, so dass sie inzwischen rund um die Uhr empfangen werden können.
Was die Programminhalte angeht, setzen die öffentlich-rechtlichen Sender trotz mancher Angleichungstendenzen nach wie vor deutlich andere Schwerpunkte als die Privaten. Die Programmstrukturen von ARD und ZDF liegen infolgedessen nahe beieinander, wie andererseits auch die privaten Vollprogramme weitgehende Gemeinsamkeiten erkennen lassen.

b) Das Fernsehen vorn

Das Fernsehen ist die mit Abstand beliebteste Freizeitbeschäftigung der Erwachsenen: 94 % aller Befragten geben an mehrmals in der Woche fernzusehen. Wichtige Unterhaltungs- und Informationsmedien sind aber auch das Radio und die Zeitung, die von mehr als 80 % der Befragten genutzt werden. Allerdings haben die Zeitungen in den letzten Jahren an Boden verloren.
Differenziert man nach dem Geschlecht, zeigen sich einige bemerkenswerte Unterschiede in den Mediengewohnheiten. Frauen schalten etwas häufiger das Fernsehen ein als Männer und beschäftigen sich mehr mit Zeitschriften und Büchern. Männer hören dagegen mehr Radio, lassen sich öfter durch Musik von Platten und Kassetten berieseln und sehen sich häufiger Videofilme an. Auch bei der regelmäßigen Zeitungslektüre liegen die Männer vorn.
Der Medienkonsum ist in vielen Fällen auch vom Alter abhängig. Von den 14- bis 19-Jährigen hören etwa 74 % mehrmals wöchentlich CDs oder Kassetten. Mit zunehmendem Alter verringert sich aber das Interesse an dieser Art der Freizeitgestaltung. Mit fortschreitendem Alter wird auch das Fernsehen immer stärker genutzt. Im Durchschnitt bringen die Bundesbürger pro Tag rund 200 Minuten (in den neuen Ländern sogar 220 Minuten) vor dem Fernsehgerät zu.

 


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